Montag, 7. Oktober 2013

Erntedank &

poorly translated this time again


Der sprichwörtliche Fluch der guten Tat trat heute Mittag ein! Ich hatte aus der überflüssigen Güte meines alten Herzens meiner Frau Mutter eingeräumt, sie könne eines ihrer altvertrauten Gerichte kochen; ich würde es dann sogar essen.



Die Wahl fiel also auf Schweinerouladen, gefüllt mit eingelegten Gurken, Zwiebeln und Speckstreifen, zunächst angebraten, ja, in was wohl, noch ganz viel mehr Speck. Ich saß in meinem Studierstübchen, und als nacheinander sämtliche Rauchmelder sich zu einem innigen Konzert vereinigten, wußte ich, daß dies vielleicht nicht die großartigste Idee des Tages gewesen war.

Wie ich also gemessenen Schrittes hinzueilte, sah ich sie, eingehüllt in die dicken blauen Rauchschwaden ihres verschmorender Specks, wie sie auf die doofe überflüssige Erfindung dieser Piepsgeräte schimpfte. Früher, als es noch Strohdächer gab, haben vermutlich so verheerende Stadtbrände begonnen.

Wie auch immer, am Ende war es dann doch durchaus eßbar. Nur die Kamera spann, die Tischdecke auf der Terrasse, ja man konnte überraschenderweise noch einmal draußen essen, ist eigentlich dunkelgrün. In der Anzeige erschien sie dann dunkelblau, auf den Bildern ist es irgendwas dazwischen. Auch der Versuch eines manuellen Weißabgleichs brachte keine Abhilfe. Nun sieht es eben aus, wie es aussieht.





Der gestrige Tag war völlig verregnet, heute blieb es erträglich. Darum noch ein paar (mäßige) Bilder von der Umgebung, der Schloßkirche gegenüber, vom Garten etc. Ich bin übrigens stolz, im Erntedankgottesdienst nicht eingeschlafen zu sein. Beim Festakt zum Tag der deutschen Einheit hatte die geistliche Dame, die diesmal predigte, nämlich die Festansprachen gehalten, da war mir genau das unterlaufen.

Zum Glück hatte ein gnädiger Sitznachbar mit einem leichten Rippenstoß meinem vernehmlichen Schnarchen bald ein Ende bereitet. Ein schlechtes Gewissen habe ich aber deshalb trotzdem nicht.




The proverbial curse of the good deed appeared at lunchtime. Out of the superfluous goodness of my old heart I told my dear elderly mother today, if she wants to she could cook one of her familiar dishes; I would even eat it then.

So the choice was pork roulades, stuffed with pickles, onions, and bacon strips, sautéed first, yes, in what else quite a lot more of bacon. I sat in my little study room, and all of a sudden all smoke detectors joined for an intimate concert, and that very moment I knew this might not have been the greatest idea of the day.

So I rushed (with a slow measured pace) to the kitchen seeing her wrapped in thick blue smoke from burning bacon, scolding at that stupid unnecessary invention of these beeping devices. In earlier times, when there were still straw roofs, this might have been probably a good start for one of this notorious devastating city fires.

Anyway, in the end the dish was nevertheless edible. Only the camera had a bad day, the tablecloth on the terrace, surprisingly we could eat outside again, is actually dark green. At the display of the camera it looked dark blue, in the pictures taken something in between. The attempt of a manual white balance didn’t help at all. Now it looks just like it looks.

Yesterday was a terrible rainy day, today it was bearable. So a few (mediocre) pictures, of the castle church across from us, the (start of a) garden etc. Anyway and by the way I'm proud I wasn’t falling asleep in today's Thanksgiving Service. At the ceremony for the day of German unity recently the same lady who preached today hold the main speech and this happened then.

Fortunately, a gracious seatmate ended my audible snoring then with a slight nudge. But a feeling of guilt for it I still can’t find in my consciousness.


Kommentare:

naturgesetz hat gesagt…

Your English is much better than Microsoft's. Thanks for the concession to old times.

Yes, life was less complicated before they invented smoke detectors. It's a good thing that yours don't automatically require evacuation of the building and summon the fire department. The meal looks worth the alarm.

Although in general I oppose autumn, the leaves on the terrace add an attractive touch in the first picture.

The picture with the rose is especially striking.

Chrysanthemums were my father's favorite flower.

DirkNB hat gesagt…

Irgendwie schienen mir die Bilder nicht ganz zum Text zu passen, sah doch das Abgebildete durchaus ansprechend aus, trotz vorheriger massiver Rauchentwicklung.

Die Geschichte erinnerte mich an ein Buch, dass ich vor längerer Zeit las. Es befasste sich mit dem kochen - aus wissenschaftlicher Sicht. Ich weiß nicht, ob es in Handel oder im Verleih noch erhältlich ist, aber "Die letzten Geheimnisse der Kochkunst" von Peter Barham kann durchaus als Lektüre empfohlen werden. Bei der Herstellung eines sehr guten Fonds findet sich in dem Buch der wichtige Hinweis, vor Beginn der Zubereitung die Batterie aus evtl. betroffenen Rauchmeldern zu entfernen. Ich habe mal einen Fond nach dem Buch zubereitet und kann die Wichtigkeit dieses Tipps durchaus nachvollziehen. ;-)

MartininBroda hat gesagt…

@DirkNB Die unüberhörbare Stimme des Argwohns läßt sich vermutlich leicht beruhigen. Besagte Frau Mutter pflegt eine Hingabe ans wirklich Fette (muß ein Generationen-Dingens sein).
Beim Verfertigen der Rouladen (noch vor dem Erntedankgottesdienst) hatte ich ein wenig assistiert, nun, nach demselbigen, sollten sie aber angebraten werden, und dazu wurde (in meinem Nicht-Beisein), erst einmal ein recht tüchtiges Stück Rückenspeck zerkleinert und in der Pfanne ausgelassen. Der Anblick muß sie so vergnügt haben, daß sie alles um sich herum vergaß, selbst die Rouladen hinein zu tun, das hat dieselben dann wohl auch gerettet.
Mit anderen Worten, mitunter ist so ein Rauchmelder (bzw. mehrere davon) wieder recht nützlich.

Das Ergebnis war dann tatsächlich völlig in Ordnung, die Bilder trügen hier nicht. Der Buchempfehlung muß und werde ich mal nachgehen, man dankt.

MartininBroda hat gesagt…

@naturgesetz Well, 1st thank you for the flowers (you're always too polite). 2nd - The smoke detectors actually rather saved the dish, but of course it was annoying to bash them several times with a broomstick (the rooms are high).

And finally - It is strange, because in contrast I completely am an autumn person. And slowly I'm beginning to dive into the beauty of this place (the move was obviously a bit too uncomfortable). So I'm sorry for appearing absent, I fear I was even absent from myself a bit (too much). And yes, I'm sorry (I try to appear better again as you might see).

Thanks for the comments about the photos, you guessed correctly the intentions; and indeed it is a beautiful place, and hopefully I'll have time and opportunities to improve it. Thanks for commenting (and I hope you're doing fine).

DirkNB hat gesagt…

Ich brut(?) einmal zwei Entenbrüste in einer Pfanne, die sie gerade so fasste. Da sie eine recht ausgedehnte Hautschicht hatten, sah das dann bald so aus wie Entenbrust im Eigenfett frittiert. Das Endergebnis war aber auf den Punkt und schmackhaft, so dass ich es im Wiederholungsfalle wieder so machen würde. Schweinerolladen im ausgelassenen Speck braten bzw. auch beinahe frittieren zeigt doch gewisse Parallelen.

Mein Exemplar des erwähnten Buches hört auf den amtlichen Namen 3-540-00908-6 (ggf. mit einer 978- davor nach neuer Amtlichkeit). Vielleicht hilft es ein wenig beim Suchen.