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Die Kirche gedenkt heute der Kreuzigung ihres Herrn. Und wie könnte dieses Gedenken eine angemessenere Form finden als erneut mit einem Passus aus Bachs Matthäuspassion. Mir ist heute eher zufällig aufgegangen, daß Johannes Paul II. genau am heutigen Tage starb, am 2. April 2005, ich kann schwer erklären, warum ich nach wie vor eine enge Verbindung zu diesem Papst fühle und will aus seiner Botschaft anläßlich des Kreuzweges am Kolosseum, Karfreitag, 25. März 2005, also unmittelbar vor seinem Tod zitieren:
„‘Adoramus te, Christe, et benedicimus tibi, quia per sanctam crucem tuam redemisti mundum‘ [Wir beten dich an, Herr Jesus Christus und preisen dich, denn durch dein heiliges Kreuz hast du die Welt erlöst.]. Ja, wir verehren und preisen das Mysterium des Kreuzes des Gottessohnes, weil aus jenem Tod eine neue Hoffnung für die Menschheit entsprungen ist.
Die Verehrung des Kreuzes weist uns auf eine Aufgabe hin, der wir uns nicht entziehen dürfen: Es ist der Auftrag, den der hl. Paulus mit den Worten zum Ausdruck brachte: 'Für den Leib Christi, die Kirche, ergänze ich in meinem irdischen Leben das, was an den Leiden Christi noch fehlt' (Kol 1,24). Auch ich opfere meine Leiden auf, damit sich der Plan Gottes erfülle und sein Wort zu den Völkern gehe. Ich bin all jenen nahe, die in diesem Moment von Leiden geprüft sind. Ich bete für einen jeden von ihnen.
An diesem Tag des Gedenkens an den gekreuzigten Christus blicke ich mit Euch auf das Kreuz und verehre es mit den Worten der Liturgie: 'O crux, ave spes unica!' Sei gegrüßt, o Kreuz, einzige Hoffnung, schenke uns Geduld und Mut und erhalte der Welt den Frieden!“












