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Freitag, 26. Dezember 2025

Frohe Weihnachten


 Frohe und Gesegnete Weihnachten

Jan van Eyck, Kleiner Marienaltar, sog. 'Dresdner Triptychon', Mitteltafel,

von hier


Alma Redemptoris Mater, Gregorian Chant Academy, von hier


Alma Redemptóris Mater, quæ pérvia cæli

Porta manes, et stella maris, succúrre cadénti,

Súrgere qui curat pópulo: tu quæ genuísti,

Natúra miránte, tuum sanctum Genitórem

Virgo prius ac postérius, Gabriélis ab ore

Sumens illud Ave, peccatórum miserére.


Erhabne Mutter des Erlösers,

du allzeit offene Pforte des Himmels

und Stern des Meeres,

komm, hilf deinem Volke,

das sich müht, vom Falle aufzustehn.

Du hast geboren, der Natur zum Staunen,

deinen heiligen Schöpfer.

die du, Jungfrau davor und danach,

aus Gabriels Mund vernahmst das selige Ave,

o erbarme dich der Sünder.

Mittwoch, 25. Dezember 2024

Und wir sahen seine Herrlichkeit – Predigt zum 1. Weihnachtstag

Aachener Evangeliar, ca. 800-20, der Evangelist Johannes rechts, neben ihm sein Sinnbild, der Adler; von hier


Predigt über Joh 1,1-5.9-14

Das Wort ward Fleisch

1 Im Anfang war das Wort, und das Wort war bei Gott, und Gott war das Wort 2Dasselbe war im Anfang bei Gott. 3Alle Dinge sind durch dasselbe gemacht, und ohne dasselbe ist nichts gemacht, was gemacht ist. 4In ihm war das Leben, und das Leben war das Licht der Menschen. 5Und das Licht scheint in der Finsternis, und die Finsternis hat's nicht begriffen. 9Das war das wahrhaftige Licht, welches alle Menschen erleuchtet, die in diese Welt kommen. 10Es war in der Welt, und die Welt ist durch dasselbe gemacht; und die Welt kannte es nicht. 11Er kam in sein Eigentum; und die Seinen nahmen ihn nicht auf. 12Wie viele ihn aber aufnahmen, denen gab er Macht, Kinder Gottes zu werden, die an seinen Namen glauben; 13welche nicht von dem Geblüt noch von dem Willen des Fleisches noch von dem Willen eines Mannes, sondern von Gott geboren sind. 14Und das Wort ward Fleisch und wohnte unter uns, und wir sahen seine Herrlichkeit, eine Herrlichkeit als des eingeborenen Sohnes vom Vater, voller Gnade und Wahrheit. Amen


Liebe Gemeinde,

kaum ein Text des Evangeliums hat eine vergleichbare Wirkung entfaltet. Diese Verse sind eine philosophische Weihnachtsgeschichte. Sie sind zugleich ein Bekenntnis und eine Aufnahme der Schöpfungserzählung. Schöpfung und Erlösung treten hier zueinander. Das eine ist ohne das andere offensichtlich undenkbar und wir erfahren mit dem Weihnachtsfest, warum das so ist.

Die Schöpfung drängt hin auf die Erlösung und erst die Erlösung vollendet die Schöpfung. Das, was im siebten Schöpfungstag bereits anklang, die Ruhe Gottes, wird in der Erlösung manifest.

Daher sind diese heiligen Tage von einer so großen Bedeutung für uns Menschen und für unsere Beziehung zu Gott. Immer wieder wird mit den Worten des Evangelisten gerungen. Am berühmtesten wohl die Interpretation Goethes.

Faust, Im Studierzimmer (aus Faust I):

Geschrieben steht: Im Anfang war das Wort!
Hier stock' ich schon! Wer hilft mir weiter fort?
Ich kann das Wort so hoch unmöglich schätzen,
Ich muss es anders übersetzen,
Wenn ich vom Geiste recht erleuchtet bin.
Geschrieben steht: Im Anfang war der Sinn.
Bedenke wohl die erste Zeile,
Dass deine Feder sich nicht übereile!
Ist es der Sinn, der alles wirkt und schafft?
Es sollte stehn: Im Anfang war die Kraft!
Doch, auch indem ich dieses niederschreibe,
Schon warnt mich was, dass ich dabei nicht bleibe.
Mir hilft der Geist! Auf einmal seh' ich Rat
Und schreibe getrost: Im Anfang war die Tat!

Wort, Sinn, Kraft und Tat sind vielleicht Bedeutungen, die allesamt in dem eingeschlossen sind, wovon hier die Rede ist. Schöpfung und Erlösung – am Anfang war das Wort und das Wort war bei Gott und Gott war das Wort. Im Anfang war alles eins. Dann ist mittels des Schöpfungswortes alles aus Gott hervorgegangen. Das gesamte Universum und alles Leben sind eine Äußerung Gottes.

Gott selbst ist Ursprung und Mitte seiner Schöpfung und er umschließt sie zugleich mit der ungeheuerlichen Dimension seines geistigen Seins. Wir Menschen können davon nur stammeln und formelhaft anbeten, was uns da entgegentritt. Wir Menschen können nur verstummen, wenn wir gewahr werden, dass wir ein Teil dieses Geschehens sind. Denn in ihm, im Wort, war das Leben und das Leben war das Licht der Menschen. Und das Licht scheint in der Finsternis, und die Finsternis hat's nicht begriffen. Das war das wahrhaftige Licht, welches alle Menschen erleuchtet, die in diese Welt kommen. Es war in der Welt, und die Welt ist durch dasselbe gemacht; und die Welt kannte es nicht. Er kam in sein Eigentum; und die Seinen nahmen ihn nicht auf.

Blick auf die Johanneskirche von Ephesus, von der Zitadelle von Selçuk, von hier  

Ruinen der von Kaiser Justinian über dem Grab des Johannes gestifteten Basilika in Ephesus, von hier und hier

Dies markiert den tiefen Bruch, der die Schöpfung durchzieht. Wir Menschen sind von ihm genommen und zeugen doch nicht von ihm. Dabei sind wir in die Schöpfung nur aus diesem einen Grund hineingestellt, nämlich mit unserem Leben sein Licht zu werden. Mache Dich auf und werde Licht! Unser Leben, unsere Lebendigkeit soll in der Schöpfung vom Schöpfer zeugen und als ein Licht in die Finsternis scheinen. Wir tun dies aber nicht.

Die Schöpfung wurde der Erlösung bedürftig. Darum sandte Gott seinen Sohn. Gott wurde Mensch. Er nahm Anteil an seiner bereits gefallenen Schöpfung. Den aller Welt-Kreis nie beschloss, / der liegt in Marien Schoß; Der Schöpfergott steigt in seine Schöpfung herab und wird Mensch.

Das, was durch einen Menschen in die Schöpfung hineingetragen wurde, die Gottesferne, die Entfernung von Gott, kann auch nur durch einen Menschen aufgehoben werden, durch den Menschen Jesus Christus. Mit ihm ist die äußerste Gottesnähe tatsächlich geworden.

Das ist es, was wir heute feiern. Gott hat sich in einer Weise seiner eigenen Schöpfung ausgeliefert, wie das nur Mütter ermessen können, weil sie ein Kind unter dem Herzen trugen. Gott hat sich ganz und gar in den Gehorsam, in die Liebe und in die mütterliche Fürsorge Mariens gestellt. Er war ganz der Erfüllung dessen ausgesetzt, was die selige Jungfrau am Verkündigungstag versprochen hatte: Mir geschehe, wie du gesagt hast. Dort sprach sie dasselbe Wort, das Gott am Beginn der Schöpfung sagte: FIAT, es geschehe – mir geschehe. Schöpfung und Erlösung treten hier geradezu auch wörtlich zueinander.

Der Weg zum Heil ist uns darin wieder geöffnet, dass wir an ihm Anteil nehmen. In der Weihnacht sollen wir unser Herz zur Krippe bereiten, denn er kommt in sein Eigentum. Wie viele ihn aber aufnahmen, denen gab er Macht, Kinder Gottes zu werden, die an seinen Namen glauben; welche nicht von dem Geblüt noch von dem Willen des Fleisches noch von dem Willen eines Mannes, sondern von Gott geboren sind.

Und das Wort ward Fleisch und wohnte unter uns, und wir sahen seine Herrlichkeit, eine Herrlichkeit als des eingeborenen Sohnes vom Vater, voller Gnade und Wahrheit. Darin liegt die einzigartige Tat Gottes, darin werden Kraft und Sinn offenbar. Das Wort ward Fleisch.

Das Wort, das Gott selbst ist, wurde Mensch und hat dieses Menschsein nicht wieder abgelegt. Christus hat das Menschsein durch alle Abgründe des Leidens getragen und es im Tod besiegelt.

Das ist es, was wir in der Weihnacht feiern. Wir, die Geschöpfe des Allmächtigen, werden zu Kindern Gottes, zu Geschwistern des Herrn. Ganz neu soll unser Jubel anheben. Das Dankgebet ist der Sinn unseres Daseins. Darin finden wir Kraft, um ihm zu folgen. Wort und Antwort sollen im steten Wechsel klingen. Gott ruft uns in seinem Sohn und wir antworten mit unserem nun nicht mehr endenden Dank.

Anton Bruckner, Te Deum; WAB 45, Herbert von Karajan, Berliner Philharmoniker, Wiener Singverein, hier gefunden


Die Gemeinschaft der Dankenden wiederum ist die Kirche, die betet:

Dich, Gott, loben wir, dich, Herr, preisen wir.
Dir, dem ewigen Vater, huldigt das Erdenrund.
Dir rufen die Engel alle, dir Himmel und Mächte insgesamt,
die Kerubim dir und die Serafim, mit niemals endender Stimme zu:
Heilig, heilig, heilig der Herr, der Gott der Scharen!
Voll sind Himmel und Erde von deiner hohen Herrlichkeit.

Dich preist der glorreiche Chor der Apostel;
Dich der Propheten lobwürdige Zahl;
dich der Märtyrer leuchtendes Heer;
dich preist über das Erdenrund die heilige Kirche;
dich, den Vater unermessbarer Majestät;
deinen wahren und einzigen Sohn;
und den Heiligen Fürsprecher Geist.
Du König der Herrlichkeit, Christus.
Du bist des Vaters allewiger Sohn.
Du hast der Jungfrau Schoß nicht verschmäht,
bist Mensch geworden, den Menschen zu befreien.
Du hast bezwungen des Todes Stachel und denen,
die glauben, die Reiche der Himmel aufgetan.
Du sitzest zur Rechten Gottes in deines Vaters Herrlichkeit.
Als Richter, so glauben wir, kehrst du einst wieder.
Dich bitten wir denn, komm deinen Dienern zu Hilfe,
die du erlöst mit kostbarem Blut.
In der ewigen Herrlichkeit zähle uns deinen Heiligen zu.

Rette dein Volk, o Herr, und segne dein Erbe;
und führe sie und erhebe sie bis in Ewigkeit.
An jedem Tag benedeien wir dich
und loben in Ewigkeit deinen Namen, ja in der ewigen Ewigkeit.
In Gnaden wollest du, Herr,
an diesem Tag uns ohne Schuld bewahren.
Erbarme dich unser, o Herr, erbarme dich unser.
Lass über uns dein Erbarmen geschehn, wie wir gehofft auf dich.
Auf dich, o Herr, habe ich meine Hoffnung gesetzt.
In Ewigkeit werde ich nicht zuschanden.
Amen

Und der Friede Gottes, welcher höher ist als alle unsere Vernunft, bewahre unsere Herzen und Sinne in Christus Jesus unseren Herrn. Amen

Thomas Roloff

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Herr Roloff zitiert am Ende das Te Deum (deutsch: Dich, Gott, loben wir), eines der ältesten und traditionsschwersten Lob- und Bittgebete der Christenheit.

nachgetragen am 26. Dezember

Dienstag, 24. Dezember 2024

Frohe Weihnachten!

 

Frohe und gesegnete Weihnachten!

 

Donnerstag, 2. Februar 2023

Mariä Lichtmeß &

Pietro Cavallini, Zyklus von Mosaiken zum Marienleben, Santa Maria Trasteverde, Rom, hier die Präsentation Jesu im Tempel, ca. 1291

Ich muß gestehen, es ist mir in diesem Jahr etwas schwergefallen, die Weihnachtsdekoration wegzuräumen, so bescheiden sie war. Sie bestand eigentlich nur aus diversen transparenten Sternen an den Fenstern, einem leuchtenden davor und dem kleinen Aufbau auf dem Tisch, den man nachfolgend noch sehen kann.

Durch äußere Umstände länger in häuslicher Ruhe versunken, stellte sich irgendwann auch eine Gemütsruhe ein, die sich mit den Geschichten, Farben, Formen und dem Licht verband, eine ganz eigentümlich Art von Innenraum. Nicht zu vergessen die Gerüche, wenn man etwa Schnitzel von Falläpfeln, die mir eine Nachbarin im Herbst vorbeigebracht hatte, aus dem Kälteschlaf holte und mit Hilfe von ziemlich viel  Zimt, gemahlenen Nelken und ebensolchem Ingwer in passablen Teigtaschen unterbringen konnte.

Hans Holbein d.Ä., Darstellung des Herrn im Tempel, 1500 / 1501, von hier

Doch mit Mariä Lichtmeß ist das Weihnachtskapitel definitiv abgeschlossen. Herr Roloff hat schon vor 12 Jahren dazu einen sehr schönen Text geschrieben, den ich noch einmal in Erinnerung rufen will (so man diesem Verweis folgen will) und der u.a. dies dort erklärt:

"Vierzig Tage sind am 2. Februar seit dem Weihnachtsfest und der Geburt Jesu vergangen. Vierzig Tage galt eine Frau nach der Geburt eines Jungen als kultisch unrein. Erst wenn diese Frist verstrichen war, konnte das neugeborene Kind zum Tempel gebracht und dem Priester gezeigt werden, wie es das mosaische Gesetz vorschrieb. Darum endet auch erst an diesem Tag die Weihnachtszeit."

nachgetragen am 6. Februar

Samstag, 24. Dezember 2022

Frohe & Gesegnete Weihnachten

 

Diese beiden Seiten sind aus einem Kinderbuch aus der letzten Kaiserzeit (das ich hier einmal etwas länger vorgestellt hatte).

Dieser Beitrag ist keine Täuscherei, gewissermaßen aber ein Nachtrag. Das Weihnachtsfest liegt tatsächlich hinter uns, aber die Weihnachtszeit dauert mindestens bis Epiphanias (die Hl. Drei Könige warten also noch auf uns), so wollen wir einigen zeitlosen Weihnachtsgedanken nachfolgen.

Mahalia Jackson hat mit ihrer Interpretation (Silent Night) von „Stille Nacht, Heilige Nacht“ die Essenz des Ereignisses völlig gültig vorgetragen, wie folgend zu hören ist.


Wir kommen zu etwas Merkwürdigem: „Do You Hear What I Hear?“, vorgetragen von Bing Crosby. Der Text hat etwas von einer neu-protestantischen Predigt. Ein König bekehrt sich und erklärt, ein  Kind werde "Güte und Licht bringen". Aber warum und welche Geschichte ist gemeint (das Evangelium ist hier deutlich ernster) und welches Kind? Dieser Artikel wird die nicht auflösbare Konfusion  nicht klären, aber weiter ausführen. Und es ist ein sehr eingängiges Stück.


Über den Stammbaum Jesu

Der Hl. Vater hat vor 10 Jahren ein schmales Buch über die Geburtsgeschichten Jesu vorgelegt. Ich hatte hier versucht, es vorzustellen.

Zum Stammbaum Jesu sagt er: Maria sei der neue Anfang. Ihr Kind stamme von keinem Mann, sondern sei Neuschöpfung durch den Heiligen Geist. 

„Josef ist der rechtliche Vater Jesu“, durch ihn gehört er rechtmäßig zur Sippe Davids, der Stammbaum ist nicht belanglos, aber zum anderen komme er von Gott her. „Das Geheimnis des Woher, des doppelten Ursprungs begegnet uns ganz konkret: Seine Herkunft ist zu benennen, und dennoch ist sie Geheimnis.“ Der Stammbaum der Männer habe sein geschichtliches Gewicht. „Und dennoch ist es am Ende Maria, die demütige Jungfrau aus Nazareth, in der ein neuer Anfang geschieht, das Menschsein neu beginnt.“

Um es nüchterner zu sagen: Gott ist kein Ehebrecher (sollte er selbst gegen die von ihm erlassenen Gebote verstoßen), er handelt nicht nach der Art antiker Götter mit ihren Amouren (etwa wie bei der Dame Leda mit Zeus als Schwan, inwiefern wäre dann Christi Inkarnation sonst ein derart herausgehobenes Ereignis und nicht vielmehr einfach die Variation eines bekannten mythologischen Musters), sondern Gott hat seine Sohnschaft Jesu in diese Ehe hinein gestiftet. Darum haben die Evangelisten auch kein Problem mit der Angabe von Jesu Davidischem Stammbaum und schon Johannes der Täufer sagt (in Matthäus Kap. 3 V. 9): „Denket nur nicht, daß ihr bei euch wollt sagen: Wir haben Abraham zum Vater. Ich sage euch: Gott vermag dem Abraham aus diesen Steinen Kinder zu erwecken.“

Warum ist das wichtig. Zurück zum Hl. Vater: „Wer an Jesus glaubt, tritt durch den Glauben in Jesu eigenen und neuen Ursprung hinein, empfängt diesen Ursprung als den seinigen.“ „So wie die Stammbäume am Ende abbrechen , weil Jesus nicht von Josef gezeugt wurde, sondern ganz wirklich durch den Heiligen Geist aus der Jungfrau Maria geboren worden ist, so gilt nun auch für uns: Unser wahrer ‚Stammbaum‘ ist der Glaube an Jesus, der uns eine neue Herkunft schenkt, uns ‚aus Gott‘ gebiert.“

Wie wir hören müssen, liegt der Hl. Vater Benedikt XVI., vormals Joseph Kardinal Ratzinger im Sterben. Er war seit langem verstummt. 

Beten wir für seinen gesegneten Heimgang zur Quelle der Herrlichkeit und dafür, daß uns Gott den Beistand Seines Geistes erhalten und die vor uns liegende Zeit gesegnet sein möge.

The Lamb, Sir John Tavener

Little Lamb, who made thee?
Dost thou know who made thee?
Gave thee life, and bid thee feed
By the stream and o'er the mead;
Gave thee clothing of delight,
Softest clothing, woolly, bright;
Gave thee such a tender voice, 
Making all the vales rejoice?
Little Lamb, who made thee?

Dost thou know who made thee?
Little Lamb, I'll tell thee,
Little Lamb, I'll tell thee:
He is called by thy name,
For he calls himself a Lamb.
He is meek, and he is mild,
He became a little child.
I, a child, and thou a lamb,
We are called by his name.
Little Lamb, God bless thee!
Little Lamb, God bless thee!

nachgetragen am 30. Dezember

Donnerstag, 6. Januar 2022

Wie die drei Magier aus dem Morgenlande heilig wurden

 

Dreikönigenschrein, Kölner Dom, hier gefunden

Wenn jemand nur beharrlich und lange genug wartet, wird er mitunter darüber sogar heilig. So geschah es den drei Königen aus dem Morgenland, von denen das Evangelium zunächst nur weiß, sie seien Magier gewesen, die einem Stern gefolgt wären, der sie schließlich in einen Stall geführt hätte. In den Stall, von dem die Rettung der Welt ausging.

Sie kehrten in ihre Heimat zurück und warteten dort und wurden darüber alt. Dann aber kam der Apostel Thomas, bekannt als der ungläubige Apostel. Den hatte es nach Indien verschlagen (wo er auch sein Martyrium fand, nämlich bei hundeköpfigen Menschen). Das wiederum wissen wir aus anderen Quellen.

Über eine solche schrieb Goethe 1819 enthusiastisch: „Mag es sein, daß die Überraschung dieses Fundes mich dafür einnimmt; Geschichte, Überlieferung, Mögliches, Unwahrscheinliches, Fabelhaftes mit Natürlichem, Wahrscheinlichem, Wirklichem bis zur letzten und individuellsten Schilderung zusammengeschmolzen, entwaffnet wie ein Märchen alle Kritik. Genug, ich meine nicht, dass irgend etwas Anmuthigeres und Zierlicheres dieser Art mir in die Hände gekommen wäre. ... Ich wüßte kein Volksbuch, neben dem dieses Büchlein nicht stehen könnte.“ 

Peter Paul Rubens: Anbetung der Magier, zwischen 1628 und 1629, hier gefunden

„Drei ernste Könige mit Gefolg’ und Schätzen nach Belieben, herrliche Mutter und Kind mit ärmlicher Umgebung, fromme tüchtige Ritter, elftausend hübsche Mädchen – das ist doch ein Element, worin der Künstler sich ergehen und fromm mit den Fröhlichen sein kann.“ 

Er war auf die Dreikönigslegende gestoßen - „Historia Trium Regum“ des Johannes von Hildesheim von 1364, geschrieben zum 200. Gedenktag der Überführung der Gebeine der Heiligen Drei Könige nach Köln. 

Giovanni Battista Cima, St. Helena v. Konstantinopel, 1495 

Johannes von Hildesheim ist es, der uns berichtet, die Könige seien eben nicht nur zurück nach Hause gezogen, sondern der Apostel Thomas habe sie nach ihrem langem Warten getauft und zu Erzbischöfen geweiht.  Ihre Reliquien werden nach Jerusalem gebracht, wo die Kaisermutter Helena sie später wiederfindet und nach Konstantinopel verbringt, von wo sie noch später nach Mailand gelangen.

Heilige Helena über dem rechten Portal der Nordfassade der Moskauer Christ-Erlöser-Kathedrale, hier gefunden

Übrigens, daß es 3 Magier gewesen sein müssen, darauf stieß der Kirchenvater Origenes (†253), er schloß es aus der Dreizahl der Geschenke. Und Tertullian († (nach) 220) war sich unter Ansehung von Psalm 72,10 und Jes. 60,3 sicher, daß es Könige waren.

Anschließend bringe ich einen Auszug aus der Legende, der das obige ausführlich schildert. Wo Auslassungen angedeutet sind, darf man davon ausgehen, daß Bekehrungen, Heilungen und Austreibungen weggelassen wurden. Einmal wird nämlich wieder und wieder geschrieben, daß sie geschahen und dann noch, daß jemand davon hörte etc. etc., es hat etwas von einem Kehrreim und wird auf die Dauer doch zu monothematisch.

Aber ein anderes fand ich an der Legende noch bemerkenswert: Nicht nur die heiligmäßige Geduld der Könige, sondern auch, daß sie zunächst ja verehrten, von dem sie gar nicht genau wußten, was es war, sondern nur auf Grund ihres Berührt-Seins hatten sie die Gewißheit von etwas Außerordentlichem. Und so wurde ihre Geduld mit der Deutung des Zeichens gekrönt.

Church of the Good Shepherd (Rosemont, Pennsylvania), ca. 1896, hier gefunden

Es folgt der Text:   

"Da Sankt Thomas in Indien das Evangelium des Herrn treulich verkündigt hatte, und alle Lande und Inseln umwandert, und die bösen Geister mit dem Zeichen des heiligen Kreutzes vertrieben, und mancherhand Seuchen und Krankheiten geheilt, und Gott durch ihn daselbst viel Wunder gewirket, und viel Volks zu dem rechten Glauben bekehrt, wie er nun in allen Tempeln der Abgötter den Stern fand, mit dem Kindlein und dem Zeichen des heiligen Kreutzes, so wie es die drei Könige in allen ihren Landen und Reichen und Tempeln hatten machen lassen, als sie aus Bethlehem zurückgekehret waren: - Da fragte Thomas, und lernete von den Priestern der Tempel und der Abgötter, wie es wäre um den Stern. 

Sant'Apollinare Nuovo, Ravenna, die drei Weisen, etwa 526 n. Chr., hier gefunden

Die sprachen, daß vor langen Zeiten ein solcher Stern mit diesen Zeichen auf dem Berge Vaus wäre gesehen worden, anzudeuten, daß der König der Juden geboren sey, wie denn eine Stimme davon aus dem Stern selbst gehört worden; und deßwegen seyen die drei Könige gewandert, und hätten das neugeborne Kind gesucht, es anzubeten, und ihm zu opfern; und seyen wunderbarer Weise in dreizehn Tagen ohne einige Fährlichkeit nach Bethlehem gekommen, aber mit vieler Arbeit binnen zweier Jahre in ihre Lande und Reiche zurückgekehrt. Und alles, was diesen drei Königen widerfahren war, und was sie gesehen, und gehört, und gethan, das verkündigten Alles dem Apostel Thomas diese Priester.

Sant'Apollinare Nuovo, Ravenna, die drei Weisen, hier gefunden

Als alles dieses Thomas hatte gehört, da ward er sehr erfreuet, und ward mehr erfüllt mit dem heiligen Geiste; hub an und predigte den Priestern der Abgötter, und den Heiden, mit brennendem Herzen unsers Herrn Jesu Christi Kindheit, und Gottheit, und Menschheit, und Marter, und Auferstehung, wie er sie, ungläubig mit den Händen gegriffen und also erfahren. Das alles verkündigte und predigte er ihnen getreulich. Und mit der Gnade des heiligen Geistes thät er viele Zeichen und bekehrte diese Priester der Abgötter und viel Volks durch Wunder und Lehre zum Glauben, und taufte sie, und deutete ihnen das Zeichen des heiligen Kreutzes und des Sternes, und des Kindes, das ihre Könige gesucht hatten, und es mit Opfern angebetet…

Aber aller Lande Völker, durch welche Thomas durchzog, als sie seinen Leumund vernommen, strömten sie herbei, und brachten zu ihm allerlei Kranke und gebrechliche Leute, und die von bösen Geistern besessen waren; und was sie auch für Seuche hatten, die machte er alle gesund in dem Namen des Kindes und mit dem Zeichen des heiligen Kreutzes; und bekehrte sie zu dem Glauben, und taufte sie. Und dieselben, die also geheilt und getauft wurden von Sankt Thomas, die thaten auch Zeichen in den Landen, da Thomas nicht hinkommen konnte, und machten da andere Leute gesund von mancherhand Seuchen und Krankheiten.

El Greco  (Domenikos Theotokópoulos), der hl. Apostel Thomas, zwischen 1610 – 1614, hier gefunden

… da kam er [St. Thomas] endlich auf Gottes Wink in die wahren Reiche der drei Könige, die dem Herrn Jesu in seiner Kindheit die Opfer dargebracht. Und er fand diese Könige noch im Leibe lebend und gesund; aber sie waren zumal alt und hinfällig, und hatten geharret nach Art des gerechten Simeon. Denn Gott hatte ihnen im Geiste kund gethan, daß sie nicht sterben sollten, sie wären denn vorher durch die heilige Taufe und den Geist wiedergeboren, und würden vollkommener unterweiset von dem Kinde Jesu, das sie gesucht hatten, und ihm ihre Opfer dargebracht und es angebetet.

Als nun diese drei Könige von allen Leuten höreten, daß in ihre Lande und Reiche ein Mensch kommen wäre, der heiße Thomas, der predigte offenbarlich das Kind, das sie gesucht und angebetet hatten über langen Jahren… da machten sich diese drei Könige – obwohl sie alt und hinfällig waren – mit einemmal fertig zur Reise samt allen Königen, Fürsten und Edeln, die in ihrem Lande waren, und mit allem Volk ihrer Reiche, und kamen zu dem heiligen Thomas. Die empfieng Sankt Thomas mit großer Freude, belehrte und unterweisete sie in allen Dingen, die Jesus in seiner Kindheit, Gottheit und Menschheit hatte gethan und gelehrt, und zeigte ihnen seine Marter und seine Auferstehung (wie er, ungläubig, sie mit seinen Fingern begriffen hätte) aus den heiligen Schriften und Propheten, und belehrte sie vollkommen. 

Caravaggio: Der ungläubige Thomas, ca. 1601-1602, hier gefunden

Und so hat er die drei Könige mit all ihrem Volke durch die Gnade des heiligen Geistes getauft; da wurden die Könige mit dem Feuer des heiligen Geistes erfüllt, und kamen dem Apostel in der Predigt des göttlichen Wortes zu Hülfe, und verkündigten allen Völkern, Stämmen und Zungen, die da zusammengekommen und zugegen waren, vom Anfang bis ans Ende Alles, was sie gesehen und gehört hatten, und ihnen widerfahren war, als sie Jesum in seiner Kindheit zu Bethlehem mit ihren Opfern gesucht und angebetet. Das alles setzten sie demüthiglich und getreulich auseinander, und predigten es offenbar. Und Alles, was die Könige predigten und verkündigten, das bestätigte und erläuterte Thomas aus der heiligen Schrift. Und umgekehrt, Alles, was Thomas, von der Marter, Auferstehung und Himmelfahrt des Herrn, den Völkern verkündigte, das haben die drei Könige mit seiner heiligen Kindheit bestätigt, die sie mit ihren eigenen Augen geschauet hatten.

James Tissot: Die Magier unterwegs, zw. 1886 – 1894, hier gefunden

Da fuhren die ruhmwürdigenKönige mit dem seeligen Thomas, und mit all ihrem Volke und Geleite auf den Berg Vaus; und die Capelle auf diesem Berge, mit dem Stern, mit dem Zeichen des Kreutzes, die zur Ehre des Kindes gebaut war, dessen Stern über dem Berge erschienen, die weihete Thomas selber ein, und begann von neuem allem Volke nach der Ordnung zu predigen, wie dieses Kind mit dem Zeichen des heiligen Kreutzes, wie es sich in dem Sterne geoffenbart hatte, für das Heil der Menschen sich williglich ans Kreutz ließ hängen: und es ward eine große Freude unter dem Volk; also daß die Menschen beiderlei Geschlechts, Junge und Erwachsene, die da nicht waren in dem Geleite der Könige, von den fernsten Landen auf diesen Berg Vaus und zu der Kapelle in großer Frömmigkeit zusammen kamen; und aus solcher Innigkeit bauten die drei Könige an dem Fuße des Berges Vaus eine sehr große und edle Stadt, und statteten sie mit vielem Reichthum aus, und nannten die Stadt Skulla, die noch die reichste und größte Stadt in allen Landen Indiens ist, bis auf den gegenwärtigen Tag. Und in dieser Stadt ist die Wohnung des Priester Johannes, der nun Herr ist über Indien, und Thomae Patriarchen von Indien.

Als nun Thomas in allen Landen alles Volk zum Herrn bekehrt und getauft hatte, da weihte er auch diese drei ruhmwürdigen Könige zu Erzbischöfen; und als sie zu Erzbischöfen geweihet waren, lasen sie andre Bischöffe und Aelteste von allem Volke aus, und verordneten sie; und weihten alle Tempel der Abgötter zur Ehre Gottes und seiner Mutter Maria. Und allen diesen, und andern Dienern schenkten sie reichlich Güter und Besitzungen. 

Sankt Thomas aber lehrte die drei Könige, und die Erzbischöfe und andre Bischöfe, und Aelteste die Ordnung der Messe, und die Worte, die Christus bei dem Abendmahle sprach, als er seinen Leib und sein Blut weihete, und das Gebet des Herrn; und in allem diesem unterrichtete er sie treulich: namentlich, wie man sollte taufen; und mahnte sie, daß sie ja nicht auf irgend eine Weise vergäßen der heiligen Taufe. 

Dieses gebot Sankt Thomas allem Volke, das da zu Gottes Dienste bekehrt und getauft war; und nachdem er sie alle Dinge gelehrt, und Alles, was zum Dienste des wahren Gottes gehört, wohl verordnet hatte, da machte er sich auf zu dem obersten Indien, um den christlichen Glauben zu predigen, und den Samen des heiligen Evangeliums zu säen. Und allda hat er viel Volks bekehrt, und viele Wunder gewirket; da empfieng er die Krone der heiligen Märtyrer, und hat sein Leben löblich geendet, wie in seiner Passion geschrieben stehet.

Und alles Volk, Frauen und Männer, in dem Lande da Sankt Thomas ward gemartert, haben Häupter wie Hunde, nur daß sie nicht rauch sind, bis auf den gegenwärtigen Tag. Denn in einem jeglichen Lande und jeglicher Insel in Indien, sind in allwege sonderliche Leute, auch seltsame Kräuter und Thiere, und viele Wunder, davon zu sprechen allzu lange wäre.“

Basilika St. Thomas in Chennai-Mylapore über dem ursprünglichen Grab des Apostels, hier gefunden

nachgetragen am 29. Januar

Freitag, 24. Dezember 2021

Frohe und Gesegnete Weihnachten!

Johann Sebastian Bach, Weihnachts-Oratorium, BWV 248; Karl Richter mit dem Münchener Bach-Orchester & dem Münchener Bach-Chor; hier gefunden

Text: BWV 248 I, II, III, IV, V, VI


Jauchzet, frohlocket! Auf, preiset die Tage,

Rühmet, was heute der Höchste getan!

Lasset das Zagen, verbannet die Klage,

Stimmet voll Jauchzen und Fröhlichkeit an!


Sonntag, 19. Dezember 2021

Zum 4. Advent

Nikolaus Harnoncourt mit dem Arnold Schoenberg Chor und dem Concentus Musicus Wien, hier gefunden 



Johann Sebastian Bach

„Herz und Mund und Tat und Leben“

Kantate in 2 Teilen, BWV 147

vom 2. Juli 1723 zum Fest Mariae Heimsuchung


Erster Teil

   

1. Satz: Herz und Mund und Tat und Leben (Chor)


Herz und Mund und Tat und Leben

Muß von Christo Zeugnis geben

Ohne Furcht und Heuchelei,

Daß er Gott und Heiland sei.

   

2. Satz: Gebenedeiter Mund! (Rezitativ, Tenor)


Gebenedeiter Mund!

Maria macht ihr Innerstes der Seelen

Durch Dank und Rühmen kund;

Sie fänget bei sich an,

Des Heilands Wunder zu erzählen,

Was er an ihr als seiner Magd getan.

O menschliches Geschlecht,

Des Satans und der Sünden Knecht,

Du bist befreit

Durch Christi tröstendes Erscheinen

Von dieser Last und Dienstbarkeit!

Jedoch dein Mund und dein verstockt Gemüte

Verschweigt, verleugnet solche Güte;

Doch wisse, dass dich nach der Schrift

Ein allzuscharfes Urteil trifft!

   

3. Satz: Schäme dich, o Seele, nicht. (Arie, Alt)


Schäme dich, o Seele, nicht,

Deinen Heiland zu bekennen,

Soll er dich die seine nennen

Vor des Vaters Angesicht!

Doch wer ihn auf dieser Erden

Zu verleugnen sich nicht scheut,

Soll von ihm verleugnet werden,

Wenn er kommt zur Herrlichkeit.

   

4. Satz: Verstockung kann Gewaltige verblenden. (Rezitativ, Baß)


Verstockung kann Gewaltige verblenden,

Bis sie des Höchsten Arm vom Stuhle stößt;

Doch dieser Arm erhebt,

Obschon vor ihm der Erde Kreis erbebt,

Hingegen die Elenden,

So er erlöst.

O hochbeglückte Christen,

Auf, machet euch bereit,

Itzt ist die angenehme Zeit,

Itzt ist der Tag des Heils: der Heiland heißt

Euch Leib und Geist

Mit Glaubensgaben rüsten,

Auf, ruft zu ihm in brünstigem Verlangen,

Um ihn im Glauben zu empfangen!

   

5. Satz: Bereite dir, Jesu, noch itzo die Bahn. (Arie, Sopran)


Bereite dir, Jesu, noch itzo die Bahn,

Mein Heiland, erwähle

Die gläubende Seele

Und siehe mit Augen der Gnade mich an!

   

6. Satz: Wohl mir, daß ich Jesum habe. (Choral, Chor)


Wohl mir, daß ich Jesum habe,

O wie feste halt ich ihn,

Daß er mir mein Herze labe,

Wenn ich krank und traurig bin.

Jesum hab ich, der mich liebet

Und sich mir zu eigen gibet;

Ach drum laß ich Jesum nicht,

Wenn mir gleich mein Herze bricht.

 


 

Zweiter Teil

   

7. Satz: Hilf, Jesu, hilf, daß ich auch dich bekenne. (Arie, Tenor)


Hilf, Jesu, hilf, daß ich auch dich bekenne

In Wohl und Weh, in Freud und Leid,

Daß ich dich meinen Heiland nenne

Im Glauben und Gelassenheit,

Daß stets mein Herz von deiner Liebe brenne.

   

8. Satz: Der höchsten Allmacht Wunderhand. (Rezitativ, Alt)


Der höchsten Allmacht Wunderhand

Wirkt im Verborgenen der Erden.

Johannes muß mit Geist erfüllet werden,

Ihn zieht der Liebe Band

Bereits in seiner Mutter Leibe,

Daß er den Heiland kennt,

Ob er ihn gleich noch nicht

Mit seinem Munde nennt,

Er wird bewegt, er hüpft und springet,

Indem Elisabeth das Wunderwerk ausspricht,

Indem Mariae Mund der Lippen Opfer bringet.

Wenn ihr, o Gläubige, des Fleisches Schwachheit merkt

Wenn euer Herz in Liebe brennet,

Und doch der Mund den Heiland nicht bekennet,

Gott ist es, der euch kräftig stärkt,

Er will in euch des Geistes Kraft erregen,

Ja Dank und Preis auf eure Zunge legen.

   

9. Satz: Ich will von Jesu Wundern singen. (Arie, Bass)


Ich will von Jesu Wundern singen

Und ihm der Lippen Opfer bringen,

Er wird nach seiner Liebe Bund

Das schwache Fleisch, den irdischen Mund

Durch heilges Feuer kräftig zwingen.

   

10. Satz: Jesus bleibet meine Freude. (Choral, Chor)


Jesus bleibet meine Freude,

Meines Herzens Trost und Saft,

Jesus wehret allem Leide,

Er ist meines Lebens Kraft,

Meiner Augen Lust und Sonne,

Meiner Seele Schatz und Wonne;

Darum lass ich Jesum nicht

Aus dem Herzen und Gesicht.




Donnerstag, 24. Dezember 2020

Gesegnete Weihnachten!

 



Machet die Tore weit und die Türen in der Welt hoch, daß der König der Ehren einziehe!
Psalm 24.7

Heinrich Schütz, "Machet die Tore weit", 
Dresdner Kreuzchor unter Rudolf Mauersberger, 1965, hier gefunden

Heinrich Grimm, "Machet die Tore weit", 
Instrumenta Musica, hier gefunden



Gesegnete Weihnachten!

Möge der Friede Gottes uns alle bewahren.

Der Engel des HErrn lagert sich um die her, so ihn fürchten, und hilft ihnen heraus. 

Psalm 34.8

Mittwoch, 25. Dezember 2019

Predigt zum Hl. Abend in Zepelin

Matthäus Merian, Bütsow, 1653

Herr Roloff, der an diesem Ort hinreichend eingeführt ist, hat gestern in seiner Kindheits- und Jugendregion einen Gottesdienst zum Hl. Abend gehalten; in Zepelin bei Bützow. Die wollte ich gern noch mitteilen.

Daher der Kupferstich von 1653. Abgesehen von der fehlenden Wehrmauer, wie sagen wir es höflich, ist dort vieles heute noch so wieder zu erkennen. Was ja aber durchaus auch etwas Tröstliches hat. Das etwas wäre das Schloß (oben ganz links).

Schloß Bützow in Bützow

Allerdings den Ort einer Topographia Saxoniae Inferioris zuzuschlagen, sprich, dem niederen Sachsen!? Nun, zuerst denkt man natürlich, von der Kaiserstadt Frankfurt aus wäre alles nördlich unter diese Rubrik gefallen. Tatsächlich ist aber der niedersächsische Reichskreis gemeint, die gab es seit der Reichsreform Kaiser Maximilians I.

Zepelin ist ein Dorf von wenigen hundert Einwohnern. Aber wer bei dem Namen stutzig geworden ist, hat damit recht.

"Graf Zeppelin" über der Siegessäule, Oktober 1928

Ferdinand Graf von Zeppelin, der Erschaffer der gleichnamigen Zeppeline stammt zwar nicht von dort, doch die Familie hat hier ihren Ursprung. Jedoch muß man dann schon ins 13. Jahrhundert zurück. Damit will ich meine einführenden Belanglosigkeiten auch schließen, und wir kommen zur ernsthafteren -


Predigt am Hl. Abend 

über Jesaja 9, 1-11

Die Gnade und der Frieden des Kindes in der Krippe seien mit Euch allen!

Liebe Gemeinde,

eine der messianischen Weissagungen, die wir vorhin gehört haben, soll im Zentrum dieser Predigt stehen. Jesaja hat uns das Wort überliefert, und seit der Geburt Christi wissen wir, dass sich in ihm eine Ahnung auf den Erlöser der Welt ausgesprochen hat: „Das Volk, das im Finstern wandelt, sieht ein großes Licht, und über denen die da wohnen im finstern Lande, scheint es hell.“

    1. Drei mögliche Deutungen treten hier bereits zueinander und lassen uns die Größe der Verheißung erahnen. Es wird das Volk, und mit ihm auch wir, als verirrte Gemeinschaft begriffen, die vom Untergang bedroht ist und keinen Ausweg mehr findet. Das aufgegangene Licht weist ihm aber nun einen neuen Weg. Es lässt wieder Hoffnung werden, wenn man dem Licht jetzt nur treu folgt. Wem fielen in diesem Zusammenhang nicht die Geschichten vom durch die Wüsten des Sinai irrenden Israel ein, und wem käme nicht der Stern von Bethlehem in den Sinn?

    2. Noch dramatischer wird die Verheißung in ihrem zweiten Teil: „Über denen, die da wohnen im finstern Lande, scheint es hell.“ Das finstere Land, das Schattenland, bezeichnet nichts anderes als das tiefe Tal des Todes. Hier bei Jesaja keimt im Glauben erstmals eine Hoffnung darauf auf, dass unser Leben mit dem Tod nicht besiegt ist. Dem Tode wird seine Endgültigkeit abgesprochen, und er wird zu einem Warten auf das neue Licht, das die Kraft hat, sogar in das Totenreich zu scheinen. Darum ruft die Kirche ihren Toten nach: Herr, lasse sie ruhen im Frieden, und das ewige Licht leuchte ihnen.

3. Die dritte Deutung hängt allein an dem Worte „groß“. Es ist nicht irgendein Licht, es ist das große Licht, das da aufgeht über unserer Welt, und uns wird die Gnade zuteil, es zu sehen. Das Volk, das dem Tode verfallen ist, das doch nichts als den Tod zu erwarten hätte, dieses Volk sieht nun ein großes Licht. Das Volk sieht das aufgegangene Licht, es ist nicht selbst das Licht. Das Volk erhofft und erwartet die Erlösung, es vollbringt sie aber nicht aus eigener Kraft. Das Volk schaut und empfängt, ganz ohne selbst etwas geben zu können.

Kirche in Zepelin, hier gefunden

Liebe Gemeinde,

es gehört zum zauberhaften Charakter dieses Festes, dass es uns zu Beschenkten macht. Die Redner auf den Kanzeln haben es sich vielerorts zur Gewohnheit werden lassen, den Konsumrausch dieser Tage zu geißeln. In der Tat liegt eine Gefahr darin, sich selbst zu sehr in der Rolle des Schenkenden zu gefallen. Dort aber, wo Ihr alle in dieser Nacht zu Beschenkten werdet und Euch daran erinnern lasst, dass alles, was wir uns geben können, ein Abglanz dessen ist, was uns als Menschen an diesem Heiligen Abend geworden ist, da ergeht Euch ruhig in grenzenloser Freude. „Du weckst lauten Jubel, du machst groß die Freude.“ Es soll überschwänglich zugehen, als würde man Beute austeilen, denn so beschreibt es auch Jesaja.

Wir sind Wesen, die in dieser Nacht alles empfangen werden, was uns wirklich notwendig ist. Wir empfangen, was die Not abwendet. Aber wir wenden sie nicht selbst ab. Wir werden erlöst, aber wir erlösen uns nicht selbst. Wir werden gerettet, aber wir retten uns nicht selbst.

Das ist die Auseinandersetzung, die von Weihnachten, vom Geburtsfest Jesu, her zu allen Zeiten geführt wurde. Glaubt nicht den Vielen, die in allen Zeiten behauptet haben, nur sie könnten die Welt, und die Menschheit retten. In irgendeiner Form sind sie am Ende alle gescheitert, nachdem sie eine kleine Zeit ihre im Rückblick immer eher peinlichen ideologischen Diktaturen aufrechterhalten konnten. Ist Ihnen einmal aufgefallen, wie grotesk und geradezu lächerlich die Herrschaft der Weltenretter nach wenigen Jahren meistens gewirkt hat? Oft gilt das, beklemmender Weise, sogar dann, wenn sie durch unvorstellbare Schrecken überschattet ist.

Wie wird man aber in dieser Hinsicht auf unsere Zeit blicken?

„Ich bin davon überzeugt, dass das Wohlergehen der Menschheit heutzutage nicht vom Staat und der Welt der Politik abhängt; der wirkliche Kampf wird in der Welt des Denkens ausgefochten, wo mit großer Zähigkeit eine todbringende Attacke gegen den größten Schatz der Menschheit geführt wird, den Glauben an Gott und das Evangelium Christi.“

Diese Sätze eines der bedeutendsten englischen Staatsmänner des 19. Jahrhundert gelten ganz offensichtlich unvermindert fort.

Warum ist es so entscheidend für den Menschen, dass er an Gott glaubt?


Es ist darum so entscheidend, weil nur dieser Glaube dem Menschen sein Menschsein bewahrt. Gibt der Mensch den Glauben auf, dann muss er sich notwendiger Weise selbst zum Gott machen, um in der Welt bestehen zu können. Er bleibt dann nicht mehr ein Teil von Gottes guter Schöpfung, sondern stellt sich ihr selbstmächtig gegenüber und behauptet von seinem Handeln im Guten wie im Bösen hinge nun alles ab. Zunächst will er dann natürlich immer ausschließlich das reine Gute. Dieser Mensch muss an den Fortschritt glauben, um den Menschen zu versichern, dass sie das Universum verändern können und es schaffen werden, es nach Maßgabe ihrer Vorstellungen zu gestalten. Dieses wird ihm dann aber immer schnell, weil es nur noch seinen eigenen Maßstäben unterworfen ist, zum Grauen.

Wir haben es doch alle im eigenen Leben erfahren, es mit eigenen Augen gesehen. Menschen wollten selbst das Paradies aufrichten und bereiteten einander die Hölle, aus der sie sich dann wiederum selbst zu befreien suchen. Eine Vorstellung von der Selbsterlösung wird in immer rascherer Folge von der nur noch leicht variierten nächsten abgelöst. Das Ende ist immer Zerstörung.

Der ernste Glaube an Gott kann vor diesem Wahn bewahren. Der glaubende Mensch ist immer daran gehindert, in sich selbst die letzte Instanz und das verbindliche Maß zu sehen. Der glaubende Mensch weiß sich immer als ein Gebundener, der gerade darin vor Gott Freiheit findet.

Und warum glauben wir als Christen nun an den Mensch gewordenen Gott?

Diese Frage zielt auf das eigentliche und tiefste Geheimnis der Weihnacht. Es offenbart sich in diesem Geschehen ein Gott, dessen Name schon in frühester Zeit etwas angedeutet hat von seinem Wesen: „Ich bin, der ich sein werde“. So sprach Gott am Dornbusch schon zu Moses, dem großen Glaubenszeugen. Hier wird etwas von dem enthüllt, was das Sein selbst ausmacht. Das Sein ist nicht ein abgeschlossenes oder gar verschlossenes Faktum, sondern es ist ein suchendes Sein, das auch im „noch nicht sein“ besteht. Vielleicht ist hier aber auch bereits die unvorstellbare Tatsache angedeutet, dass Gott vor aller Zeit beschlossen hatte, dem Menschen, seinem Geschöpf, in der Weise zu begegnen, dass er selbst in seinem Sohn Mensch würde.  Er schenkt sich als Mensch dem Menschen. Wir dürfen ihm begegnen, und gerade darin wird uns die Rettung zuteil, die wir selbst eben nicht vollbringen können.

Das alles dürfen wir glauben, weil es den Vätern offenbart wurde und von der Kirche bewahrt worden ist. Dieser Glaube an den Mensch gewordenen Gott kann den glaubenden Menschen vom Grunde her verwandeln. Er ist nicht mehr darauf angewiesen atemlos einen scheinbaren Fortschritt herbeizuführen und zu propagieren, sondern er sichert sich den Fortbestand seiner Gemeinschaft mit Gott. Das Verhalten so verschiedener Menschen lässt sich nun vergleichen dem einen, der ein Guthaben hemmungslos ausbeutet, nur um sich selbst täglich neu zu beweisen, dass er lebt, und dem anderen, der eine Kostbarkeit wie ein Heiligtum bewahrt und sie weitergibt an die Generationen, die noch kommen werden. Die Gemeinschaft mit Gott ist der große Schatz, aus dem heraus wir leben.

So lasst euch denn verkünden: „Uns ist ein Kind geboren, ein Sohn ist uns gegeben, und die Herrschaft ruht auf seiner Schulter; und er heißt Wunderbar-Rat, Gott-Held, Ewig-Vater, Friede-Fürst; auf dass seine Herrschaft groß werde und des Friedens kein Ende auf dem Thron Davids und in seinem Königreich, dass er´s stärke und schütze durch Recht und Gerechtigkeit von nun an bis in Ewigkeit. Solches wird tun der Eifer des Herrn Zebaoth.“

Nehmt das Kind in Euer Leben auf, denn dazu ist es in dieser Nacht zur Welt geboren.

Amen.

Der Friede dieses Kindes komme über Euch und bleibe bei Euch in dieser kommenden Nacht und alle Zeit.

Amen.

Thomas Roloff


Dienstag, 24. Dezember 2019

In dulci jubilo - Heiligabend


Thomanerchor Leipzig, hier gefunden

In dulci jubilo,
Nun singet und seid froh!
Unsers Herzens Wonne
Liegt in praesepio
Und leuchtet als die Sonne
Matris in gremio
|: Alpha es et O. :|

O Jesu parvule,
Nach Dir ist mir so weh.
Tröst‘ mir mein Gemüte,
O puer optime,
Durch alle Deine Güte,
O princeps gloriae.
|: Trahe me post te. :|

Ubi sunt gaudia?
Nirgend mehr denn da,
Da die Engel singen
Nova cantica,
Und da die Schellen klingen
In regis curia.
|: Eia, wär'n wir da! :

wohl von Heinrich Seuse (†1366)

Die obige Fassung ist die gesungene, die Übersetzung der lateinischen Teile:

In dulci jubilo - in süßem Jubel,
in praesepio - in der Krippe,
Matris in gremio - im Schoß der Mutter,
Alpha es et O - Anfang bist Du und Ende.

Parvule - klein, winzig.
O puer optime - o bestes Kind.
O princeps gloriae - o Fürst der Herrlichkeit.
Trahe me post te - Ziehe mich zu Dir.

Ubi sunt gaudia - wo sind die Freuden.
Nova cantica - neue Lieder,
In regis curia - in der Ratshalle des Königs.

El Greco, Anunciación,
zwischen 1596 - 1600, hier gefunden

Lumen inclitum refulget
Maximo orte sidere,
Quod per omnem splendet orbem
Noctis umbras aufugans.

Dux Iudææ, quem prophetæ
Iam diu prædixerant,
Nobis lætus, ecce, venit,
Bethlem nascens inclita.

Hunc regalis Virgo Mater
Partu gaudens edidit,
Gabriel quem nuntiavit
Salvatorem gentium.

Cum pastores excubantes
Cura morderet gravis,
Ad lætandum clarus ipsos
Est hortatus nuntius.

Concinebat angelorum
Turba læta laudibus,
Terræ pacem prædicantes
Cælo reddunt gloriam.

O mirandum et stupendum
Sacramentum gloriæ,
Cuncta quod supra tonantem
Virgo gestat parvula.

Factor cæli et factor orbis
Clausus alvo est feminæ,
Summus auctor angelorum
Fit præsepe conditus.

Qui polos metitur ungui,
Qui pugilo ambit solum,
Pannis paucis obvolutus
Vagit infans parvulus.

Os præclarum conditoris,
Quod formavit sæculum,
En admotum nunc libenter
Sugit matris ubera.

O Parens beata Christi,
David stirpis femina,
Tu, Regina, laus et orbis,
Lætare, alma Maria.

Voto adesto tu piorum,
Semper servans sæculum,
Patriarchis et prophetis
Tu corona gloriæ.

Nam te, Virgo nupta cælebs,
Sexus omnis appetit,
Tu parentes atque natos
Deprecando protege.

Gaude cælum cum supernis
Angelorum millibus,
Terræ et omnis plenitudo,
Pontus, astra, flumina!


El Greco, Anbetung der Hirten,
zwischen 1596 - 1600, hier gefunden




Aus der Höh ein Stern uns glänzet
In erhabenem Geleucht,
Der dem ganzen Erdkreis schimmert
Und die dunkle Nacht verscheucht.

Judas König, den Propheten
Uns verheißen, seht, er kam!
Bethlehem, uns zu erfreuen,
Er zu seiner Wohnung nahm.

Königliche Jungfraumutter
Ihn gebar mit Freudigkeit,
Den als Heiland aller Völker
Gabriel ihr prophezeit:

Als die Hirten auf dem Felde
Gramvoll ruhten in der Nacht,
Hat ein heller Himmelsherold
Ihnen froh es kundgemacht.

Jubelhymnen ließ erschallen
Die beglückte Engelschar:
Friede komm aus Himmelshallen
Allen Menschen immerdar.

O wie wunderbar und herrlich,
Wie geheimnisvoll es klingt,
Daß der Donnergott dem Schoße
Einer Jungfrau sich entringt.

Daß den Welt- und Himmelschöpfer
Trägt ein zarter Weibesschoß,
Und den höchsten Engelsbildner
Eine Krippe nackt und bloß.

Dessen Hand umspannt des Himmels
Weiten und den Erdenball,
Arm in Windeln liegt er weinend
Als ein Kindlein hier im Stall.

Der erhabne Mund des Schöpfers,
Der die Zeiten zählt und wiegt,
Liegt, die irdische Nahrung saugend,
An die Mutterbrust geschmiegt.

O beglückte Mutter Christi,
Jungfrau du aus Davids Stamm,
Freue dich, Maria, aller
Welten Königin lobesam.

Höre deine Gläubigen bitten,
Schütz die Erde allezeit,
Du Prophetenschmuck und aller
Patriarchen Herrlichkeit.

Jungfrau, ehelose Gattin,
Zu dir flehen Groß und Klein,
Daß den Eltern du und Kindern
Immer wollest gnädig sein.

Freue, Himmel, dich mit deinem
Tausendfachen Engelheer,
Freut euch, weite Erdgebiete,
Sterne, Ströme, Weltenmeer!

Deutsch von Richard Zoozmann (1863- 1934)

Johannes der Evangelist, Krönungsevangeliar (Aachen, kurz vor 800)

Im Anfang war das Wort, und das Wort war bei Gott, und Gott war das Wort.
Dasselbe war im Anfang bei Gott.
Alle Dinge sind durch dasselbe gemacht, und ohne dasselbe ist nichts gemacht, was gemacht ist.
In ihm war das Leben, und das Leben war das Licht der Menschen.
Und das Licht scheint in der Finsternis, und die Finsternis hat's nicht begriffen.

Das war das wahrhaftige Licht, welches alle Menschen erleuchtet, die in diese Welt kommen.
Es war in der Welt, und die Welt ist durch dasselbe gemacht; und die Welt kannte es nicht.

Und das Wort ward Fleisch und wohnte unter uns, und wir sahen seine Herrlichkeit, eine Herrlichkeit als des eingeborenen Sohnes vom Vater, voller Gnade und Wahrheit.

Evangelium des Johannes, Kap. 1, 1 – 5, 9 – 10, 14

Evangelist Matthäus, Krönungsevangeliar (Aachen, kurz vor 800)


Dresdner Kreuzchor, Quem pastores laudavere

Ludwig Richter; Die Kerze,
Vignette aus der "Stummen Liebe" von Musäus (1842)


Gesegnete Weihnachten!