
Ein sehr interessanter Kalender heute. U.a. ist Blaise Pascal am 19. August 1662 gestorben. Ich habe kürzlich einmal ein paar Zitate von ihm zusammengetragen (wer es hier nachlesen will, muß den banalen Einstieg hinter sich lassen). Von Pascal kam ich zu Nietzsche, von diesem auf die entsetzliche rationalistische Ödnis des vorherrschenden Protestantismus im 19. Jahrhundert... So schlägt der Verstand manchmal merkwürdige Kapriolen, wenn man beginnt zu lesen.
Ich blieb in der Tat an dieser Bemerkung Nietzsches hängen: „‚Ohne den christlichen Glauben‘, meinte Pascal, ‚werdet ihr euch selbst, ebenso wie die Natur und die Geschichte, un monstre et un chaos.‘ Diese Prophezeiung haben wir erfüllt: nachdem das schwächlich- optimistische achtzehnte Jahrhundert den Menschen verhübscht und verrationalisiert hatte.“
Es ist schon eigentümlich, daß er sich gerade an ihm so sehr abmühte, ich weiß nicht, ob Nietzsche jemanden jemals wirklich mochte (sich selbst eingeschlossen, diese Selbstüberhöhungen sind immer ganz verdächtig), aber bei ihm wurde er wohl fast schwankend, es handelt sich übrigens um eine späte Bemerkung aus dem Nachlaß.
Ich werde jetzt bestimmt nicht mit meinen Gedankengängen langweilen, aber zwei Zitate von ihm, am Wege aufgelesen, die ich aus verschiedenen Gründen unterhaltsam fand, sollten es doch sein (übrigens, eine erfreuliche Kurzdarstellung zu Pascal fand ich auch noch hier):
„Der Verbrecher ist häufig genug seiner Tat nicht gewachsen: er verkleinert und verleumdet sie.“
Jenseits von Gut und Böse, 109
„Wer mit Ungeheuern kämpft, mag zusehn, daß er nicht dabei zum Ungeheuer wird. Und wenn du lange in einen Abgrund blickst, blickt der Abgrund auch in dich hinein.“
Jenseits von Gut und Böse, 146.
Genug vom übellaunigen Herrn Nietzsche, wer will, mag hier noch weiterlesen.

Vielleicht so: „Wer die Schönheit angeschaut mit Augen / Ist dem Tode schon anheimgegeben…“
Ach und dann starb Kaiser Friedrich III. am 19. August 1493, jemand, der als „des Römischen Reiches Erzschlafmütze“ tituliert wurde, aber seine Feinde schon allein dadurch besiegte, daß er sie alle überlebte.

Und um noch zwei überraschende Volten zu schlagen: Die Schafgarbe habe ich den Nachbarn abgeschwatzt, die sie loswerden wollten.

Und dann werde ich noch zwei Schnipsel von Adele Sandrock anbringen (der Topos ist wirklich mal neu, aber im 2. taucht sie persönlich gar nicht auf), die am 19. August 1863 geboren wurde, so kann ich wenigstens heute heiter enden.


Andrea di Pietro della Gondola, genannt Palladio starb ebenfalls heute, am 19. August 1580. Und das ist doch einmal ein Name, wo einem das Herz aufgeht, war mir auch schon einmal aufgefallen, obwohl ich bisher, denke ich, nicht recht begründet habe, warum eigentlich.


Vielleicht so: „Wer die Schönheit angeschaut mit Augen / Ist dem Tode schon anheimgegeben…“
Ach und dann starb Kaiser Friedrich III. am 19. August 1493, jemand, der als „des Römischen Reiches Erzschlafmütze“ tituliert wurde, aber seine Feinde schon allein dadurch besiegte, daß er sie alle überlebte.

Und um noch zwei überraschende Volten zu schlagen: Die Schafgarbe habe ich den Nachbarn abgeschwatzt, die sie loswerden wollten.

Und dann werde ich noch zwei Schnipsel von Adele Sandrock anbringen (der Topos ist wirklich mal neu, aber im 2. taucht sie persönlich gar nicht auf), die am 19. August 1863 geboren wurde, so kann ich wenigstens heute heiter enden.





