Samstag, 12. Mai 2012

Dante Gabriel Rossetti

A Vision of Fiammetta

Vor einem Jahr schrieb ich: „Ich vertrottele gerade. Da hätte ich schwören können, schon einmal etwas über Alma-Tadema geschrieben zu haben, dabei war es John William Waterhouse!“ Das hat sich nicht gebessert. Der Alma-Tadema-Beitrag findet sich übrigens hier, der über Waterhouse, falls man diesem Link folgt (und noch einer zu John Ruskin). Der Anlaß? Dante Gabriel Rossetti wurde am 12. Mai 1828 geboren. Ich bezweifle, daß er noch sehr bekannt ist, selbst wenn seine Frauenportraits (vermutlich aus eher kunstgewerblichen Gründen) vielen irgendwie vertraut vorkommen könnten. Wenn man sich für die Präraffaeliten zu erwärmen vermag, kommt man ihm nicht vorbei. Doch wir in diesem Fall, denn mehr als diese Notiz wird es zu ihm heute nicht geben.

Kommentare:

Morgenländer hat gesagt…

Mehr noch als den Maler liebe ich den Dichter Dante Gabriel Rossetti, der einige der schönsten Gedichte - Balladen und Sonette - englischer Sprache geschrieben hat, "Sudden Light", "A Superscription" oder "Silent Noon" etwa:

Your hands lie open in the long fresh grass, --
The finger-points look through like rosy blooms:
Your eyes smile peace. The pasture gleams and glooms
'Neath billowing skies that scatter and amass.
All round our nest, far as the eye can pass,
Are golden kingcup-fields with silver edge
Where the cow-parsley skirts the hawthorn-hedge.
'Tis visible silence, still as the hour-glass.

Deep in the sun-searched growths the dragon-fly
Hangs like a blue thread loosened from the sky: --
So this wing'd hour is dropt to us from above.
Oh! clasp we to our hearts, for deathless dower,
This close-companioned inarticulate hour
When twofold silence was the song of love.

MartininBroda hat gesagt…

Vielen Dank für das Gedicht! Es mag Dich überraschen, aber ich hatte tatsächlich recht stark erwogen, auf diese Seite hinzuweisen und auch schon genau dieses Gedicht im Entwurf. Aber dann dachte ich, man müsse darauf doch dann sorgsamer eingehen (und vielleicht auch besser eine Übersetzung an die Seite stellen etc.) und dies sollte im Ganzen eher einen provisorischen Hinweis abgeben. Und ja, er ist ein beeindruckender Dichter.

Morgenländer hat gesagt…

"Es mag Dich überraschen, aber ich hatte tatsächlich recht stark erwogen, auf diese Seite hinzuweisen und auch schon genau dieses Gedicht im Entwurf."

Nein, eigentlich überrascht es mich nicht; unsere Blicke in die geistige Welt ähneln sich halt sehr :-)

Herzliche Grüße
Morgenländer