Sonntag, 18. November 2012

Sonntag &

poorly translated


Da man Gewohnheiten nicht leichthin aufgeben sollte (obwohl, da fallen mir spontan einige ein, bei denen das durchaus angemessen wäre, wir sind heute aber in milder Stimmung) -  der übliche Sonntags-Bericht. Lachs, geschmort mit Butterschmalz, Weißwein, Estragon (was der kürzliche Frost übrig gelassen hatte), Thymian und Rosmarin.

Dazu Blumenkohl, wie üblich mit etwas Muskat. Eine Neuigkeit: Teltower Rübchen (ich sah sie auf dem Markt und brandenburgische Nostalgie überfiel mich denselben Moment).  Dieselben wurden in Salzwasser fast gar gedünstet. Danach hatte ich in Kokos-Fett ein wenig Zucker geröstet, die Rübchen darin gewendet, mit Mehl bestäubt und nochmal in das vorige Wasser getan. Frau Sarah Wiener brachte mich auf diese Idee übrigens. Man kann das mögen, durchaus.

Ansonsten verwies mich Herr Urs aus Zürich auf diesen eher gemeinen, aber wahren Bericht über den Zustand der deutschen Küche (obwohl, daß Briten sich trauen, bei diesem Thema sich zu mokieren, doch siehe meine Eingangsbemerkung, da fällt einem doch glatt das ferne Wort „Chuzpe“ ein). Die Begründungen scheinen mir übrigens teilweise zweifelhaft. Deutschland ist einfach ein sehr gleichförmiges Land, geworden. Nun ja.


Since one shouldn’t give up habits lightly (although, spontaneously it comes to my mind where it could be appropriate, but we are in a mild mood tonight) - the usual Sunday report. Salmon braised with butter, white wine, tarragon (the recent frost had left), thyme and rosemary.

Then cauliflower (as usual with a little nutmeg). A novelty: Teltow turnips (I saw them on the market and Brandenburg nostalgia came over me the same moment). The selfsame boiled in salt water. Some minutes before they were done I roasted in coconut fat a bit of sugar, turned the turnips in it, dusted it with flour and reunited it with the previous water. Sarah Wiener brought me to this idea by the way. One might like it.

Otherwise Mr. Urs from Zurich brought me to this rather not surprising, in other words obviously true report on the state of German cuisine (although that Britons dare to mock about this subject… but see my preliminary remark, nevertheless somehow the far word "chutzpa” came to mind). I doubt the reasons there in the article (just saying), partly. Germany today became simply a very equably country (in a lot of different ways). Well.


Kommentare:

DirkNB hat gesagt…

Neulich sah ich die Zubereitung eines schönen Stückes Lachs auf einem geölten Teller unter einer Frischhaltefolie bei 90°C im Ofen. Fand ich hochspannend und werde es nach dem Erwerb eines geeigneten Stückes Fisch auch mal nachmachen. Da wurde zwar erst anschließend gewürzt, ich könnte mir aber auch einige Aromate unter der Folie vorstellen, die dann das Fischstück zart umwehen.

Jason hat gesagt…

I didn't know that many of us Brit's knock German cooking, if they do I apologise, I rather like it, one the few times I've visited.

You dishes sound lovely, especially the roasting in coconut the parsnips, I will try that sometime soon. I'm sure it will work with potatoes and parsnips, so I'll try that.

MartininBroda hat gesagt…

@DirkNB Ich wäre (wahrscheinlich grundlos) bei Frischhaltefolie wohl eher skeptisch, aber generell sollte das funktionieren. Ich habe vor kurzem Rindfleisch eher niedrig, aber dafür fast ewig erwärmt, nach dem gleichen Prinzip, es war wunderbar. Und ich verachte wirklich jedes ungerechtfertigte Selbstlob. Also viel Glück beim windigen Frühstück.

DirkNB hat gesagt…

Erstaunlicherweise ist die filigran wirkende Frischhaltefolie hitzebeständiger als man denkt. Wenn ich mich richtig erinnere, sind Temperaturen bis 120°C kein Problem.
Bei dem Rezept scheint sie vor allem die Funktion zu haben, dass der Fisch während der Prozedur nicht oberflächlich zu Dörrfisch wird.

MartininBroda hat gesagt…

@DirkNB Ja ja, ich habe auch davon gehört, aber aus irgendwelchen Gründen vertrauen wir eher Aluminiumfolie als dünnem Plastik, muß irgendein dümmlicher atavistisch verbliebener Reflex sein.

DirkNB hat gesagt…

Ich glaube es gern, habe im allgemeinen der Alufolie oder einem Deckel den Vorrang gegeben. In Frischaltefolie habe ich noch nie selber gekocht.

MartininBroda hat gesagt…

@Jason Dear Jason, you don't have to apologise. We will blame Urs together for my remark (he mentioned this article to me as you might know, so I couldn't resist because it was a mix of true & funny & a lot more).

The turnips weren't bad, but be careful, they burn quickly if one uses this recipe :)

MartininBroda hat gesagt…

@DirkNB Es soll ja sogar sowas wie Bratschläuche geben... Nein ich auch nicht, hab mal aus Versehen Würste im Plastikdarm gekocht, eher eklig.