Sonntag, 18. März 2012

Sonntag &

poorly translated

Es gibt Gründen dafür, daß ich es vorziehe, selbst an den Sonntagen zu kochen, aus anderen tut dies hin und wieder meine Frau Mutter. Heute war wieder so ein Tag, übrigens der erste diesen Jahres, an dem wir wieder draußen auf der Terrasse aßen.

Folglich enthalte ich mich jeden Kommentars und beschreibe nur kurz den Vorgang: Es war eines ihrer wenigen heißgeliebten Rezepte: Rouladen, neuerdings mag sie keine Rinderrouladen mehr (zu zäh) und auch keine Gurken als Füllung (zu labbrig). Also gab es als Kompromiß je 2 Schweine- und Rinderrouladen mit (fast) identischer Füllung (Speck, Zwiebeln, Gurken), dazu Blumenkohl.

Damit es nicht so ausschließlich häuslich bleibt. Jemand, den ich leider nur oberflächlich kenne, verwies mich auf dieses Bild. Eine perfekte optische Täuschung, die uns wieder einmal daran erinnert, wie wenig wir dem vertrauen sollten, was uns als Realität entgegentritt. Ich antwortete, ich hätte genauer auf die Details geschaut und dann wäre die Täuschung aufgeflogen, und so sei es wohl auch mir der Wirklichkeit, aber das ist natürlich zu simpel, aber man sehe selbst.

There are reasons I prefer to cook on Sundays, for others my mother does it here and then. Today was one of those days, incidentally, the first of this year, when we ate outside on the terrace again.

Consequently, I abstain from comments and briefly describe the process: It was one of her few beloved recipes: roulades, and since she doesn’t like beef rolls anymore (too tough) and cucumbers as a stuffing as well (too wishy-washy). So there was a compromise with 2 pork and 2 beef roulades, each with (almost) identical filling (bacon, onions, cucumbers), and cauliflower.

Thus, just to not let it end so exclusively domestic: Someone I unfortunately know only superficially directed me to this picture. A perfect optical illusion, reminding us once again of how much we shouldn’t trust what confronts us as reality. I replied that I had looked closer at the details and then the illusion busted, and so it would be probably with reality; but of course that’s too simple, but you see yourself.

Samstag, 17. März 2012

Mark Aurel und François de La Rochefoucauld

Nachfolgend nichts Ernstes, nur ein fiktives Gespräch zwischen einem Kaiser und einem Herzog, die zufällig beide am gleichen Tage gestorben sind (nur eben ein und ein halbes Jahrtausend exakt getrennt).

Mark Aurel: „Es steht dir ja frei, zu jeglicher Stunde dich in dich selbst zurückzuziehn, und nirgends finden wir eine so friedliche und ungestörte Zuflucht als in der eignen Seele, sobald wir nur etwas von dem in uns tragen, was wir nur anzuschauen brauchen, um uns in eine vollkommen ruhige und glückliche Stimmung versetzt zu sehn.“

„Einfach und klar und bestimmt aber seien jene Ideen, die aus deiner Seele so manches hinweg spülen, wenn du sie dir vergegenwärtigst, und dir eine Zuflucht schaffen sollen, aus der du nicht übel launisch zurückkehrst.“

„In der Tat also gilt es sich zurückzuziehen auf eben diesen kleinen Raum, der unser ist, und hier sich weder zerstreuen, noch einspannen zu lassen, sondern sich frei zu bewegen und die Dinge anzusehen wie ein Mensch, wie ein Glied der Gesellschaft, wie ein sterbliches Wesen. Unter allen Wahrheiten aber, die dir am geläufigsten sind, müssen jedenfalls die beiden sein: die eine: daß Außendinge die Seele nicht berühren dürfen, sondern wirklich Außendinge sein und bleiben müssen. Denn Widerwärtigkeiten gibt es nur für den, der sie dafür hält. Die andere: daß alles, was du siehst, sich bald verwandeln und nicht mehr sein werde, wie du selbst schon eine Menge Wandlungen durchgemacht hast. Mit einem Wort: die Welt ist ein ewiger Wechsel, das Leben ein Wahn!“

de La Rochefoucauld: „Der Mensch glaubt oft, sich selbst zu führen, wenn er geführt wird, und während er mit seinem Verstand nach dem einen Ziel strebt, zieht ihn sein Herz unbemerkt zu einem anderen.“

„Das Glück liegt in der eigenen Bewertung, nicht in der Sache selbst, und der Besitz dessen, was man selbst liebt, nicht dessen, was andere lieben, macht glücklich.“

„Man ist nie so glücklich oder unglücklich, wie man sich einbildet.“

Mark Aurel: "Was für ein lächerlicher Fremdling auf Erden ist der, der über irgendein Ereignis in seinem Leben erstaunt."

de La Rochefoucauld: „Eine der Ursachen, weshalb man so wenig Leute findet, die im Gespräch vernünftig und angenehm sind, ist, daß fast jeder lieber an das denkt, was er sagen will, als auf das genau zu antworten, was man ihm sagt.“

„Sie sollten bedenken, daß es ein schlechtes Mittel ist, anderen zu gefallen oder sie zu gewinnen, wenn man sich selbst so eifrig zu gefallen sucht, und daß die Kunst, gut zuzuhören und gut zu antworten, die allerhöchste ist, die man im Gespräch zeigen kann.“

„Es ist eine große Narrheit, allein weise sein zu wollen.“

Mark Aurel: „Die Vernunft und die Lebenskunst sind Kräfte, die sich selbst genügen und die keinen andern Richter über ihre Äußerungen haben als sich selbst. Sie haben ihr Prinzip und ihre Ziele in sich und richtig heißen ihre Handlungen, weil durch sie der rechte Weg offenbar wird.“

„Blicke in dein Inneres! Dort ist eine Quelle des Guten, die nie aufhört zu sprudeln, wenn du nur nicht aufhörst nachzugraben.“

"Übe dich auch in den Dingen, an denen du verzweifelst."

de La Rochefoucauld: „Wir haben nicht Kraft genug, um unserer Vernunft ganz zu folgen.“

„Das Glück korrigiert mehr Fehler an uns, als die Vernunft korrigieren kann.“

„Die Torheit verfolgt uns in allen Perioden des Lebens. Wenn jemand weise scheint, liegt es daran, daß seine Torheiten seinem Alter und seiner Lebenslage angemessen sind.“

„Alte Leute geben gern gute Lehren, um sich darüber zu trösten, daß sie nicht mehr imstande sind, böse Beispiele zu geben.“

Mark Aurel: „Du darfst nicht unwillig werden, den Mut nicht sinken lassen oder gar verzweifeln, wenn es dir nicht vollständig gelingt, immer nach richtigen Grundsätzen zu handeln. Bis du von deiner Höhe heruntergefallen, erhebe dich wieder, sei zufrieden, wenn nur wenigstens das meiste an dir nach wahrer Menschennatur ist, und und behalte das lieb, was dir von neuem gelang.“

„Das Wesen und die Bedeutung der Verhältnisse dieses Lebens sind üblicherweise in ein solches Dunkel gehüllt, daß sie nicht wenig Philosophen und nicht bloß den gewöhnlichen als völlig unbegreiflich erscheinen.“

„Und dann sind auch unsere Ansichten so höchst veränderlich. Denn wo ist ein Mensch, der sich niemals in seinen Urteilen geändert hat?“

„Was nun bei solchem Dunkel und solcher Widerlichkeit der Zustände und dem so raschen Verlauf der Dinge und der Zeit, der Bewegung und des Bewegten wohl der Hochschätzung oder des Strebens überhaupt noch wert sein könnte, vermag ich nicht zu begreifen. Im Gegenteil ist es ja der einzige Trost, die natürliche Auflösung geduldig zu erwarten und über ihren Verzug sich nicht zu beklagen, sondern mit folgendem allein sich zu beruhigen: Dir kann nichts begegnen, was nicht der Natur des Ganzen gemäß wäre, und dann, von dir selbst hängt es ab, alles zu unterlassen, was der Stimme deines Genius in dir zuwider ist; denn niemand kann dich zwingen, ihm zuwider zu handeln.“

de La Rochefoucauld: „Das Schicksal läßt unsere Tugenden und Laster in Erscheinung treten, wie das Licht die Gegenstände erhellt.“

„Vollendete Tapferkeit besteht darin, ohne Zeugen zu tun, was man vor aller Welt tun möchte.“

„Wer sich zuviel mit Kleinem abgibt, wird gewöhnlich unfähig zu Großem.“

Mark Aurel: „Oft habe ich mich darüber gewundert, wie derselbe Mensch, der sich doch mehr liebt als alle anderen, dennoch seinem eigenen Urteile über sich geringeren Wert beilegt als dem Urteile anderer.“

de La Rochefoucauld: „Daß wir so gern neue Bekanntschaften schließen, liegt nicht so sehr am Überdruß an den alten oder an der Freude am Wechsel, sondern es mißfällt uns, von denen, die uns zu gut kennen, nicht genügend bewundert zu werden, und wir hoffen, von denen, die uns nicht so gut kennen, mehr bewundert zu werden.“

Mark Aurel: „Wie ihr Inneres beschaffen ist, welche Interessen sie verfolgen, und die Beweggründe ihrer Zuneigung und Wertschätzung, das suche zu erforschen, mit einem Wort, suche ihre Seele ohne alle Hülle zu erkennen. Wer glaubt, durch Tadel zu schaden oder durch Lob zu nützen, welch ein Wahn!“
beendet am 18. März

Mittwoch, 14. März 2012

Samuel Rogers

"Oh could my Mind, unfolded in my page,
Enlighten climes and mould a future age;
There as it glow'd, with noblest frenzy fraught,
Dispense the treasures of exalted thought;
To Virtue wake the pulses of the heart,
And bid the tear of emulation start!
Oh could it still, thro' each succeeding year,
My life, my manners, and my name endear;
And, when the poet sleeps in silent dust,
Still hold communion with the wise and just!--
Yet should this Verse, my leisure's best resource,
When thro' the world it steals its secret course,
Revive but once a generous wish supprest,
Chase but a sigh, or charm a care to rest;
In one good deed a fleeting hour employ,
Or flush one faded cheek with honest joy;
Blest were my lines, tho' limited their sphere,
Tho' short their date, as his who trac'd them here."

"O könnte meine Seele, die in meinen Versen entfaltet ist, ganze Länder aufklären, und ein künftiges Jahrhundert bilden; könnte sie, wie sie erglüht, von den edelsten Leidenschaften begeistert, die Schätze erhabener Gedanken vertheilen; die Pulse des Herzens zur Tugend erwecken, und der Thräne des Wetteiferns befehlen hervorzubrechen! O könnte sie immer, jedes folgende Jahr hindurch, mein Leben, meine Sitten, und meinen Namen theurer machen; und wenn der Dichter im schweigenden Staube schläft, immer noch verkehren mit den Weisen und Guten! - Doch sollten diese Verse, meiner Muße beste Erholung, wenn sie durch die Welt ihren einsamen Weg schleichen, auch nur einmal einen unterdrückten edlen Wunsch wieder erwecken, nur einen Seufzer vebannen, oder eine Sorge beschwichtigen; zu einer guten That eine fliehende Stunde anwenden, oder mit ehrenvoller Freude eine blasse Wange befeuern; so würden meine Zeilen gesegnet seyn, wenn gleich beschränkt ihre Sphäre, wenn gleich kurz ihre Dauer wäre, wie die Dauer dessen, der sie hier sie hier entwarf.“

Obige Rohübersetzung ist gestohlen, allerdings sind die Leidtragenden auch seit deutlich mehr als hundert Jahren dahingeschieden. Es ist der Anfang eines längeren Gedichtes von Samuel Rogers (ein dichtender Banker, ja das gab es einmal, aber es waren auch andere, kultiviertere Zeiten).

Samuel Rogers ist im Deutschen so bekannt, daß es dort nicht einmal einen Wikipedia-Artikel über ihn gibt, dabei war er vor Zeiten sehr berühmt, nun, vor 200 Jahre und in Großbritannien. Ich hatte bis letzter Nacht keinen Schimmer, wer das wäre, aber ein junger Freund aus Cambridge, der eben ein Exemplar dieses Werkes von 1812 (glaube ich) zu reparieren versuchte, schickte mir da den Anfang (auf Englisch natürlich, als ob ich davon irgend einen Schimmer hätte; ich weiß, wie abwegig das klingt, aber er ist mir über die Zeit sehr ans Herz gewachsen, zum Glück verfolgt er das hier nicht.)

Übrigens lese ich ihn immer noch, aber die Zeit pressiert gerade, aus lebenspraktischen Gründen. Und da ich unbedingt wieder ein kleiner tapferer Blogger werden will, hoffe, ich kann die Sache morgen vervollständigen...

Dienstag, 13. März 2012

Brideshead Revisited

Lawrence Alma-Tadema,
Sappho and Alcaeus, 1881

Dies hat ein wenig von einem Insider Joke, aber tatsächlich habe ich mich zu einem neuen Beitrag zu "Brideshead" aufraffen können. Es geht um Charles und inwieweit Schönheit eine oberflächliche Sache sei u.a.

Sonntag, 11. März 2012

Sonntag &

poorly translated
Die Gedanken sind gegenwärtig etwas widerspenstig und wollen sich nicht recht in zusammenhängende Texte fügen lassen, nun gut, wir werden sie etwas sedieren, dann werden sie ihren Widerstand schon noch aufgeben. "Varietas delectat", wußte schon ein mir unbekannter alter Römer. Lachs anders also, und was da auf dem ersten Bild sich nur verschwommen aus den Umrissen herausschält, ist in der Tat ein Lachs im Blätterteigmantel.
Folglich wurde das Stück Lachs eingepackt, nachdem es mit Pfeffer und Salz behandelt worden war, mit dem Saft einer ganzen Zitrone beträufelt, und ein Dach aus Dill erhalten hatte. Das Paket wurde mir Eigelb bestrichen und kam eine knappe Stunde in den Ofen (das war zu lang, das Rezept irrt hier, wie man unter anderem an der etwas dunklen Oberfläche sehen kann).
Dazu eine Remoulade aus zu gleichen Teilen Mayonnaise, Joghurt, saurer Sahne, ebenfalls Dill, klein gehackten Schalotten (und etwas Knoblauch), Salz, Zucker, Zitronensaft. Dazu Bohnen, das war's. Durchaus angenehm.
Thoughts are currently a little stubborn and don’t want to quite fit into a coherent text; well, we will sedate them a bit, then all will appear fine. "Varietas delectat" an ancient Roman once said I hadn’t the pleasure to meet. So a different salmon today, and what we only can guess from the first blurry picture, it is in fact a salmon in puff pastry.

Therefore the piece of salmon was wrapped after it had been treated with salt and pepper, drizzled with the juice of one whole lemon, and had received a roof of dill. On the surface of the package some egg yolk was spreaded and it came in the oven for nearly an hour (that was too long, the recipe is wrong here, as you can see, at least from the little too dark surface).

Added a remoulade made from equal parts mayonnaise, yogurt, sour cream, dill also, finely chopped shallots (and garlic), salt, sugar, lemon juice. And beans. That's it. Quite pleasant.

Dienstag, 6. März 2012

Peter von Cornelius

Peter von Cornelius, etwa 1850

Soweit man Thomas Mann glauben darf, hätte Goethe auf Bilder dieses Malers am liebsten mit der Pistole geschossen. Dabei hat er selbst dessen Faust zu illustrieren versucht, und nicht einmal übel. Im letzten Jahr habe ich das ein wenig näher ausgeführt.

Peter von Cornelius, Faust bietet Gretchen den Arm, 1811

Es ist schwierig, etwas anzumerken, wenn man die Motive von jemandem ungemein schätzt, aber das Ergebnis, nun ja, wenn die Exaltationen nur nicht gelegentlich so pedantisch daherkämen. Peter von Cornelius ist am 6. März 1867 gestorben, und nachdem ich hin und her überlegt habe, schiebe ich meine eigenen Gedanken einfach beiseite und zitiere aus der ADB von 1876 (den ganzen, ziemlich langen Artikel findet man hier, eine neuere, und kürzere Biographie hier).

„Die Nothwendigkeit, sich so früh sein Brod zu verdienen, machte ihn, wie man sieht, bald gewandt sich mit einer gewissen Sicherheit auszusprechen, ein Ganzes hervorzubringen. Sie fügte ihm aber auch den nie mehr gutzumachenden Nachtheil zu, daß er keine ordentliche Schule durchmachen, die Natur, die Gesetze ihrer Erscheinung durch ein gründliches Studium kennen lernen, oder vollends sich bei geübten Lehrern eine gesunde Technik, jene herrliche Erbschaft, welche Mengs hinterlassen, aneignen konnte. Er ward vielmehr daran gewöhnt, alles aus seiner reichen, aber fast nur durch andere Kunstwerke genährten Phantasie zu holen, und die Natur nur im Fluge zu beobachten, zu belauschen, selten aber direct nachzuahmen. Die Armuth drängte ihm die conventionelle Form in der Kunst eben so mit Gewalt auf, als die Abneigung vor einer Gegenwart, deren Druck beständig so hart auf ihm lastete. War doch der Anblick der Fremdherrschaft in den Rheinlanden, des unaufhörlichen Schicksalswechsels, die sie herbeiführte, der grenzenlose Uebermuth der Franzosen ganz dazu angethan jenen Ernst, die großartige Betrachtung des menschlichen Lebens bei dem jungen Manne wachzurufen, die wir überall wahrnehmen, vor allem aber auch jene tiefe Abneigung gegen alles Fremde und besonders Fränkische, die Tendenz zum Zurückgreifen auf das specifisch Deutsche in der Kunst hervorzubringen. Voll Schwärmerei und Ueberschwänglichkeit treten uns doch die starke Vaterlandsliebe, der glühende Franzosenhaß und das feste Bewußtsein des eigenen hohen Berufes, das große Wollen sofort aus seinen Briefen ... entgegen.“

Peter von Cornelius, Joseph gibt sich seinen Brüdern zu erkennen

Seine oft trockene Herbheit ist noch am ehesten erträglich bei einem Bild wie diesem Fresko, gemalt 1816/17 für den preußischen Generalkonsul in Rom. Harmonische Farbgebung, interessante Gruppierung der fast schon überspannt agierenden Personen, die von einem Architekturrahmen umfaßt werden, der die gedrängte Handlung ins Weite öffnet.

Die ADB sieht dies euphorischer und hier „... die classische Form mit einer so durch und durch deutschen Art des Empfindens [erfüllt], daß sie ebenso wol als echt nationale Kunstwerke bezeichnet werden können, wie es Hermann und Dorothea oder Iphigenie sind. Tritt an ihnen vor allem jenes Bestreben nach scharfer Charakteristik der Gestalten, welches durch alle deutsche Kunst geht, hervor, so berührt um so angenehmer seine innige Vereinigung mit dem herrlichen rythmischen Fluß der Linie, dem reinen und großen Stilgefühl, die der Meister den Cinquecentisten verdankt. – Ferner der tiefe, männliche Ernst, die schöne Wärme besonders in dem das Wiedersehen gebenden Bilde bei Abwesenheit alles leeren Pathos in diesen noch die ganze keusche Gluth und Begeisterung der Jugend zeigenden Erfindungen. – Selbst das Colorit ist unter dem glücklichen Einfluß der classischen Umgebung weit entfernt jene Härte, Kälte und Buntheit zu zeigen, welche den späteren Fresken des Meisters oft so weh thun, es ist vielmehr so bescheiden, harmonisch und ernst, daß man das Ganze als eine Leistung bezeichnen darf, die selbst in der Nachbarschaft von Rafael und Michel Angelo bestehen bleibt. Nicht minder stark ist das Hervortreten einer künstlerischen Eigenschaft, die dem Meister überhaupt in ungewöhnlichem Grade innewohnt, der Deutlichkeit und Verständlichkeit dessen, was er uns zeigen oder erzählen will.“

Wie schon früher erwähnt, waren es seine Prophetengestalten in der Kuppel von St. Nikolai zu Potsdam, die mich auf diesen Maler aufmerksam gemacht hatten. Und diese sind nicht nur fest in meinem inneren Bildersaal verankert, das ist in meinen Augen einfach gültige Kunst (anstelle eines nicht auffindbaren frei verfügbaren Bildes, nur dieser Link zu diesem beeindruckenden Photo).
nachgetragen am 9. 3.

Sonntag, 4. März 2012

Sonntag &

poorly translated

*Harrumph! Da gab es offenkundig eine kleine Schreibblockade, die hoffentlich soeben dahinschmilzt, und ich mag gar nicht hinschauen, was alles unerledigt geblieben ist (wenigstens ein kleiner Nachtrag zu Sparta). Aber um zumindest einen Eckpfeiler dieses Blogs zu behaupten. Das Sonntagsessen: Gut, die Kalbsschnitzel waren sichtlich eher angebrannt, aber das Fleisch war sowieso zäh (klassischer Fehlkauf). Ansonsten: Brokkoli und Blumenkohl zeigten sich erfreulich, und die Putenschnitzel auch (auf einem Bett von Zwiebeln, Boskoop-Äpfeln, Thymian und Oregano geschmort). Auf der Terrasse frieren gerade die frisch geplanzten Stiefmütterchen, vielleicht morgen ein paar Bilder davon.


* Harrumph! Since there was obviously a bit of a writer's block, which will hopefully melt away right now, and I’m not eager at all to look at what’s left undone (at least I wrote a little piece about this terrible Sparta), but to defend a cornerstone of this poor little blog: The Sunday Dinner: Well, it’s clear to see the veal cutlets were more or less burnt, but the meat was “tough” anyway (classic bad buy). Otherwise: broccoli and cauliflower came out great, and even the turkey cutlets (braised on a bed of onions, Boskoop apples, thyme and oregano). On the terrace the fresh planted pansies are freezing tonight, maybe some pictures tomorrow.