Sonntag, 13. Mai 2012

Sonntag &

roughly translated

Ich bin heute etwas zurückhaltend mit dem gewohnten Essensbericht. Der Grund – meine Frau Mutter. Sie überraschte mich mit der Nachricht, sie habe schon einmal angefangen, damit es endlich wieder einmal „pünktlich“ Mittag gebe. Nun ja, es erübrigt sich, darauf hinzuweisen, daß wir uns beim Kochen in eher unterschiedlichen Welten bewegen.


Was ich also vorfand: Die beiden Stücke Fleisch (von Rind und Schwein) schmorten seit einer Stunde im Ofen auf Zwiebeln (soweit in Ordnung) und am Boden des Bräters glänzte 2 Finger dick das flüssige Fett (sie hatte nicht nur tüchtig Butterschmalz hineingetan, sondern auch eine dicke Schicht von Bauchspeck als Grundlage gelegt, der war nun ziemlich ausgelassen). Da konnte ich dann nur noch ein paar frische Kräuter hinterherwerfen, nach dem ich die Fleischstücke erst einmal gewendet hatte, damit die ledrige Kruste etwas weicher wurde. So ist halt das Rezept, wie sie es immer gemacht hatte, also konnte sie nichts merkwürdig daran finden.


Mit etwas Saurer Sahne, viel Pfeffer, Wasser und Mehl ließ sich dann irgendwie auch noch eine Sauce aus dem Fond gewinnen, die ihr jedenfalls erkennbar geschmeckt hatte, ich hingegen beschränkte mich mehr auf Braten und Blumenkohl, beides war sogar recht in Ordnung, nun ja.

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Today I am a little hesitant with the usual report. The reason – an elderly lady in this house. My mother surprised me with the news she had already started, so that we would have finally lunch  "promptly" once again. Well, it is unnecessary to point out that our „cooking worlds“ are rather different.

What I found was: The two pieces of meat (beef and pork) stewed for an hour now in the oven on onions (that was fine for me) and at the bottom of the roaster I discovered 2 fingers thick glittering liquid fat (she had put into it not only a lot of butter, but a thick layer of fat bacon laid on the bottom, which was quite rendered at this moment). The only thing I could do now was throwing a few fresh herbs afterwards, after I had turned the meat, so the leathery crust got a chance to get a bit softer. For her it was simply the recipe as she had always done, so she could not find anything strange about it.

With a little sour cream, lots of pepper, water and flour somehow even a sauce could gain from the gravy, which she enjoyed obviously, I had however limited myself more on meat and cauliflower, both were indeed quite fine, well...

Kommentare:

naturgesetz hat gesagt…

In the first picture, it does look as if the meat has been cooked "within an inch of its life." I'm glad you were able to rescue it.

DirkNB hat gesagt…

Es ist immer wieder amüsant, Deine sonntäglichen Berichte zu lesen. Gerade auch diesen wieder, wo ich bei der Lektüre vor meinem geistigen Auge Dich mit kühnem Schwung Kräuter in den Ofen werfen sehe, der Position einer Standwaage nicht unähnlich, um schlimmstes zu verhindern und rettbares zu schützen. Wenn das Grüne Kreuz als Symbol nicht schon vergeben wäre, könnte man es als Kennzeichnung für einen Notfallkoffer voller Kräuter und Gewürze verwenden, die kulinarisches Unheil vom Menschen abwenden helfen sollen. ;-)

MartininBroda hat gesagt…

@naturgesetz So am I :) I owe you a comment on your blog (at least I'm reading) & a mail since you'll be in Germany again.

MartininBroda hat gesagt…

@DirkNB Höre ich da einen Hauch von Ironie heraus? Nun, ich schätze das durchaus. Wie auch immer, so in etwa war es auch; außerdem freut es einen Menschen natürlich, wenn er das fade Dasein, dem wir alle unterworfen sind, etwas unterhaltsamer anzustreichen vermag. ;-)

DirkNB hat gesagt…

Ironie? Ich doch nicht! ;-)
Aber gegen das Fade würde ja der oben genannte Erste Würzhilfekasten schon sehr hilfreich sein. Aber, wie pflege ich immer zu sagen: Das Leben ist ernst genug, da muss man es nicht auch noch ernst nehmen.

MartininBroda hat gesagt…

@DirkNB Außerdem liegt es dann viel zu schwer im Magen! Und wozu sollte das gut sein?