Sonntag, 25. Oktober 2015

Sonntag & (nur kurz)



Es wäre wirklich origineller, wenn ich die Marmeladengläser (in 18 Varianten, ich habe gezählt) auffahren würde, die uns zugestoßen sind; das ist die Folge, wenn die Bekanntschaften eher ländlich situiert sind und es wieder einmal Herbst wurde in unserem Vaterland. Aber dazu müßte ich auf den Boden zurück, und dazu bin ich zu faul (man denke sich auch noch (sehr viele) Äpfel, Birnen und Nüsse hinzu (und eingelegte Pilze, wofür immer die gut sein sollen, wir werden sehen).

Nein, das Sonntagsessen fiel nicht aus, doch es war etwas mühsam. Aber was bedeutet das schon. Dieser zurückliegende Geburtstag von Frau W. war durchaus nicht nur eine Übung in Gemütsbeherrschung, ich durfte auch ein paar sinnvolle Rezepte aufschnappen. Diesmal findet sich davon noch nichts. Das ist hier ein ganz alter Stiefel - metaphorisch gesprochen - ein langweiliger Schweinebraten mit Kräuterkruste und Rosenkohl und nein, nicht Kartoffeln.

Ich habe keine Ahnung, was der Hersteller, außer Hartweizengries und Eiern, da sonst noch hineingetan haben könnte. Denn die Nudeln waren ziemlich gut. Die Sauce von dem etwas trockenen Schweinebraten auch. Aber das Ganze war doch mehr eine Randnotiz, die nun auch nachgetragen ist. Und ja, der Kamera war offenkundig ein wenig rosarot zumute, aber ich bin zu träge, die Täuschung nachträglich zu verfälschen.

nachgetragen am 27. Oktober

Kommentare:

DirkNB hat gesagt…

Schweinebraten, Rosenkohl und Nudeln ... Interessante Kombi. ;-) Ich vermute mal, dass es da im Hauptland der Pasta nicht wirklich ein Vorbild für gibt, wobei sich die innere Frage damit verknüpft, ob es dort überhaupt Rosenkohl gibt, ist der doch am besten nach dem ersten Frost und in südlichen Ländern ist es nicht so einfach, den auf natürliche Art sicher zu bekommen ...
Bei meinem letzten auswärtigen Essen gab es unter anderem auch Rosenkohl als Beilage. Da war aber noch ein Adjektiv davor, an das ich mich leider nicht mehr erinnere. Am Strunk gesprengter Rosenkohl könnte es in der Bedeutung gewesen sein, wobei mit dem explosiven Zeuch sehr dosiert umgegangen wurde: Die Einzelblattstruktur war noch erkennbar, aber die Blätter waren eben einzeln. Leicht gebrüht wären sie ideal für kleinste Kohlrouladen. Aber da braucht es dann viel Fingerfertigkeit. ;-) Und Fleiß.
Das Schicksal mit den ländlichen Gaben ist in dieser Zeit wohl recht weit verbreitet. An mir bleibt da zwar noch recht wenig hängen, aber meine Erzeuger werden derzeit mit Produkten gärtnerischen Wirkens überschwemmt. Natürlich alles nicht einfach so lagerfähig sondern nur im verarbeiteten Zustand längere Zeit haltbar. Kompotte, Muse, Säfte und Gelees finden den Weg in den Keller. Viel Arbeit, so dass die geliebten Kreuzworträtsel doch etwas hintenan stehen. Mal sehen, ob ich ein paar Fallobstkompotte abstauben kann. Die sind recht lecker.

MartininBroda hat gesagt…

Das war sozusagen die Notversorgung. Das Schweinefleisch mußte weg, und ich hätte besser ein Gulasch daraus gemacht, das war eines der angedeuteten Rezepte, mit Schwarzbier, was fehlte. Und zur nächsten Tankstelle, an einem Sonntag, zu laufen, um zu sagen, ich brauche das zum Kochen, irgendwo sind schon noch Grenzen.

Für die eingelegten Pilze brauche ich noch ein Rezept. Aber vielleicht hat Frau v. G., von denen sind die, ja eine Anregung. Wir haben gerade einen wundervollen Oktober. Nur so gesagt.

DirkNB hat gesagt…

Bei meinem gestrigen Einkaufsbummel hatte ich so einen Bierselbstversorger hinter mir an der Kasse. Und er konnte sein Bier nicht mehr halten. Im doppelten Sinne viel er damit negativ auf, zumindest bei mir. Einerseits packte er das, meine noch fast vollen einkaufswagen missachtend zu früh aufs Band, so dass ich kaum Platz für meinen Kram hatte, zum anderen hatten er offenduftig schon mindestens ein Bierchen intus ...

Aber sonntags, um "zum Kochen" ein Bier aus der Tanke zu holen, ist es schon interpretationsfähig. Da hilft nur langjährige Bekanntschaft mit dem Tankwart oder das Wissen, dass die Verkaufsbeauftragten viel weniger über ihre Kunden nachdenken, als manche Kunden so vermuten. ;-) Immerhin braucht es aber eine gut sortierte Tankstelle, um speziellere Biere zu erwerben. Und wenn man dann nur eine kleine Flasche kauft, hat das mit dem negativen Image wenig zu tun, dass dann unterstellt wird. ;-)

Bei eingelegten Pilzen fällt mir immer nur eine Vergrabung in irgendwelchen Gulaschs oder anderen Schmorgerichten ein, je nach dem, wie sauer sie eingelegt sind. Alternativ wäre eine Aufspießen auf Käsehäppchen bei der nächsten Party eine Idee. Vermutlich gibt es auch das eine oder andere Salatgericht, dass ohne diese Pilze nicht auskommt.