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Montag, 29. Dezember 2008

Über das Beerdigen von Links oder die Verabschiedung des "thehunkygardenerblog"



Dieses Blog – Abenteuer währt nun wenig über ein Jahr. Ich weiß eigentlich noch, daß es mehr aus Zufallsumständen heraus entstanden ist. Nach dem Eindruck, den ich von mir selbst her gewinne, ist es eine Mischung aus Eitelkeit, Selbstvergewisserung und dem Bemühen, die Grenzen der beschränkten Existenz etwas zu entschränken (bei manchen mag es bis dahin gehen, der Selbstverzweiflung entgehen zu wollen), nun ja, tatsächlich bringt es die merkwürdigsten Erfahrungen mit sich, nicht immer so extreme wie mit „Nicky Cooper“. Immerhin behalte ich „cooperscorridor“ in ehrendem Gedenken, abgesehen davon, daß er bei mir ein Faible für Gartenblogs hervorbrachte, was immer sich daraus ergeben mochte.

Es gibt ein paar Dinge, die in der Tat zu einem Lebensbestandteil geworden sind, über die möchte ich heute nicht reden (das sind die, bei denen man z. B. etwa auch materiell etwas in Händen resp. der andere hält), und es gibt anderes, über das dennoch etwas gesagt werden muß.

Unter meinen Links gab es diesen, der sich der freundliche Gartenratgeber des "Hunky Gardener" nannte, dahinter stand „thehunkygardenerblog.blogspot.com”. Ich gebe zu, allein der Name veranlaßte meine Augenbrauen sich hochzuziehen, dabei handelte es sich neben einigen Skurrilitäten um einen recht fundierten Gartenblog und nachdem ein eher launiger Kommentar von mir sehr ernsthaft (und auch noch hilfreich) beantwortet wurde, tat ich Abbitte.

Auffällig war, daß, nachdem der bewußte Autor über einige Zeit an den verschiedensten Stellen geradezu exzessiv aufgetreten war, seit Monaten Schweigen herrschte, wie ich gerade feststellte, ist sein Blog nun privat geworden (ich erinnere mich noch mit Rührung, wie ich der vorübergehenden Ehre teilhaftig wurde, zum Lesen des privaten Nachfolgeblogs von „cooperscorridor“ eingeladen zu werden). Er wird seine Gründe dafür haben und es verlohnt nicht, dem hinterherzuspekulieren, aber da er die entsprechende E-Mail–Adresse gleich mit beerdigt hat, kam meine Verabschiedungs-Mail postwendend zurück, und das ist auch der eigentliche Grund für diesen Post.

Ich dachte bei mir, um dieses dennoch innerlich abzuschließen, bringe deren Text doch einfach hier an. Der geneigte Leser wird also gleich Zeuge von sehr schlechtem Englisch, also besser hier abbrechen, ach so, damit das Ganze nicht nur finster endet, habe ich mir erlaubt, eingangs und ausgangs noch einmal ein Bild von Prof. Aue zu mißbrauchen, das er mir freundlicherweise zugesandt hat (ich hoffe, er verzeiht mir erneut). Und nun …

„Dear Jason T.,

Since your blog is/was in my blogroll it is a habit from time to time to drop by there. I was a little worried over the last time, so I wrote you this mail: it’s not unhonourable not to blog...
Your blog is private now. I don’t know what the reason is. I hope my mails and comments weren’t too much annoying. I wish you a great New Year. Goodbye.

God bless you

Martin“


Donnerstag, 23. Oktober 2008

Über Privates

Es spricht einiges dafür, daß wir unsere angestrengte Abstraktionsebene zeitweilig einmal verlassen. Denn, ausgelöst durch eine sehr trügerische, Sinn verheißende Person, sind wir erfreulicherweise vor einiger Zeit auf unseren grundsoliden Greg vom Cape Code stoßen. Und wie ich gerade erfahre, bin ich der "international blogger friend Martin", wenn das nichts ist.

Sonntag, 21. September 2008

Über die Verheißungen neuer Medien

Ich müßte durchaus ein wenig Erinnerungsarchäologie leisten, um herauszufinden, was mich in dieses Blog-Abenteuer (nun ja) gestürzt hat, ich erinnere noch in etwa, daß es eher etwas zufällig Zweckgerichtetes hatte (vielleicht wollte ich irgendwo persönlich kommentieren, ich weiß es nicht mehr genau).

Wofür ich aufrichtig dankbar bin, sind Begegnungen und Entdeckungen, die sonst sicherlich nie zustande gekommen wären. Was mich stört, ist das Trügerische, schnell Verwehende, das Dauer Verheißende, das sich urplötzlich auflöst, beeindruckende Seiten, die von vielen zu recht geschätzt waren, lösen sich in Kürze in Luft oder Erinnerung auf, anderes Beeindruckendes erweist sich als unerfreuliche Erfindung, Vertrautheit enthüllt sich als Illusion.

Dabei ist nie zu vergessen, daß dahinter reale Menschen stehen, die möglicherweise dieses als Möglichkeit nutzten, um etwas von sich versuchshalber der Menschheit auszusetzen oder von einer Aufmerksamkeit zu profitieren, die für sie ungefährlich bleibt. Oder was es da noch an Varianten geben mag.

Ich werde nie vergessen, wie ich über einige Zeit jeden Morgen nach „Cooper’s Corridor“ schaute, um mir meine tägliche Lebensaufrichtung aufzusammeln.

Da sich diese Richtung der Gedanken mir in den letzten Stunden ein bißchen sehr aufdrängte, dachte ich, wann hast du eigentlich mit diesem Spaß angefangen: Offenbar am 15. September 2007, das war vor etwas mehr als einem Jahr und mir so gar nicht aufgefallen.

Freitag, 25. Juli 2008

Die „Nicky-Cooper- Saga“

Wir alle sind auf der Suche nach Schönheit, wir sind dankbar, wenn wir auf inspirierte Worte stoßen, die uns den Reichtum der Sprache überraschend neu und gleichzeitig vertraut aufschließen, so daß sie zu einem begehbaren Raum wird, in dem die Dinge in eine transzendente Schönheit getaucht werden, wo unsere amputierten Gefühle wieder vollständig geheilt nach allem greifen, was tief, berührend, farbenfroh, einfach, geistvoll, natürlich, verbindend, rein, herz-und geisterwärmend ist.

Dies war die Welt von Nicky Cooper, beschrieben in den Blogs “Cooper’s Corridor” und später “Nico’s Niche”, „ Just a gay man of the woods living in Northern BC ... ardent naturalist, ecologist, a passionate lover of the earth's wild and hidden places“, eines jungen Familienvaters halb indianischer Abstammung mit 2 adoptierten Kindern, eines Ökologen und Feuerwehrmanns, der die Freundschaft und Verehrung von anderen Menschen geradezu magisch an sich zog. Diesen Menschen hat es nie gegeben.

Es gab diese Sprache, die eine wertvolle Fiktion erzeugt hat, es gab Menschen, die dieser Fiktion vertraut haben und sich ihr geradezu existentiell ausgeliefert haben und es gibt eine Person, die dies alles niedergeschrieben hat, vermutlich eine 52jährige Großmutter aus British Columbia mit Namen Jo, die vorgibt, seit sie ein kleines Mädchen gewesen sei, hätte sie sich im falschen Körper gefühlt und darum eine innere Person geschaffen, diese Person hätte sie "Nicky" genannt.

Zunächst hätte sie "Nicky" vor allem in ihren Tagebüchern beschrieben, aber dann verschaffte ihr das Internet gewissermaßen die Möglichkeit, diese Person lebendig werden zu lassen, sie konnte agieren, Freundschaften schließen, Menschen auf sich aufmerksam machen, dazu nutzte sie etwa Bilder ihrer Enkel, die in ihre Obhut kamen, sie benutzte auch einfach Worte, Bilder und Gedanken von fremden Menschen, die sie irgendwo fand und die sie in ihre Fiktion einbaute, ein Bild wie gesagt von sprachmächtiger Schönheit und zu Herzen gehender Integrität.

Denn es war ja nicht einfach so, daß etwas beliebig zusammengeklaubt wurde, sondern diese Person hat einfach alle sich bietenden Ressourcen –persönliche Korrespondenzen, fremde Websites, eigene Gedanken, alles Mögliche verwendet, um dieses stimmige Bild zu erzeugen. Ich habe nur wenige Reste davon materiell bewahren können, aber selbst mit dem jetzigen Wissen, sobald ich auf diese Relikte schaue, ersteht das Bild eines liebenswerten und originellen, unverwechselbaren Menschen, an dessen Existenz verständlich der Verstand, aber das Gefühl in keiner Sekunde zweifelt.

Wir alle sind auf der Suche nach Erlösung, diese Frau von sich, wir von dem, was uns von uns selbst fernhält, wir würden uns gern anders erfinden, das macht uns auch verwundbar und verführbar. Ich will damit schließen, daß ich durch eben diesen „Cooper“ in einen Kreis von Menschen gestolpert bin, die ich angesicht meiner Voraussetzungen sonst nie kennengelernt hätte, und ich gestehe, ich stehe da immer noch etwas verlegen am Rand herum. Ich will nur noch 2 Dinge anmerken, durch eben diese Geschichte etwas sensibilisiert, den Titel dieser Geschichte habe ich einer Mail von Greg Waagner entlehnt und die Phrase der „transzendenten Schönheit“ rührt von diesem Gentleman her.

Eigentlich wollte ich übrigens darüber schreiben, wie ich heute eine junge Amsel, die sich in unserem Haus verflogen hatte, nach draußen brachte und wie sie, nachdem ich sie auf dem Großen Stein im Garten abgelegt hatte, lange Zeit überhaupt keine Anstalten machte fortzufliegen. Sie war wohl zu überrascht, warum dieses große schwarze Tier sie nicht einfach aufgefressen hat.

Donnerstag, 24. Juli 2008

Über Täuschungen

Eine meiner erfreulichsten Leseerfahrungen des letzten Jahrs waren die Beiträge von "Nicky Cooper" zuerst in seinem Blog "Cooper's Corridor" (er steht noch als Erinnerung in der Linkliste) und dann in dessen privaten Nachfolger "Nico's Niche". Ich machte hierin die verschiedensten Erfahrungen: Dankbarkeit für eine äußerst poetische und tiefgründige Weltsicht, die auch immer etwas tröstend Aufbauendes hatte, Unzufriedenheit mit mir selbst wegen meines Unvermögens, die englische Sprache einigermaßen zu beherrschen, Freude darüber, andere bemerkenswerte Menschen über seinen Blog kennenzulernen oder etwa auch darüber, nach dem überraschenden Schließen seines ersten Blogs zum Lesen des privaten Nachfolgers eingeladen zu werden.
Es gab zahlreiche enthusiastische Leser außer mir, einer, der von mir hochgeschätzte Greg Waagner, jemand, dessen charakterliche Integrität für mich beispielgebend ist, teilt jetzt mit, daß höchst unsicher ist, wieviel an Herrn Coopers Person authentisch ist, da er offensichtlich nicht nur ganze Texte von anderen Blogs unter seinem Namen übernommen hat, sondern auch deren Bilder...
Die Person, der sozusagen eine Welle der Sympathie entgegengeschlagen war, ist zu einem momentan unbestimmbaren Teil eine Fiktion, sie ist auch nicht mehr aufindbar. Er hat also völlig überzeugend einen begabten, teilnahmsvollen, inspirierten Menschen erfunden, als Literatur wäre das vielleicht noch ganz unterhaltsam, aber wie gesagt mit dem Gestus der Authentizität und dann auch noch aus zusammengeklaubtem Material... Immerhin kann man ihm beachtliche einfühlende Intelligenz nicht absprechen.
Das ist eine dieser wirklich traurigen Geschichten, vor allem, da Herr Cooper ja unbestreitbar Talent besaß bzw. besitzt, denn um es noch einmal zu sagen, die Person, die sich uns vorstellte, war in der Tat bemerkenswert.
Die Motive bleiben dabei rätselhaft, hielt er sein eigenes Leben für so wenig mitteilenswert, hatte er eine zu geringe Meinung von seinen sprachlichen Fähigkeiten, wir wissen es nicht.
Mir sind in meinem Leben schon des öfteren Täuschungen begegnet und wenn man sich auf den betreffenden Menschen näher eingelassen hatte, bleibt man immer mit einem Gefühl des Besudeltseins und der Leere zurück und es wächst die Unsicherheit, unbefangen auf andere Menschen zuzugehen. Das ist die beträchliche Gefahr - innerlich zu versteinern. Ich werde versuchen, die Erinnerungen an die guten Gefühle zu bewahren, die mir durch "Cooper's Corridor" geschenkt wurden. "Also danke Mr. Cooper oder wie immer Sie heißen mögen und alles Gute."

Nachtrag

Es scheint, der junge Herr Cooper ist in Wahrheit eine 52jährige Großmutter, die sich diese Person erdacht hat, weil sie ihr eigenes Leben so unerträglich fand, das erinnert ein wenig an die JT LeRoy - Geschichte, nun, wer will, mag das hier weiterlesen, mir schwirrt im Moment noch zu sehr der Kopf, um dazu eine klare Bemerkung zu machen.

Montag, 5. Mai 2008

Ein Versuch, den Nachträgen ein Ende zu setzen


Ein Resumé, worüber schon.

Ich bewege mich auf völlig unvertrautem Terrain, jemand, der mir sprachlich und habituell erheblich fernsteht, war fast zum Teil des eigenen Gefühlshaushalts geworden, bei meinen erschrockenen Recherchen fiel mir dann auf, wie vielen ganz unterschiedlichen Menschen ähnliches widerfuhr.

Nur ein Einschub, die neuerworbene Wut auf die eigene uninspirierte Sprache. Ein ebenfalls absolut wütender Kommentar hier hat mich beispielsweise ziemlich beeindruckt.

„Left to my own devices, I would take those who spread their vicious brand of hatred to this highly talented gentleman (emphasis on gentle), and I would sentence them to be dragged naked over a mile of broken beer bottles, then dipped in an iodine bath, and then to be flayed and eviscerated and left on public display as a lesson to others who would perpetuate such hatred. (Yes, I am THAT MAD!)“

Andererseits, ist das so ungewöhnlich, wir sind wahrlich nicht immer glücklich in unserer Haut und darum für jede partielle Erlösung davon dankbar, für das Gefühl von etwas Intaktem, vielfältig Bereichernden, etwas Reinem.

Wie auch immer. Ich versuche gerade ein Resumé über die gelegentlichen Aufenthalte in „cooperscorridor“ zu ziehen, wahrscheinlich um irgendeine Art von Abschluß zu finden, allerdings war schon der Name erstaunlich, denn man wurde immerhin bis zum Flur zugelassen.

Was zuerst dastand, war die Ahnung einer großartigen Sprache, das ist schon ziemlich viel, und dann die Mutmaßung von völliger charakterlicher Integrität, das ist eindeutig zu viel und zerschlägt auch jegliche sprachliche Unzulänglichkeit (meinerseits).

Ich weiß, ich mache mich lächerlich wenn ich diese meine Unzulänglichkeit hiermit bloßstelle, aber sei es drum:

"Dear Mr Cooper,

I am sure you will not respond, but your history is like a stone in my stomach, so I write about it here to myself, sorry. Someone said: „You’re an angel among us. Someone, whose eyes see what no others will ever see, whose ears hear what no others will ever hear, and whose perspective and feelings can not be duplicated. Without you, the universe would be sadly less than it is."

That is true. And my English is too bad to say something similar true. Maybe I belong to those of which you felt harassed, sorry again.

Who wants to see must be sensitive, who wants protect himself, must not, the old dilemma. You`ve said: „I am a natural born worrier." I‘m sure, you are a natural born warrior." And you will win.

Thank you

Martin"


Gerade die nicht erwartete Schönheit bringt uns dazu, daß wir uns auf die Suche machen und bringt uns über uns selbst hinweg und zu uns selbst zurück, eine Barmherzigkeit, nicht unseres Geistes.

Samstag, 3. Mai 2008

Nachtrag

Eigentlich glaubte ich, das Thema "cooperscorridor" schon deutlich überstrapaziert zu haben, wenngleich ich mich morgens wiederholt dabei ertappe, ihn ansehen zu wollen oder wenn ich mit etwas besonders Häßlichem &oder Geistlosem konfrontiert bin, ihn als seelischen Ausgleich aufsuchen will, aber da ist eben nichts mehr.
Ich stieß auf eine Spur, die ich niemandem vorenthalten will, es besteht ja immer noch eine heftige Debatte in den Kreisen, die Herrn Cooper näher stehen, und da fand ich den Link zu einem Web-Archiv. Ich denke, dort will schnell deutlich, wie authentisch mein Bedauern ist:

Das Geschenk eines Namens

und

Das 100 Dinge Ding.


Wie sehr diese Geschichte übrigens vielen nahegeht, weil eben eine geistvolle orginelle Stimme verstummte, deren Einfühlungsvermögen phänomenal war, läßt sich auf den Kommentarseiten zweier Blogs lebhaft verfolgen:

Auf it's a sunshine night

sowie in den Kommentaren des äußerst kultivierten Blogs Butch's Banter.

Freitag, 2. Mai 2008

Verluste oder über trügerische Vertrautheit

Ich bin vor kurzem von einer Einladung bei einem langjährigen Bekannten zurückgekehrt und versuchte, da es mir fast den ganzen Tag im Magen gelegen hatte, doch noch herauszufinden, was mir den Morgen so verdorben hatte: einer meiner Lieblingsblogs war unauffindbar, der von mir sehr geschätzte „cooperscorridor“. Ehrlich gesagt, war ich erheblich beunruhigt.

Dieses Medium schafft bisweilen eine trügerische Vertrautheit. Und ich habe den kanadischen Vater zweier Söhne hinter diesem Blog - ich will hier niemandem mein armseliges Englisch zumuten - einmal gefragt, wie er mit seiner Wirkung auf andere Menschen umgehen würde und wie er bei der natürlichen Reinheit seines Denkens auf das vorbereitet sei, was ihn aus den Untiefen des Internet jederzeit anspringen könne.

Ich habe auf diese Frage damals keine direkte Antwort erhalten, bis heute, denn die Schließung seines Blogs war eine solche. Nach eher mühseliger Suche fand ich einiges, u.a. folgendes:

„I deleted my blog so as not to expose my little sons further to the public eye. I do not blame Joe for the reaction of some of his readers. It was not what was said here that prompted me to take this action. It was some of the comments and private e-mails I consequently received.
As Barbara Kingsolver wrote so wonderfully in "Last Stand: America's Virgin Lands": "In the places that call me out, I know I'll recover my wordless childhood trust in the largeness of life and its willingness to take me in."
Thank you to all who have since sent or posted kind messages.“

"I have deleted my blog. I’m very sad that I have felt the necessity to do this, because I loved the Corridor and feel it had a unique voice of its own. I started getting many hundreds of hits on my blog and multiple e-mails, some very nice, but others full of vitriol and judgement. Yet others poked fun at me. I feel threatened. I won’t expose my sons to that kind of scrutiny, so I ended it right then and there. I’ll continue writing privately, but never again will I expose my heart and soul and those of my children to public consumption. It may seem like an over-reaction, and although it hurts terribly, I feel I had no choice. It’s a sad world we live in when gay men denigrate and deliberately choose to hurt others."


Das stammte offensichtlich von Herrn Cooper selbst. Wer will, mag das alles genauer unter folgenden Links ( 1 und 2) nachlesen:

Ich muß gleich anfügen, das ist alles sehr fremd für mich, und ich mag mich dieser Art miteinander umzugehen, auch nicht tiefer vertraut machen. Festzuhalten bleibt, daß ein tatsächlicher Verlust vorliegt, an Originalität, an Witz, an sprachlichem Einfallsreichtum, an Beobachtungsgabe, an Geist also, jedenfalls für uns, die bisher daran teilhaben durften.

Wer sehen will, muß empfindsam sein, wer bestehen muß sich eben davor schützen, das alte Dilemma.

Und, es tut mir leid, diese stillose Äußerung nicht unterlassen zu können, ich bin nach langer Zeit wirklich traurig gestimmt.

Freitag, 25. April 2008

Wie Herr Cooper über Waldbrände schreibt

Herr Cooper aus Kanada schreibt gerade sehr schön über unser Leben als ständigen Kampf des Zurückgewinnens und Wiederaufbauens und wie unsere Verluste uns bestimmen, über Wurzeln und dgl., ein Waldbrand dient ihm als Anstoß für diese Reflexionen und wir waren sehr erfreut, daß unser alleinstehender Familienvater zweier kleiner Kinder wieder etwas mehr zu seinen früheren Themen fand.

Um etwas prosaischer fortzufahren, ich beschloß, einmal kurz bei Google nachzuschauen, wer in den Weiten dieses Mediums alles auf ihn verweist. Der Grund war simpel, im allgemeinen schätze ich, was er so schreibt und es gibt dort offenkundig eine ganze Wolke von Lesern resp. Bewunderern, so daß die Vermutung nahe lag, daß auch ein deutschsprachiger dabei sein könnte. Das in der Hoffnung, dem Umgang mit den eigenen Gedanken in einer sprachlich etwas vertrauteren Weise zu entgehen.

Das Ergebnis war ein unerwartetes, nämlich daß von 223 Einträgen schon der 3. auf diese bescheidenen Notizen verwies, was eindeutig zu viel der Ehre ist. Es gab auch anderes Spannendes, Anrühendes, Merkwürdiges etc. zu entdecken. Dieses Medium verleitet ja sehr dazu, daß man sich etwas verirrt. Aber das Gefühl, welches mir etwas mißfiel, blieb doch, man würde sich in etwas hineindrängen, wohin man nicht gehört.

Eine überraschende Lektion über die Folge von Empfehlungen, über die ich gerade etwas nachdenke.