Freitag, 12. September 2008

Gedichte

Herr Walter A. Aue war so gütig, mir eben zu erlauben, seine Übersetzungen vornehmlich deutscher Gedichte ins Englische hier zugänglich zu machen, ich empfehle besonders seine Übersetzung von Herrmann Hesses „Lebensstufen“ , aber spontan wähle ich ein anderes Gedicht:

Theodor Fontane
O trübe diese Tage nicht

O trübe diese Tage nicht,
Sie sind der letzte Sonnenschein,
Wie lange, und es lischt das Licht
Und unser Winter bricht herein.

Dies ist die Zeit, wo jeder Tag
Viel Tage gilt in seinem Werth,
Weil man's nicht mehr erhoffen mag,
Daß so die Stunde wiederkehrt.

Die Fluth des Lebens ist dahin,
Es ebbt in seinem Stolz und Reiz,
Und sieh, es schleicht in unsern Sinn
Ein banger, nie gekannter Geiz;

Ein süßer Geiz, der Stunden zählt
Und jede prüft auf ihren Glanz,
O sorge, daß uns keine fehlt
Und gönn' uns jede Stunde ganz.


Theodor Fontane
Oh, do not darken days like these

Oh, do not darken days like these,
the final rays from our sun,
for soon enough the light will cease
when our winter has begun.

This is the time, where ev'ry day
is worth so many days in turn,
because no longer hope can pray
that thus the hour will return.

The tide of life has come and passed
and low now lie allure and pride,
and look at our mind: at last
creeps anxious avarice inside:

a honeyed greed, that counts the hours,
and tests each one for shine and fit;
oh, make that ev'ry hour flowers,
and kindly grant us all of it.”