Bauer Kittel aus Klein Vielen, der mir regelmäßig Kartoffeln von glücklichen Hühnern vorbei bringt, hatte diesmal einen Eimer mit Kirschen vorrätig, am selbigen Tag gepflückt, wie nett. Ein Danaergeschenk. Um daraus wenigstens Marmelade machen zu können, hörte ich beim Mich-Einsauen diverse Podcasts etc. Manchmal ist der technische Fortschritt doch auch eine Erleichterung.
Übrigens mache ich meine Marmeladen nie ohne viel Hinzufügungen – Zimt und Nelken, gemahlen, lange eingelegten Ingwer, um eine Idee zu geben.
Die Bilder sind vom letzten Sonnabend. Im Juli gibt es hier auf dem Schloßberg seit langen Jahren einen Musical-Monat. Diesmal ist es die Csárdásfürstin.
Einer meiner hiesigen Vereine, nämlich der Residenzschloß-Verein, der tapfer versucht, etwas von dem von bösen Menschen 1945 ff. zerstörten Schloß, dem Ursprung dieser Stadt, wieder ins Leben zurückzurufen, hat dort seinen Stand und als unermüdlicher Parteisoldat ließ ich mich in die Pflicht nehmen.
Ich habe mir Versprechen ziemlich abgewöhnt, aber vielleicht schreibe ich doch noch etwas dazu.
Auf dem Rückweg grüßte ich die Schloßkirche und ihren Schöpfer, den Baurat Buttel. Wenn es eine bemerkenswerte Gestalt in der Geschichte dieser nicht gar so großen Stadt gibt, dann gehört er ziemlich vorne dazu. Die Stadtoberen waren zu sehr mit internen Querelen beschäftigt, als daß sie zwei seiner zurückliegenden Jubiläen hätten angemessen würdigen können. Der Tagesstreit ist dann eben doch wichtiger.
Aber wozu sich an derlei erinnern. War es ein schlechtes Gewissen, das da später diese Denkmalbank hervorzauberte. Als Idee schon des öfteren ausgeführt. Aber warum nicht.
nachgetragen am 7. Juli





Keine Kommentare:
Kommentar veröffentlichen