Dienstag, 31. Mai 2011

Montag, 30. Mai 2011

Zwischentext

Augustusplatz mit Paulinerkirche, 1948
hier gefunden

Die weltlichen Schwarmgeister, die diesen Teil Deutschlands über ein paar Jahrzehnte besetzt hielten, hatten ein schwieriges Verhältnis zu Schlössern und Kirchen. Eigentlich bevorzugten sie es, diese Dinge in die Luft zu jagen, das Potsdamer Stadtschloß etwa, und dann wieder dekorierten sie sich mit Schlössern von derselben Herkunft - Sanssouci, schwer nachvollziehbar das alles, Menschen mit schwieriger Psyche eben, aber Kirchen mochten sie doch deutlich weniger. Am 30. Mai 1968 um 9:58 Uhr hatten sie die Paulinerkirche in Leipzig gesprengt. Daran wollte ich doch erinnern, und an die Verrenkungen des Nicht-Wiederaufbaus. Man braucht eigentlich nicht viel mehr, um die letzten 100 Jahre zu beleuchten, solange man einigermaßen seine geistigen Kräfte zusammenhalten konnte.

Sonntag, 29. Mai 2011

Sonntag &

poorly translated


Ich war aufrichtig in Sorge, ich würde heute nicht den üblichen Sonntagsbericht zustande bringen. Zu unkonzentriert fürchte ich. Aber nun gut. Also in Kürze: Wir hatten einen Kotelettbraten (sprich das Fleisch, aus dem üblicherweise Koteletts verfertigt werden, nur eben am Stück), der auf einem Bett aus Zwiebeln, etwas Knoblauch, Thymian, Oregano, Majoran und Rosmarin vor sich hin schmorte. Dazu Spargel im Schinkenmantel. War recht nett.


Ach, und die Rosenknospen sollten eigentlich jeden Tag aufgehen, es sind genug davon da, aber noch ist der Start etwas zögerlich.


I was sincerely worried, I wouldn’t deliver the usual Sunday report, a lack of focus I fear. But anyway. So shortly: We had a pork chop roast (i.e. the meat from what are chops usually made of, but just in a whole piece), cooked on a bed of onions, some garlic, thyme, oregano, marjoram and rosemary. Asparagus wrapped in ham was added. It was quite nice. Oh, and the rose buds are supposed to rise every day, there are enough, but they are still a bit hesitant.

Mittwoch, 25. Mai 2011

Schinkel & Nachträge

Karl Eduard Biermann, Dom über einer Stadt, Kopie nach Schinkel
etwa 1830, hier gefunden

Nur eine kurze Bemerkung zu dem Bild, es ist eine Kopie von Karl Eduard Biermann und hängt in der Neuen Pinakothek in München. Bis vor kurzem glaubte man, daß eine andere Fassung des Gemäldes, befindlich in der Nationalgalerie in Berlin, ebenfalls eine Kopie, nämlich von Wilhelm Ahlborn, sei. Es ist aber wohl doch ein Original von Karl Friedrich Schinkel. Ein amüsanter Artikel dazu findet sich hier.

Ich habe mich mit zunehmendem Mißvergnügen an einem Beitrag über das Wesen von Kunst abgemüht, das Mißvergnügen war ein Grund für die Verzögerung, wer mag, ich weiß, einige hatten den Anfang gelesen und mich dann mit „aufmunternden“ Kommentaren versehen, kann das, was dabei herausgekommen ist, also dort nachlesen.

Es ist wirklich nicht einfach, dabei den Faden zu behalten, die Gedanken wollen immer seitwärts ausbrechen. Gerade über Schinkel und sein nachwirkendes Programm der Ästhetisierung der Welt wäre so viel zu sagen, darum die Reverenz mit der obigen Abbildung.

Dienstag, 24. Mai 2011

Dies & Das


Ja! Ich denke gerade nach, man ist so aus der Übung! (*grrr)

Sonntag, 22. Mai 2011

Sonntag &

roughly translated


Ich weiß nicht, woher mich diese Anwandlung zu rustikalem Essen angesprungen hatte. Jedenfalls habe ich heute einmal ausprobiert, ob ich Kaßler-Braten inzwischen wieder mag, es war ein Kotelettbraten, im Stück, geschmort mit Zwiebeln und natürlich Sauerkraut (dazu nur Salz, Pfeffer, Lorbeerblatt). Ich bin im Moment sehr unentschieden.

Meine Frau Mutter hat ausgedehnte Vorstellungen davon, was sie alles nicht mag, Kaßler gehört definitiv dazu. Also habe ich aus der Güte meines Herzens ein 2. Gericht gekocht – Hähnchenbrust geschmort auf einem Kräuterbett (Rosmarin, Thymian, Majoran. Oregano, Zwiebeln, Knoblauch!) mit Butterschmalz. Dazu Spargel, da schließlich gerade Saison ist. Das Fleisch kam eigentlich wunderbar heraus, aber der Knoblauch! Es ist ein Totschlags-Gewürz, mehr als ein Hauch geht wirklich nicht. Aber es war ihr Wunsch, und so hatte sie zumindest die Sauce davon ganz für sich. Und es schien auch zu konvenieren.


Eigentlich wollte ich jetzt zu einem Orgelkonzert, aber die Chancen stehen nicht schlecht, daß ich dabei einschlafe. Also vielleicht gibt es dann heute doch noch einen der viel versprochenen Nachträge.



I have no clue what brought me into this mood to cook “rustic” this time. Anyway, I tried today to find out if I may like again “Kaßler”. Kassler is a salted and slightly smoked cut of pork, you might look at here, it was a pork chop roast, braised with onions and sauerkraut, of course (added only salt, pepper, bay leaf). I'm not sure about it at the moment.

My mother has a lot of ideas about what she doesn’t like, Kassler is definitely a part of it. So out of the goodness of my heart I cooked a 2nd dish - chicken breast braised on an herb bed (rosemary, thyme, marjoram, oregano, onions, garlic!) with butter. And since it’s the season - asparagus. The meat came out really fine, but the garlic! It is a murder-spice, you can definitely only use a touch of it. But it was her wish, and so she had at least the sauce from the gravy all to herself. And seems she enjoyed it.



Samstag, 21. Mai 2011

Nachträge





„Wenn wir auf das hoffen, was wir nicht sehen, so warten wir darauf in Geduld.“
Römer 8,25

Das ist der Lehrtext für Sonntag, also der ergänzende Text, der den Herrnhuter Losungen beigefügt wird. Hm. Wie auch immer. “Einmal souverän, hängt der Mensch nur noch von seinen Launen ab.“ Einmal mehr ein Zitat von Nicolás Gómez Dávila, ich wollte heute eigentlich ein paar Nachträge anbringen, bin aber irgendwie dafür zu sehr in die Müdigkeit abgesunken. Also wieder nur diese Bilder. Das letzte davon ist insofern kurios als es von Freitagabend stammt. Etwa 7 Minuten Fußweg entfernt von diesem Haus ließ mich ein Gewitter + Wolkenbruch (man bekam einen Ahnung, wie das Wort zustande gekommen ist) für vielleicht eine ¾ Stunde Zuflucht an einem überdachten Ort suchen, zum Glück hatte ich den obengenannten Herrn dabei, das machte dann die Lektüre umso eindrucksvoller.