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Samstag, 15. Mai 2010
Monteverdi &
Claudio Monteverdi wurde heute getauft (5. Mai 1567), wenn auch nicht der Erfinder der Oper, so doch einer ihrer ersten Großen. Ist nicht Großartiges aus diesem Mißverständnis der antiken Tragödie entstanden, die sie damals einfach nur wiederbeleben wollten. Oben hatten wir den Beginn "Orfeo" und nachfolgend etwas aus verschiedenen Gründen sehr Unterhaltsames aus "L'incoronazione di Poppea", wobei der nicht gesungene Teil fast das Schönste daran darstellt, aber das ist wahrscheinlich doch zu ungerecht.
Und schließlich der unvermeidliche "Lamento d'Arianna", hier gesungen von Roberta Invernizzi.
Freitag, 15. Mai 2009
Monteverdi
Wenn wir verloren Gegangenes verspüren, gerät das Auftauchen und Zerfließen der Dinge ins Stocken und mitunter entsteht dann großartig Neues. Aus der Anteilnahme an Vergangenem erwächst nicht etwa Nachgeschaffenes, sondern neu Geschaffenes. So jedenfalls war es mit der Oper. Vor mehr als 400 Jahren brannte der Wunsch sehr stark, die Antike zurückzugewinnen, was aber auf die Bühne trat, war nicht das antike Drama, von dem wir, wenn wir ehrlich sind, auch heute nur eher wenig wissen, jedenfalls ist seine Musik nahezu komplett verlorengegangen. Es entstand eine Kunstform, die gewissermaßen das Hochgebirge an Komplexität und Dichte dort verkörpert.
Die ersten Opern sind nicht überliefert und so verbindet sich der Anfang der Oper mit Claudio Monteverdi, der am 15. Mai 1567 in Cremona getauft wurde. Wir haben hier kürzlich schon einmal an ihn erinnert und auch dort als Musikbeispiel das Lamento aus der (leider verschollenen) Oper L’Arianna in der Interpretation von Kathleen Mary Ferrier gewählt, auch wenn sie es tatsächlich sehr langsam singt, hat es dafür doch unendlich viel Ausdruck.
Das zweite Beispiel hat zugegebenermaßen einen etwas seltsamen Reiz. Der berühmte Countertenor Philippe Jaroussky singt den Part der Hoffnung (La Speranza) aus der Oper „L'Orfeo“.
Die ersten Opern sind nicht überliefert und so verbindet sich der Anfang der Oper mit Claudio Monteverdi, der am 15. Mai 1567 in Cremona getauft wurde. Wir haben hier kürzlich schon einmal an ihn erinnert und auch dort als Musikbeispiel das Lamento aus der (leider verschollenen) Oper L’Arianna in der Interpretation von Kathleen Mary Ferrier gewählt, auch wenn sie es tatsächlich sehr langsam singt, hat es dafür doch unendlich viel Ausdruck.
Das zweite Beispiel hat zugegebenermaßen einen etwas seltsamen Reiz. Der berühmte Countertenor Philippe Jaroussky singt den Part der Hoffnung (La Speranza) aus der Oper „L'Orfeo“.
Samstag, 29. November 2008
Über noch weitere Erinnerungen
In der Nähe der Anfänge der Oper, diesem Juwel unseres Abendlandes sein zu dürfen, ist das nicht genau das: Nach Hause zu kommen. Monteverdi starb am 29. November 1643 in Venedig.
Ich habe noch einmal über meine Bemerkungen von gestern nachgedacht und hoffe, dieser Mensch weiß, wovon er spricht, wenn er sich leichthin in die Nachfolge Palladios stellt. Es dürfte in der Tat wenige Berufszweige geben, denen es so umwerfend gelungen ist, das Angesicht dieser Erde zu beschädigen, wie den zeitgenössischen Architekten.
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