Posts mit dem Label Tolkien werden angezeigt. Alle Posts anzeigen
Posts mit dem Label Tolkien werden angezeigt. Alle Posts anzeigen

Donnerstag, 20. September 2012

LOTR &



„Enden? Nein, hier endet die Reise nicht. Der Tod ist nur ein weiterer Weg den wir alle gehen müssen. Der graue Regenvorhang dieser Welt zieht sich zurück und alles verwandelt sich in silbernes Glas. Und dann siehst du es.
Was? Gandalf? Was sehe ich?
Weiße Strände, und dann... ein fernes grünes Land unter einer rasch aufgehenden Sonne.
Dann ist es nicht schlimm?
Nein, nein, ist es nicht.“

~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~

"Gandalf the White: End? No, the journey doesn't end here. Death is just another path. One that we all must take. The grey rain-curtain of this world rolls back, and all turns to silver glass... then you see it!
Pippin Took: What? Gandalf? See what?
Gandalf the White: White shores... and beyond. A far green country, under a swift sunrise.
Pippin Took: Well, that isn't so bad.
Gandalf the White: No... no, it isn't."

Amon Sûl (Weathertop), Eriador, Middle-earth
MaximKartashev

Gondor aus dem „Herrn der Ringe“ ist ein Wunschort vieler, kein Fluchtort, denn wie jeder Leser weiß, ist Gondor das Gegenteil eines idyllischen Orts, es begegnen Grausamkeit, Verrat, Verzweiflung, all die üblichen menschlichen Dinge, und über allem der Schatten des Untergangs. Aber man taucht ein in das Gefühl, wie die Welt wäre, wenn sie richtig wäre, und die Dinge so, wie die Dinge sein sollten, und man nicht in einer gefälschten Wirklichkeit leben müßte. So wird die Fiktion zur wirklicheren Wirklichkeit, etwas, das so vertraut wird, daß die Namen, die jemand diesen Bildern hier gegeben hat, ganz selbstverständlich erscheinen.

Ich habe mich eben selbst zitiert. Das ist kaum originell, aber durch einen Zufall rutschte ich wieder in den letzten Teil der Film-Trilogie und dann auch wieder in das Buch, mich erinnernd, wie ich fiebrig lesend, eine Karte an die Wand geheftet... Zurück folgend der Erinnerung rührt all dies jedoch immer noch verwirrend – aufgeregte Gedanken und Vorstellungen empor, seltsam.

Freitag, 2. September 2011

Dies & Das


Was für gruselige Daten! Geschichte ist eine Schlangengrube, also nichts über Herrn Morgenthau oder die Schrecken der glorreichen Französischen Revolution oder abschreckende Dinge dieser Art, nur ein paar Bilder, wir brauchen eine Pause davon. Johann Georg Jacobi hat ein „Taschenbuch für die gelehrten Frauenzimmer“ herausgebracht, unterhaltsam irgendwie. Aber, und jetzt werden wir ernsthaft, John Ronald Reuel Tolkien starb am 2. September 1973. Ein Sachwalter großartig wahrer Ideen. Und wo ich gerade eines seiner Bücher zur Hand nehme, um erklären zu können, wie ich vor langer Zeit eine Karte an die Wand heftete um nachzuvollziehen, was ich gerade fiebrig las, sehe ich: Eines meiner wenigen Bücher mit einem ex libris. Ich war wohl einmal ein besserer Mensch. Die Welt, in der wir leben, erscheint so unrichtig oft, ohne Heroisches oder Wunderbares oder vermeintlich Unwirkliches, wie eine lustlos bemalte Schachtel, die nichts enthält.

Mittwoch, 2. September 2009

Gespenster der Geschichte und ein erfreulicher Name


Misty Mountains of Middle-earth, west, Eriador side
Maxim Kartashev
hier gefunden

Vor einem Jahr hatte ich zu diesem Datum noch etwas zu dem lange verflossenen Sedan-Tag geschrieben. Da es nicht sehr originell ist, sich zu wiederholen, warf ich wieder einmal einen Blick in den Kalender und alles, was ich sah, waren Gespenster, vielleicht ist mein Blick heute etwas getrübt und bleibt ständig am Gruseligen hängen. Aber wer wollte im Ernst etwa etwas zum Morgenthau-Plan schreiben (übrigens, da ich gern auf weiterführende Links verweise, es ist derartig peinlich leisetreterisch, was da im deutschsprachigen Wikipedia-Artikel zu diesem Thema geboten wird, daß ich dringend die englische Variante empfehle).

Und etwas Erfreuliches zur japanischen Kapitulationserklärung vom 2. September 1945 zu verfassen, fällt mir auch eher schwer. Warum, nun sie kam etwas zu spät. Die USA hatten gegenüber dem kapitulationsbereiten Japan darauf bestanden, den Tenno abzuschaffen, die Japaner hatten einen Kriegsverbrecherprozeß gegen ihn befürchtet und lehnten ab. 2 erfolgreiche Atombombenabwürfe später durften die Japaner kapitulieren und ihr Kaiserhaus behalten.

Aber eigentlich wollte ich hier ja nie über etwas Geschichtliches schreiben, das nicht länger als 70 Jahre zurückliegt, ich weiß jetzt wieder warum. Auch tut es mir leid, daß mir immer zuerst auffällt, was quer zu den modernen Geschichtsmythen steht, es ist nun mal so. Und mir fallen bei der glorreichen französischen Revolution nun mal eher die Septembermassaker von 1792 als die Erklärung der Menschenrechte ein. Also die Geschichte bereitet uns heute wenig Unterhaltung.

Aber „Mythos“ ist ein Stichwort. Am 2. September 1973 starb John Ronald Reuel Tolkien, und das ist doch einmal ein Name, da fällt alle Last von einem.


Amon Sûl (Weathertop), Eriador, Middle-earth
MaximKartashev
hier gefunden


Gondor aus dem „Herrn der Ringe“ ist ein Wunschort vieler, kein Fluchtort, denn wie jeder Leser weiß, ist Gondor das Gegenteil eines idyllischen Orts, es begegnen Grausamkeit, Verrat, Verzweiflung, all die üblichen menschlichen Dinge, und über allem der Schatten des Untergangs. Aber man taucht ein in das Gefühl, wie die Welt wäre, wenn sie richtig wäre, und die Dinge so, wie die Dinge sein sollten, und man nicht in einer gefälschten Wirklichkeit leben müßte. So wird die Fiktion zur wirklicheren Wirklichkeit, etwas, das so vertraut wird, daß die Namen, die jemand diesen Bildern hier gegeben hat, ganz selbstverständlich erscheinen.