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Samstag, 26. März 2011

Robert Frost &



Das ist jetzt ein sehr unvollständiger Beitrag, aber wo ich eben sehe, daß Robert Lee Frost am 26. März 1874 geboren wurde, darf ich vielleicht an diesen Post erinnern oder an diesen. Und da, wie zu erwarten, zumindest in einem Urheberrechtsfragen die Sache störten, ich bin mir ziemlich sicher, daß die vermeintlichen Sachwalter nicht den Hauch einer Ahnung haben, woraus sie gerade einen Vorteil zu pressen suchen. Ein Portrait unserer Gegenwart.

Freitag, 26. Juni 2009

Über Wege


(c) Jim Clark, hier gefunden

Robert Frost


The Road Not Taken

Two roads diverged in a yellow wood,
And sorry I could not travel both
And be one traveler, long I stood
And looked down one as far as I could
To where it bent in the undergrowth;

Then took the other, as just as fair,
And having perhaps the better claim,
Because it was grassy and wanted wear;
Though as for that the passing there
Had worn them really about the same,

And both that morning equally lay
In leaves no step had trodden black.
Oh, I kept the first for another day!
Yet knowing how way leads on to way,
I doubted if I should ever come back.

I shall be telling this with a sigh
Somewhere ages and ages hence:
Two roads diverged in a wood, and I -
I took the one less traveled by,
And that has made all the difference.



Der nicht gegangene Weg


Zwei Wege trennten sich im fahlen Wald
und, weil ich nicht auf beiden konnte gehn
und einer bleiben, macht' ich lange Halt
und schaute auf des einen Wegs Gestalt,
soweit ich durch die Büsche konnte sehn.

Ging dann den andern - der, genauso schön,
den größer'n Anspruch hatte auf Gebrauch,
denn Gras wuchs drauf und brauchte Drübergehn -
obgleich die Wand'rer, muß ich schon gestehn,
gebrauchten einen wie den andern auch.

Sie lagen vor mir, beide gleich, zuhauf
mit Blättern, die kein Tritt noch aufgestört.
Ich hob mir einen Weg für später auf!
Doch Wege führ'n zu and'rer Wege Lauf:
Ich wußte wohl, daß keiner wiederkehrt.

Und seufzend werd' ich einmal sicherlich
es dort erzählen, wo die Zeit verweht:
Zwei Waldeswege trennten sich und ich -
ich ging und wählt' den stilleren für mich -
und das hat all mein Leben umgedreht.

Translation / Übersetzung
by / von Walter A. Aue

Ich sehe mir gerade die Aufzeichnung eines Konzerts von Michael Jackson an, natürlich ist es eine Aufzeichnung, es wird ab jetzt nur noch Aufzeichnungen geben, aber ich werde nichts über ihn schreiben. Es ist nur, eigentlich war ich nie ein Fan, aber während ich die Musik höre, werde ich darauf gestoßen, wie gut sie ist, welcher Nuancenreichtum, welche Erfindungsfreude, was für eine Intensität. Und dann dieses menschliche Elend.

Darum war es mir lieber, etwas Gereiftes und Heiles aufzurufen und dagegen zu setzen, und da ich gebeten worden war, noch einmal etwas von Robert Frost zu bringen, wählte ich dieses Gedicht, das wohl bekannteste des vermutlich bekanntesten amerikanischen Lyrikers des 20. Jahrhunderts.

Michael Jackson hatte nicht den stilleren Weg gewählt. Aber wie häufig können Menschen wirklich ihre Wege wählen und sind nicht vielmehr Getriebene. Er jedenfalls war am Ende ein verzweifelt Getriebener, der buchstäblich seiner eigenen Haut, dem eigenen Körper entgehen wollte, sich nicht ertragen konnte, wie er geschaffen war, und in eine Unschuld flüchten wollte, die uns Menschen nicht gegeben ist. Wir hoffen, er hat jetzt Frieden.