Sonntag, 5. Januar 2014

Sonntag & Königsberger Klopse



Wie ich früher schon einmal schrieb - ein Rezept aus einer unserer verlorenen Provinzen – Königsberger Klopse (wahrscheinlich ist das der einzige Zusammenhang, in dem dieser altehrwürdige, fast vergangene Ort in diesem Land noch in einem allgemeineren Bewußtsein ist), ein klassisches deutsches Gericht, von dem es natürlich gerade deshalb Varianten gibt.

Auch als Maßnahme zur Vermehrung der hausinternen Harmonie (sie kommt ursprünglich in etwa aus der Gegend) hatte ich es meiner Frau Mutter überlassen, eines ihrer Lieblingsgerichte zu kochen, es wurde dann doch irgendwie ein Gemeinschaftsprojekt.

Dieser Beitrag ist nicht lieblos dahin geschrieben, mir läuft nur gerade etwas die Zeit weg, und heute ist schon Epiphanias, und ich wollte doch noch unbedingt die Predigt des Herrn Roloff dazu bringen.

Daher nur in Kürze das Rezept, wie es an diesem Tage ausfiel: Meine Frau Mutter hatte, als ich vom Kirchgang zurückkam, eigentlich nur Fleischklöße (aus Gehacktem vom Rind und Schwein, kleingeschnittenen Zwiebeln, Pfeffer und Salz, Eigelb und Semmelmehl) zusammen mit nochmals Zwiebeln gekocht, da fehlten also mindestens die Kapern.

Als unbedeutende Hilfeleistung habe ich diese also (reichlich) in den Sud geworfen (eigentlich gehören sie in die Klopse), zusammen mit eingelegtem grünen Pfeffer, Piment und Lorbeerblättern und ¼ Liter Weißwein. Sie hat dann später, als ich die Klöße herausgenommen hatte, in den Sud noch Butter, Mehl und Eigelb gerührt, das ist das, was auf dem ersten Bild in der Terrine zu sehen ist, da sind die Fleischklöße noch versteckt.

Dazu Pellkartoffeln. Wie hatten wohl unseren rustikalen Tag.




Kommentare:

naturgesetz hat gesagt…

That's unfortunate about the capers, but I'm guessing it was still a very tasty meal. And after guessing at what the "pell" in "pellkartoffeln" and careful comparison of the first two pictures with the third, I think I've figured out where the potatoes o your plate came from, and why they're not brown like the ones in the bowl — rustic indeed!

MartininBroda hat gesagt…

Nothing to worry about, at the end it was all wonderful. And it's nearly the same word in German and English - "pellen" - "pealing", so indeed it were potatoes in the skin.

We ran a little out of time & to be honest I prefer the taste of "Pellkartoffeln", it just looks ugly, so it's usually nothing for Sunday dinners. Thanks for visiting.

Anonym hat gesagt…

No more food?

MartininBroda hat gesagt…

Well, look at here (I'm sorry)

http://martininbroda.blogspot.de/2014/01/sonntag.html