Dienstag, 4. Juni 2013

Über die Fallstricke der wohlgesonnenen Sprache

Einer meiner beiseite gelassenen Texte (es gibt davon tatsächlich einige, vor allem über Gegenwärtiges) handelte von den Absonderlichkeiten, die sich mit dem Wort „Gender“ verbinden, aber dann wollte ich doch diesen Ort nicht mit Derartigem besudeln. Geschlecht ist ein soziales Konstrukt, um einen Teil der Menschheit versklaven zu können, so in etwa läßt sich ein Lieblingswahn dieser Zeit charakterisieren. Das ist übrigens das gleiche Milieu, das sich empört, wenn schwierige christliche Fundamentalisten gleichgeschlechtlich geneigte Menschen umerziehen wollen. Aber wahrscheinlich ist Logik auch nur ein repressives Konzept.

Am 4. Juni berichtete „Spiegel Online“ unter der Überschrift „Guten Tag, Herr Professorin“ wohlwollend darüber, daß die Universität Leipzig beschlossen habe, in ihrer Grundordnung ausschließlich die weibliche Personenbezeichnung zu verwenden. Eine Fußnote solle erklären, daß diese feminine Bezeichnung sowohl für Personen männlichen als auch weiblichen Geschlechts gelte. Ein weiterer schöner Sieg im Kampf um mehr Geschlechtergerechtigkeit folglich.

Der Linguistikprofessor Anatol Stefanowitsch findet das dann auch ganz toll, wie er am 10. Juni in „Spiegel Online“ erzählen darf. Warum ich ihn erwähne? Ich fürchte, ich habe früher einmal einen seiner Sprachblogs freundlich erwähnt, und wo ich jetzt wieder etwas darin herumlas, packte mich das kalte Grausen. Aber ich stieß auch auf etwas Erfreuliches, auf Umwegen.

Zunächst: In einem Blogpost „Die unverbesserliche Seichtigkeit der Sprachnörgler“ vom Mai 2011 hatte er sich am Beispiel des freien Autors, Trainers für kreatives Schreiben und gelernten Automobilkaufmanns Andreas Busch über „die ganze lange und trübsinnige Tradition der Sprachnörgelei“ ausgelassen. Auf dieser eben gefundenen Website sah ich eine ausführliche Darstellung, die den Gegenstand der Kontroverse hinreichend zu beleuchten scheint.

Der Punkt ist nur, offenbar strotzt seine Polemik so sehr von fachlichen Fehlern - besagter Sprachwissenschaftler scheint zudem gern noch die ihm eigene Oberflächlichkeit durch Selbstgefälligkeit zu steigern - daß ein andere Sprachwissenschaftler in einem dreiteiligen Podcast sehr unterhaltsam, sehr fundiert und nun ja auch sehr ausführlich die wissenschaftliche Befähigung des Herrn Stefanowitsch vernichtend „würdigte“. Üblicherweise bin ich bei derartig obsessiv wirkenden Kontroversen eher skeptisch (warum beschäftigt sich ein intelligenter Mensch so ausführlich mit derartigem...??), aber einige Stunden später bin ich rundum begeistert.

Von der wissenschaftlichen Haltung des Herrn, seinem Humor, seiner Gründlichkeit und ja auch seiner Uneitelkeit, er wirkt geradezu wie das Spiegelbild zu dem obenerwähnten Herrn. Daniel Scholten heißt der gute Mann. Er betreibt eine höchst unterhaltsame und lehrreiche Seite namens „Belles Lettres – Deutsch für Dichter und Denker“, gewissermaßen ein Sprachratgeber und Sprachkommentar, den ich nur von ganzem Herzen empfehlen kann. Wobei eine solche Empfehlung generell nie bedeutet, daß ich etwa allen Ansichten eines Autors folge, es ist in der Regel die Haltung, die mich überzeugt, wie eben hier.

Um auch noch auf die oben genannte Serie zu verweisen, mit der er 'die wissenschaftliche Arbeit von Stefanowitsch würdigen wolle':
Teil 1 heißt „Woher kommt das Wort Sympathie und was bedeutet es?“
Teil 2 - „Busen und Brüste - Herkunft und Bedeutung“
Teil 3 - „Das Erdbeben sorgte für viele Tote - Das Verbum sorgen richtig verwenden“.

Ein anderer positiver Effekt dieser zeit-“geist“-typischen Geschichte war übrigens, ich wurde motiviert den 2. Teil meiner Dávila-Folge fertigzuschreiben. Das mag als Kommentar genügen. Nur soviel vielleicht noch:

Bei diesem Kampf gegen das „generische Maskulinum“ geht es zweifelsohne nicht darum, die Berufschancen von Frauen zu verbessern. Es ist der Versuch einer Gehirnwäsche, ein Versuch (neben vielen anderen in diesen Zeiten), geschichtlich Gewachsenes aufzubrechen und auszulöschen, ein Versuch, nicht das weiterzuführen und weiterzuformen, aus dem die menschliche Kultur und Sprache gewachsen ist, sondern etwas gänzlich Neues nach selbstgezimmerten Maßstäben herbeizuzwingen.

Wir beobachten ein reduzierendes und vom Leben abgetrenntes Denken, das die Differenz des Lebens auslöschen will und damit das Leben selbst angreift, denn das Leben ist Differenz.

beemdet am 11. Juni

Montag, 3. Juni 2013

Nicolás Gómez Dávila - Vom Irrgarten der Gegenwart


Vor kurzem versuchte ich zu zeigen, wie Dávila den (heute eher für abgetan und absonderlich erklärten) Begriff der Erbsünde auf eine anthropologische Grundgegebenheit zurückführt. Die Existenz des Menschen ist wesensgegeben absurd, die Substanz seines Lebens ist das Scheitern. Innerhalb ihrer selbst läßt sich nichts auffinden, das ausreichend wäre, den notwendigen Grund zu geben. Das liegt eben daran, daß der Mensch größer ist als das, worin er sich vorfindet. Will er also sein Wesen finden, muß er über sich hinausgehen. Wird er sich in sich festklammern, wird er sich verfehlen. So weit so schön und so schön abstrakt.

Das Angenehme an Dávila, sein Denken hat etwas Aufklärendes, gerade, wenn es praktisch wird. Er spielte (vermutlich) mit der Selbstbezeichnung des „Reaktionärs“ (zumindest schuf dies hinreichend Distanz). Wir werden gleich sehen, wie hilfreich sich dies bei einem ersten naheliegenden Problem erweist - der Demokratie (üblicherweise wäre jetzt eine Exkulpationsformel zu erwarten, aber dafür bin ich zu alt und ambitionsfrei).

Nachdem er den Punkt gefunden hat, an dem sich sein Ariadne-Faden sicher anknüpfen ließ, können wir also in das Labyrinth der Neuzeit vordringen (und hoffentlich später wieder herausfinden). Beginnen wir mit einem Groß-Zitat:

„Die Demokratie ist eine anthropotheistische Religion. Ihr Prinzip ist eine Option religiösen Charakters, ein Akt, in dem der Mensch den Menschen als Gott annimmt. Ihre Doktrin ist eine Theologie des göttlichen Menschen, deren Ausübung die Verwirklichung dieses Prinzips im Verhalten, in den Institutionen und in den Werken.
Die Göttlichkeit, die die Demokratie dem Menschen zuschreibt, ist keine rhetorische Figur, kein poetisches Bild, keine unschuldige Hyperbel, sondern strikte theologische Definition.“

„Für den Anthropotheismus ist das Universum Hindernis oder Werkzeug für den menschlichen Gott.“ 
(aus Textos I, Karolinger – Verlag, 2003)

„Damit der Mensch Gott sei, muß ihm der Wille als Essenz zugeordnet und im Willen das Prinzip und der eigentliche Stoff seines Wesens erkannt werden.“ Jeder Mensch ist sein freier, souveräner und gleicher Wille. Wäre seine Essenz etwas darüber hinaus, so wäre er an einen fremden Willen gebunden. Darum hat der demokratische Mensch „keine Natur, sondern Geschichte: unverletzlichen Willen, den sein irdisches Abenteuer verkleidet, aber nicht verändert". Der demokratische Mensch ist totale Freiheit, „und was seine Freiheit mindert, zersetzt ihn“, wo er sich unterwirft, gibt er sich auf.


Dávila hat in der Tat mehr als nur den Ausgangs-Punkt für den Faden der Ariadne aufgespürt, er hat den archimedischen Punkt für seine Gedankenkette gefunden, aus der sich alles folgende wie von selbst ergibt. Da, wo Dávila von „Demokratie“ spricht, gebrauche ich gewöhnlicherweise das Wort „Moderne“, aber es geht um ihn, und er liefert uns auch sogleich eine Begründung für die latente Religionsfeindlichkeit der Moderne:

„Die erste und selbstverständlichste der demokratischen Ideologien ist ihr pathetischer Atheismus.“
„Der transzendente Gott hebt unsere unnütze Rebellion auf. Der demokratische Atheismus ist die Theologie eines immanenten Gottes.“

Ich höre den Widerspruch von verfassungsmäßig garantierter Religionsfreiheit. Nun ja. Schaut man auf die Fakten, partizipiert man (jedenfalls in Europa) an Religion eher als kultureller Konvention, oft nur geduldet, vor allem widerwillig geduldet, wenn überhaupt. Ich erinnere an die Verweigerung des Wiederaufbaus der Leipziger Universitätskirche, weil man kirchliche Dominanz meinte abwehren zu müssen etc. etc. Religion wird also allenfalls leidlich geduldet, nachdem sie sich sozusagen aufgegeben hat, warum? Die Demokratie muß atheistisch sein, denn wenn Gott existierte, hätte der Mensch als seine Kreatur eine Instanz über sie hinaus.

Das nächste zwangsläufige Stichwort (unsere nächste Stufe) – der Fortschritt. Der Mensch müßte über seiner Beschränktheit verzweifeln, so er nicht seine Göttlichkeit als Verheißung der Zukunft versprochen sähe, denn in der Gegenwart wird er sie, innerlich abgetrennt vom Göttlichen, wohl nur unter erheblichen Verrenkungen finden.

„Die Idee des Fortschritts ist die Theodizee des futuristischen Anthropotheismus... Der Fortschritt ist die Begründung der jetzigen Verfassung des Menschen und seiner späteren Theophanien." 

Die Demokratie muß an den Fortschritt glauben, um dem Menschen zu versichern, daß sie das Universum verändern kann und es schaffen wird, es nach Maßgabe ihrer Vorstellungen zu gestalten.

Wie wir bereits hörten, habe der demokratische Mensch keine Natur, sondern nur bloße Geschichte.
Nun ist letztere der sprichwörtliche Sand, auf den man besser kein Haus baut. Die demokratische Ideologie sieht die Aporie und befreit sich aus ihr gewissermaßen in einem intellektuellen Salto mortale:

„Nach demokratischer Lehre ist der Wert ein subjektiver Zustand, der die Übereinstimmung zwischen einem Willen und einem Faktum bestätigt. Die Objektivität des Wertes ist eine Funktion seiner empirischen Allgemeingültigkeit und sein normativer Charakter leitet sich von seinem vitalen Bezug ab. Wert ist, was der Wille als ihm eigen anerkennt.“ Oder (von mir) kürzer und schlichter - Gut ist, was der Mehrheit gefällt. Und so wird die Wahrheit zu einem Mittel, „das die Vereinnahmung der Welt erleichtert“.


Nach Voluntarismus, Atheismus, Fortschritt und ethischem Relativismus fehlt uns noch die nächste Stufe – der Determinismus:

„Das letzte Wort der demokratischen Apologetik ist der allgemeine Determinismus. Um ihre Prophezeiungen verankern zu können benötigt die Doktrin ein starres Universum.“

„Wenn weder Welt noch Gesellschaft noch Individuum auf schlichte kausale Konstanten reduzierbar sind, wird auch der hartnäckigste, intelligenteste und methodischste Eifer scheitern angesichts der unerforschlichen Natur der Dinge, der unsicheren Geschichte der Gesellschaften, der unvorhersehbaren Entscheidungen des menschlichen Gewissens. Die totale Freiheit verlangt nach einem versklavten Universum. Der souveräne menschliche Wille kann nur über die Leichen der Dinge herrschen.“

Er ist dem Fortschrittsglauben verwandt. Während der eine aber die Hoffnung in die Zukunft einkapseln muß wie die sprichwörtliche Mohrrübe vor der Schnauze des Esels, damit er den Karren weiter ziehe, muß dieser die strukturelle Vernünftigkeit, ja Unausweichlichkeit der Sache verbürgen. Zugleich jedoch beraubt er damit die Wirklichkeit ihrer Widerspenstigkeit, Komplexität, Unabgeschlossenheit, Offenheit, Vielfalt.

Nun, ja vor allem beraubt er die Köpfe seiner Anhänger dieser Dinge. Wo aber ist die größte Gefahr für diese Wirklichkeits-Reduktion zu finden - in der Geschichte und den Institutionen:

„Die individualistische Demokratie löscht jede Institution aus die unwiderrufliche Verpflichtung und Kontinuität bedeutet, die dem flüchtigen Netz der Tage nicht gehorchen will. Der Demokrat lehnt das Gewicht der Vergangenheit ab und nimmt das Risiko der Zukunft nicht auf sich. Sein Wille versucht, die vergangene Geschichte auszulöschen und die künftige Geschichte ohne Hemmnis zu gestalten. Unfähig zur Treue gegenüber einer von den Jahren übermittelten Unternehmung, stützt sich ihre Gegenwart nicht auf die Dichte der Zeit; ihre Tage erhoffen die Diskontinuität einer unheilvollen Uhr.“

Das Scheitern und die Erinnerung daran ereignen sich in der Geschichte. Daher wird jedes euphorisierte Fehl-Bewußtsein die Geschichte „notwendigerweise zurechtstutzen und verletzen“. Es bleibt dabei aber nicht stehen. Das falsche Bewußtsein führt zu irrigen Tat:

„Der Boden, auf den sie sich stützen, scheint ihnen das widernatürliche Hindernis für ihre Träume zu sein. Das Delirium einer absoluten und irdischen Vollkommenheit treibt sie zu jähzornigen Rebellionen. Die unehrerbietige Zweideutigkeit des Lebens entzündet die Wut ihrer kindischen und mitleidigen Herzen.“ 

Sie betrachten „die Verderbtheit der Welt als unerträglich und zufällig“. „Im Bestreben also, sie zu verwandeln, um ihr den hypothetischen ursprünglichen Glanz wiederzugeben, vermögen sie doch nur, das zerbrechliche Gebäude zu zertrümmern, das einst die demütige Geduld anderer Menschen auf der fruchtlosen Substanz der menschlichen Natur errichtete.“



Wir sind am Ende irgendwie; nein, denn es fehlt doch noch das weite Feld des Positiven (und dies ist keine versprochene Mohrrübe). Es gäbe auch ein paar Einwände, seitens des Liberalismus etwa die metaphysisch schwach begründete (sagt Dávila) Idee von den Menschenrechten und vom Konstitutionalismus, denen man nachgehen könnte.

Aber er war bisher schon sehr hilfreich, warum der Begriff der „Volkssouveränität“ sich als gedanklicher Taschenspielertrick entpuppt etwa, als Illusion von der Menschenmachbarkeit der Welt. Und auf der Ebene des Alltags wird einem auf einmal klar, warum Demokratie als anstrengungsloses Rechthaben oft dieses retardierend Regressive, ja Infantile an sich hat. Aber das sind Nebensächlichkeiten.

So stehen wir also auf dem erhöhten Standort, zu dem uns Dávila geführt hat, haben die Religion der Furcht hinter uns gelassen, und jetzt?

Deuten wir an, in welche Richtung ein weiterer Gedankengang weiterschreiten müßte, nachdem wir die Gegenwart gewissermaßen hinter uns gelassen haben. Es geht ums Verstehen zunächst. Verstehen heißt nicht Sammeln und Einordnen, sondern das Wiedererkennen eines Zustandes, in dem Wert und Sein verschmolzen sind. Freiheit ist das Verhalten einem Wert gegenüber. „Freiheit, die sich selbst bestimmt, bestimmt sich zu nichts.“

Es geht um Erinnerung, die Erinnerung an die aufgespeicherte Substanz, die menschliches Ringen der Absurdität des Daseins in Jahrtausenden abgerungen hat:
„Die Tradition als Summe historischer Situationen ist Leben, das das Individuum in seiner konkreten Situation übernimmt, um sich in eine allgemeine konkrete Situation zu setzen, in der es mit der Legitimität des Erbes die Authentizität der Geschichte findet.“
„Wir sind alle Substanz der Jahrhunderte in der Gestalt von Augenblicken.“

Und es geht um eine Einladung ins Offene, des Denkens, der Existenz, eine Wendung ins Unbekannte, dem man ohne Furcht entgegentreten kann, denn:
„Der Mensch ist das zwischen Präsenzen und Schatten hausende Tier. Der Mensch ist die  Existenz, die die Grenzen ihres ursprünglichen Raumes überwindet. Der Mensch ist das Bewußtsein von viel mehr als seinem Leben.“



beendet am 7. Juni

Sonntag, 2. Juni 2013

Sonntag & - Nachtrag II


Es gibt Tage, an denen scheint die Zeit rückwärts zu laufen. Dieser Sonntag war von solcher Art. Viertel nach 7 Uhr am Morgen zeigte das Außenthermometer nach meiner Erinnerung 12°C an, einige Stunden später 11°, und es war auch deutlich düsterer. Wäre mittags die Nacht hereingebrochen, hätte das nicht mehr übermäßig überrascht. Passend zur merkwürdigen Stimmung gab es als Hintergrund etwas Bach, interpretiert von Glenn Gould in seiner ihm eigenen gespenstisch lebendigen Weise (übrigens hieraus).

Dafür in Kontrast war das Essen ausgesprochen gemütvoll. Kotelett (was an Rustikalität kaum zu überbieten ist), die hatte ich ewig nicht mehr gemacht, aber siehe da - es funktionierte. Ganz traditionell, also in Mehl und dann Ei und zuletzt Semmelmehl gewälzt und schließlich in der Pfanne gebraten. Dazu Spargel und eine Sauce davon (irgendetwas mit Eigelb, Muskat, Mehl, Sahne, Butter). Ich dachte, alle Bilder wären mißlungen, aber zwei waren noch leidlich und geben so einen Eindruck.


Glenn Gould, das kanadische Musikphänomen, vollgestopft mit Exzentrik (der selbst bei schwülstem Hochsommer tief in Winterkleidung eingemummt erschien und deswegen in Florida als vermuteter Landstreicher sogar einmal verhaftet wurde, und von Mozart meinte, der sei eher zu spät als zu früh gestorben, nur so als Beispiel) und über die Maßen begabt, war wahrlich ein rätselhafter Mensch. Halb aus der Zeit gefallen und halb ihr Protagonist.


Glenn Gould - J. S.Bach - Goldberg Variationen (1964)

Seine Exzentrik scheint auch nicht die Ernsthaftigkeit seines Denkens und seine musikalischen Bemühungen getrübt zu haben; in dem Sinne war er wohl auch gänzlich uneitel, aber ich spreche von Dingen, von denen ich nichts verstehe. Nur 2 Zitate noch, im ersten klingt sein künstlerisches Ethos an:

„Zweck der Kunst ist nicht die Freisetzung eines momentanen Ausstoßes von Adrenalin, sondern vielmehr die allmähliche, lebenslange Verfertigung einer Verfassung des Staunens und der Klarheit.“

Glenn Gould - J. S.Bach 
Konzert für Klavier und Orchester No.1 in d-moll BWV 1052
nach diesem Link

Und im zweiten wird deutlich, wie zeitlos er in vielem wirklich empfunden haben muß:

„Ich habe mein ganzes Leben lang das ungemein intensive Gefühl gehabt, daß es tatsächlich ein Jenseits gibt...Es gibt für mich in diesen Dingen etwas, das ich intuitiv als wahr betrachte... Es scheint mir einfach viel einleuchtender zu sein als das Gegenteil, als das Nichts und das Vergessen.“

Glenn-Gould-Statue in Toronto vor dem CBS-Gebäude

nachgetragen am 4. Juni

Sonntags - Nachtrag I


Ich falle diesmal ein wenig aus dem üblichen Rahmen, wenn ich gestehe, daß ich mir zunächst nicht sicher war, ob ich diese Predigt des Herrn Roloff heute anbringen sollte (genauer gesagt, ist es auch bereits Montag inzwischen). Das liegt überhaupt nicht an der Predigt, sondern mehr daran, daß mir dies letztens etwas zu monothematisch geworden ist (wenn hier überhaupt etwas stand). Früher war es etwa nach meiner Erinnerung z.B. auch ein halber Gartenblog. Wie auch immer, 2 Bilder, heute morgen aufgenommen taugen zur Illustration, ansonsten ist alles noch viel zu verregnet, aber immerhin scheint zur Abwechslung die Sonne. Und wir wollen auch nicht klagen, wo schließlich weiter südlich Leute Angst haben müssen, mit ihren Häusern vom Wasser hinweggeschwemmt zu werden. Die Predigt:


Predigt zur Jubelkonfirmation 2013

Gnade sei mit euch und Friede von Gott unserem Vater und unserm Herrn Jesus Christus. Amen

Der Predigttext steht bei Matthäus im 9 und 10 Kapitel:

Die große Ernte

35 Und Jesus ging umher in alle Städte und Märkte, lehrte in ihren Schulen und predigte das Evangelium von dem Reich und heilte allerlei Seuche und allerlei Krankheit im Volke. 
36 Und da er das Volk sah, jammerte ihn desselben; denn sie waren verschmachtet und zerstreut wie die Schafe, die keinen Hirten haben. 
37 Da sprach er zu seinen Jüngern: Die Ernte ist groß, aber wenige sind der Arbeiter.  38 Darum bittet den HERRN der Ernte, daß er Arbeiter in seine Ernte sende. 

Die Berufung der Zwölf

1 Und er rief seine zwölf Jünger zu sich und gab ihnen Macht über die unsauberen Geister, daß sie sie austrieben und heilten allerlei Seuche und allerlei Krankheit. 
   2 Die Namen aber der zwölf Apostel sind diese: der erste Simon, genannt Petrus, und Andreas, sein Bruder; Jakobus, des Zebedäus Sohn, und Johannes, sein Bruder 3 Philippus und Bartholomäus; Thomas und Matthäus, der Zöllner; Jakobus, des Alphäus Sohn, Lebbäus, mit dem Zunamen Thaddäus; 4 Simon von Kana und Judas Ischariot, welcher ihn verriet. 
Die Aussendung der Zwölf
5 Diese zwölf sandte Jesus, gebot ihnen und sprach: Gehet nicht auf der Heiden Straße und ziehet nicht in der Samariter Städte, 6 sondern gehet hin zu den verlorenen Schafen aus dem Hause Israel. 7 Geht aber und predigt und sprecht: Das Himmelreich ist nahe herbeigekommen. 

Liebe Jubelkonfirmanden, liebe Gemeinde,

ist der Mai kühl und nass, dann füllt´s dem Bauern Scheuer und Fass. So geht die Bauernregel und wenn sie zutrifft, dann müssen unsere Bauern in diesem Jahr neue Scheunen und größere Fässer bauen, denn nässer und kühler war wohl kein Mai seit Noah mit  seiner Arche ablegte. Manche sagen darum auch, dass es bereits wieder zuviel des Guten gewesen ist. Jedenfalls kann man sich in unserer Gegend wunderbar über dieses Thema unterhalten.

Das zeigt uns, wie sehr wir alle noch in die landwirtschaftliche Welt hineinverwurzelt sind. In unserem schönen Dorf lebt man noch ganz und gar im Zyklus von Saat, Ernte und Ruhe. Die Bauern sind es, die unsere Landschaft pflegen und das Leben erhalten. Darum durchzieht diese Begriffswelt auch die Bibel. Immer wieder ist vom Weinberg, vom Hirten, vom Sämann und von der Ernte die Rede.

Auch der heutige Predigttext beginnt seinen Dreiklang mit der Ernte, kommt dann zur Berufung und schließt mit der Aussendung.

Ernte, Berufung und Aussendung gehören unlöslich zusammen, und ich behaupte, das hat auch mit unserer heutigen Jubelkonfirmation zu tun.

Christus hat auf seiner irdischen Reise so oft vom Sämann, vom Acker und dann auch von der Ernte gesprochen, weil er für unsere Vorstellungswelt begreiflich machen wollte, worum es in unserem Dasein geht. Der Mensch muss sich in Beziehung setzen zur Erde, zu den Pflanzen und zum Vieh seiner Weide, wenn er seinen Lebensunterhalt verdienen will. Der Mensch muss essen und trinken um zu leben. Das ist der elementarste Zusammenhang unserer Existenz. Nach diesem Essen schreit der Säugling, für dieses Essen danken wir täglich bis ins Alter. Immer aber hat der Mensch auch empfunden, dass er die Pflanzen ernten und die Tiere schlachten muss, wenn er selbst leben will. Werden und Vergehen sind eine Schlüsselerfahrung auf dieser Welt. Die Ernte ist ein Vernichten um zu erhalten. Die Ernte ist ein Sterben um des Lebens willen.

Geht es nun bei der irdischen Ernte um die Bewahrung unserer zeitlichen Existenz, dann handelt es sich bei der Ernte, von der Christus spricht, um unser Verhältnis zur Ewigkeit. Denn zu allem Leiblichen muss das Geistige treten, damit der ganze Mensch wird. Der Mensch lebt nicht vom Brot allein. Jesus tritt unter das Volk und wird gewahr, dass es verschmachtet und zerstreut ist, wie eine Herde ohne Hirten. Diesen Zustand zu ändern ist das eigentlich Wesen der Ernte, von der Christus redet. Eine Herde ohne Hirten ist wie ein Volk ohne wahren Herrn und ohne geistliche Führung. Ist das nicht auch einer der entscheidenden Mängel unserer Zeit, dass die Völker wohl viele, oft und schnell wechselnde Herrscher haben aber keinen wirklichen Herrn und keine geistliche Führung?

In diese Ernte sind alle getauften Christen gesandt. Zu dieser Ernte sind auch Sie alle berufen worden, als Sie vor 50, 60 oder gar vor 65 Jahren hier in unserer Kirche oder auch woanders konfirmiert wurden.

Im Alter steht dann irgendwann die Frage: Wie ist es mir mit dieser Berufung ergangen?

Wenn der Mensch sich in dieser Sache prüft, dann kann es hilfreich sein, wieder auf den Bauern zu schauen, dessen Beruf, dessen Berufung die Ernte vom Felde ist. Nie hat der Bauer ideale Bedingungen. Immer machen ihm die Witterung und vieles andere zu schaffen. Er hat immer nur die Wahl, alle Widrigkeiten durch doppelten Fleiß wieder auszugleichen und den Bedingungen, unter denen er lebt, die Stirn zu bieten.

Die meisten von Ihnen dürften sich in diesem Bild durchaus mit ihrem Leben wiederfinden. Die Zeiten Ihrer Kindheit und Jugend waren keine leichten Zeiten. Es war oft viel schwerere Arbeit notwendig, als sie heute meist gefordert ist. Gerade die 1948 konfirmierten sind noch ganz im Schatten des entsetzlichen Krieges aufgewachsen. Väter waren gefallen oder noch in der Gefangenschaft. Aber auch die 50er und 60er Jahre haben den Menschen noch immer viel Schweres auferlegt. Die Teilung des Landes und die Unfreiheit wurden zur Bürde langer Jahrzehnte. Aber niemals haben Sie und Ihre Eltern aufgegeben. Das Leben musste weitergehen und alle Mühe wurde von der Sehnsucht angetrieben, den Kindern solle es einmal besser gehen. Darüber sind Sie alle selbst alt geworden und hielten diesen Wunsch genauso wach - als Eltern und Großeltern.

Was nun aber für diese unsere äußere Existenz gilt, wie viel mehr ist es gültig für das Leben der Seele?

So wenig der Bauer die Mühen von Saat und Ernte scheut, so wenig der Müller das mahlen lässt und der Bäcker der Hitze der Backstube weicht, um uns unser tägliches Brot zu bereiten, genauso wenig sollen wir uns scheuen, nach dem zu suchen, der uns Saat und Ernte und Brot des ewigen Lebens ist. Wir sollen ihn suchen, und wir sollen von ihm künden. An der Stelle, wo im Matthäustext die Namen der Apostel genannt werden, da könnten auch genauso gut die Namen der Jubelkonfirmanden stehen, denn wir haben alle die gleiche Berufung, und wir sind gesandt, allen Menschen zu verkünden: Das Himmelreich ist nahe herbeigekommen.

Das Himmelreich ist dabei schlicht eine besondere Form der Gemeinschaft. Ihr habt sie vorgelebt – diese Gemeinschaft. Bei den eisernen Konfirmanden weiß ich es zufällig genau, wie treu Ihr an Eurer Klassengemeinschaft festgehalten habt. Das hat zweifellos viel mit der Hartnäckigkeit und Bestimmtheit von Renate Treptow zu tun, aber es hat seine Ursache auch darin, dass Euch diese Gemeinschaft wohlgetan und Euer Leben geführt und bereichert hat. Dankt es einander und lasst euch sagen: Das Himmelreich ist nichts anderes als die Hoffnung auf ewige Gemeinschaft mit Gott. Damit wir das lernen und verstehen und beherzigen, gibt sich unser Herr im Brot. Jemand hat gesagt, „Christus ließ sich dreschen und zermahlen und wurde zum Brot für uns – ohne dieses Brot wäre alle Theologie brotlose Kunst.“

Lasst Euch doch auch fernerhin durch den Hunger nach diesem Brot die Richtung und das Ziel Eures Lebens weisen. So wie Ihr die Herausforderungen des äußeren Lebens bestanden habt, so kämpft auch um das Heil der Seelen und widersteht den Anfechtungen, die daraus erwachsen, dass Gott sich nicht so fühlbar macht, wie wir uns das manchmal wünschen. Gottes Handeln ist nicht immer zu verstehen, aber wir können und sollen ihm dennoch immer vertrauen. Unser Glaube ist in einer gewissen Weise das stete und unmissverständliche „Dennoch“ gegen das scheinbar so Offensichtliche. Darum bitte ich Euch gebt nicht das Kostbarste aus der Hand, was Euch in diesem Leben geschenkt worden ist – den Segen Gottes, des Herrn. Denn eines steht fest: Es gibt diese Hoffnung oder keine!

Amen

Und der Frieden Gottes, welcher höher ist denn alle unsere Vernunft, bewahre eure Herzen und Sinne in Christus Jesus. Amen
Thomas Roloff

nachgetragen am  3. Juni

Samstag, 1. Juni 2013

Donnerstag, 30. Mai 2013

Über das Unsichere von Restaurationen &

Baustelle des Stadtschlosses in Potsdam im September 2012

Wenn man im „wirklichen“ Leben etwas reparieren will, das auf der Straße des Untergangs schon weit vorangekommen ist, gestaltet sich dies üblicherweise schwierig. Es mag überraschen, aber ich war beim „Wiederaufbau“ des Potsdamer Stadtschlosses zunächst ausgesprochen skeptisch. Doch es war eine besorgte Skepsis, keine ablehnende. Ich muß sagen, wie immer es auch innen später aussehen mag (ich muß da ja nicht hineingehen), es ist besser. Die äußere Hülle heilt bereits erheblich den gestörten Raum der Stadt. Aber um das sagen zu können, muß man vorher gesehen haben, daß etwas beschädigt war.

Daran gibt es einen vorherrschenden Mangel, des Wollens, des Vermögens, wie auch immer. Man mag mitunter nicht in Dasselbe erneut hineintreten, daher muß ich aus dem Gedächtnis zitieren. Über Kirchen und Schlösser: 'Die Monarchie ist abgeschafft, im Osten glaubt sowieso keiner mehr an Gott, also weg mit dem alten Sch... und her mit der Moderne!' Es war ein Kommentar zu einem Artikel über den Nicht-Wiederaufbau der Leipziger Universitätskirche. Gerade in seinen schlichteren Vertretern drückt sich der Zeit-“Geist“ häufig erfreulich klar aus. Man  schaut dann unfreiwillig, schüttelt sich, geht weiter, hat aber doch einen zurückbleibenden Eindruck. Und findet zurück zur Orientierung im Gelände.

Augustusplatz mit Paulinerkirche, 1948

Blick auf die Universitätskirche St. Pauli, 1951

Was man dort sieht, haben die, denen ein Stück dieses Landes für einige Jahrzehnte zur Beute gegeben war, weit nach dem Kriege unzerstört vernichtet. Warum? Weil sie es konnten, weil sie es wollten. Es geschah übrigens am 30. Mai 1968 um 9.58 Uhr. Ihre Wendenachfolger, darunter ein katholisch-westdeutscher Herr Häuser, Rektor der Universität seines Zeichens, haben erfolgreich verhindert, daß dieser Bau wiedererschaffen wurde. Ob jemand nominell katholisch oder ein Funktionär einer C-Partei ist, muß nicht viel besagen, wie wenig ersteres tatsächlich bedeuten kann, wird bei einem Neubau, ebenfalls in Leipzig, unübersehbar.

Die katholische Kirche baut dort nämlich gerade ein großes "Heizkraftwerk mit Schornstein" namens St. Trinitatis (Näheres findet sich nach diesem Link). Eine hübsche Passage in besagtem Artikel: In einer fast (sic!) kirchenfeindlichen Atmosphäre, wie sie im Streit über die Universitätskirche zutage getreten sei, solle der Neubau offenbar möglichst wenig auffallen. Hoffnung auf Akzeptanz durch Wegducken also. Ich fürchte, diese Hoffnung auf wenigstens kulturelle Duldung geht ziemlich in die Irre, aus recht verschiedenen Gründen.

Nur 2 davon, vorausgesetzt wird 1. die Wertschätzung oder gar ein Begriff von Kultur, 2. Arglosigkeit auf der anderen Seite (ich wollte jetzt eigentlich einen Bogen zu Dávila schlagen, der das alles so wunderbar luzide erklären kann, aber es ist schon spät). Man fragt sich natürlich, warum etwa in Dresden eine Frauenkirche wiedergewonnen werden konnte und hier Vergleichbares nicht. Mein erster Gedanke - das jeweilige Milieu muß diese verdeckte Feindschaft auch tragen. In Dresden war offenbar doch zuviel vom Geist der alten Stadt noch übrig, in Leipzig die geistige Demontage der Moderne schon fortgeschrittener. Sachsen, das Eldorado hochstapelnder Westdeutscher und verspäteter Moralisten, scheint in derlei wirklich alle Varianten der Neuzeit aufführen zu wollen.

Dresden, Frauenkirche

Wir wollen zu einem Ende kommen. Offen gestanden fand ich das nachfolgend abgebildete Gebäude fast, ja – nett, als Einkaufszentrum, oder in Las Vegas. Aber bedenkt man, was es ersetzen sollte.

"Paulinum"

Dieser eher unfreundliche Artikel aus der FAZ spricht von 'marktschreierischer Kommerzästhetik einer Mall und postsowjetischem Neurussenschick'. Nun ja, wir loben die Absicht. Ähnliches gilt für einen älteren Artikel aus der „Zeit“.  Ein Artefakt wirklichen Bemühens läßt sich übrigens an dieser Stelle auffinden.

Nur kurz zum Zeit-Artikel: In seiner Fassungslosigkeit verrennt er sich deutlich in den kurz gegriffenen Begründungen und in der rührenden Hoffnung, das Böse lokal verorten zu können. Zu benennen, daß der aggressive Säkularismus, der bei dieser unerfreulichen Geschichte seinen penetrant nach Schutt, Moder und Schlimmerem riechenden Eigengeruch hervorzeigt, tatsächlich in allem ungeschminkt entgegentritt, ist seine Stärke.

Unser Thema allerdings haben wir verfehlt, denn eigentlich sollte es um die Schwierigkeit von Restaurationen gehen. Aber es wird schon hell. Die Vögel machen heftig Lärm, und ich sollte kurz meinem Bett einen guten Morgen wünschen.

Sonntag, 26. Mai 2013

Sonntag & Nachtrag




Hoch oben am Rathaus der (früheren) Residenzstadt Neustrelitz prangt das Stadtwappen und grüßt in Richtung Stadtkirche, nein, diese hat keinen schiefen Turm. Nur das Photo war offenkundig etwas aus der Lotrechten geraten, der Urheber (ich) hatte wohl um den inneren und äußeren Halt zu ringen. Ich hatte versprochen, Bilder von meinem ersten Auftreten mit dem Chor der „Gospel-Union“ nachzuliefern (nebenbei bemerkt, eine eigentümliche Erfahrung). Sie sind naturgemäß nicht von mir, und der Urheber wird sich hoffentlich nicht auf den sprichwörtlichen Schlips getreten fühlen, wenn ich behaupte, daß sie leicht suboptimal geraten sind. Gut für mich, so bin ich kaum zu erkennen und mache mich nur in Maßen lächerlich. Einräumen muß ich allerdings, daß die Stadtkirche schon ein ziemlich finsterer Kasten war. Man hätte für bessere Bilder wirklich einen erheblichen Aufwand treiben müssen.



(c)  Björn Weber

Das Sonntagsessen rutschte folglich in den späten Nachmittag. Ich will den üblichen Bericht (der sowieso reichlich zu spät käme) diesmal umgehen und nur summarisch erwähnen, daß meine Frau Mutter ihre hier wahrlich ausführlich eingeführten Schweinerouladen zubereiten konnte, ich hingegen wich doch lieber zu einem Rumpsteak aus. Anfang der Woche gab es übrigens noch überraschenden Verwandtenbesuch aus Ostfriesland nach 13 Jahren. So fand sich denn doch noch das seelenverwandte Publikum, welches die Rouladen in höchsten Tönen lobte, und der Weltfrieden war so teilweise wiederhergestellt.



nachgetragen am 29. Mai