Sonntag, 13. Februar 2011

Sonntag &

roughly translated

Wir sind heute etwas verspätet, nicht nur mit den zur Gewohnheit gewordenen Sonntagsessensbildern, nein es warten auch noch 2 Beiträge aus den letzen Tagen, fertiggeschrieben zu werden. Bevor ich meine übliche Kurzbeschreibung beginne: Dieser Blog ist nicht mehr ganz so anonym, wie er einmal begann, und darum eine Erklärung, was dieses jeden Sonntag eigentlich soll. Nun das ist einfach, es begann zu der Zeit, als ich noch jeden Tag versuchte, etwas zu posten, und ich an einem gewissen Ideenmangel litt, also kam ich auf das naheliegende. Und dann, da es hier ständig nur um tote Dichter und Heilige und, zumindest im Sommer, lebende Rosen und dergleichen geht, ich aber vermeide, allzu persönlich zu werden, dachte ich, es wäre ein unschädlicher Weg, etwas Privatheit einzubringen, und offensichtlich lag ich damit nicht ganz falsch, jedenfalls bin ich jetzt ein wenig der Gefangene meiner eigenen Idee.


Letzten Sonntag mußte ich mich zu Recht dem Spott aussetzen, ob etwa eine Hungersnot ausgebrochen wäre (die Platte war eindeutig etwas zu überdimensioniert für den kleineren Braten), diesmal ist das denke ich widerlegt. Also, wir hatten Putenbrust (gebraten auf Zwiebel mit Rosmarin und Thymian, die Soße davon bekam noch etwas saure Sahne ab). Die Bohnen wurden nicht nur mit Salzwasser, sondern auch mit etwas Pfeffer und Bohnenkraut gekocht. Und da ich immer etwas Kompromisse beim Kochen eingehen muß, habe ich zu meinem eigenen Vergnügen Hähnchenbrust mit Pfeffer, Paprika und Lauchzwiebeln gebraten.


Bei den Bildern vom aufgeschnittenen Putenbraten konnte ich mich nicht ganz entscheiden, also nahm ich beide, auf dem einen ist das Ornament der uralten Bratenplatte nett zu sehen, auf dem anderen wird der amüsante und unberechtigte Eindruck von Freßgier erzeugt (durch das beiliegende Besteck).



Und damit es nicht nur um’s Essen geht: Ich fand diesen Beitrag über Elisabeth II. von Großbritannien gerade merkwürdig berührend, es war vor allem ihre ungewohnte Stimme, die mich überraschend für sie einnahm.


We are a little late today, not only with the Sunday dinner pictures (what has become a habit somehow), no, there are another 2 posts from the last week waiting to be finished too. Before I start my usual short description: This blog is not quite as anonymous as it was at the beginning, and so an explanation about why this every Sunday. Well, that’s simple, it began at the time when I was trying to post something every day, and once I suffered from a certain lack of ideas (to be honest more than one time), so I found the obvious. And then, as it’s here always about dead poets and saints and, at least in summer, living roses and something like that, and I avoid, however, to be too personal, I thought it would be a harmless way to bring some privacy, and apparently was I thus not entirely false with it, at least I am now a bit a prisoner of my own idea.

Last Sunday I had to endure with good cause the ridicule (in a friendly way) if we have a famine here (the plate was clearly too big for the rather smaller roast), this time it’s different I would say. So, we had a turkey breast roast (fried with onion, rosemary and thyme, to the sauce was added some sour cream). The beans were not cooked only with salt water, but also with some pepper and savory. And as I always have to make some compromise in cooking, I made for myself chicken breast with pepper, red pepper and green onions.

I couldn’t decide which pictures of the sliced turkey roast to take, so I took them both, on one the ornament of the pretty old serving plate is nicely to see, from the other the amusing and false impression may appear I would suffer from gluttony (because of the cutlery).

And so that it's not just all about eating today: I found this film of Elizabeth II of Great Britain strangely touching, it was especially her (for me) unusual voice, which surprisingly won me over to her.


Kommentare:

naturgesetz hat gesagt…

That's a very interesting video. I especially enjoyed the scene of dancing at Balmoral, with a glimpse of the Queen Mother at 9:29.

Your cooking a second item for yourself reminds me of what happened when I was a boy. My dad enjoyed spaghetti and meatballs, which my mother made in a way she had learned from their immigrant landlord — chopped onions browned in olive oil, small meatballs cooked in the pan with the onion, then a small can of tomato paste and a small can of tomato sauce. The sauce barely coated the spaghetti. Well, my older brother didn't like it, so whenever we had it, my mother set some of the ground beef aside and made a hamburger for him.

Rosabella hat gesagt…

"... jedenfalls bin ich jetzt ein wenig der Gefangene meiner eigenen Idee ..." ach Martin, nun musste ich wirklich ziemlich schmunzeln, als ich das las, und dennoch, ich verstehe Sie gut, glaubt man, den verehrten Leserinnen und Lesern doch ständig etwas bieten zu müssen ... abgesehen von den Rosen, die ich natürlich liebe und in jeder Form bewundere, dürfen Sie ruhig gerne einmal einen Post über das schöne Rosenbouquet verfassen, welches sich zu meiner großen Freude zwischen Schüsseln und Tellern auf dem Tisch befindet ... ja, und natürlich bewundere ich nicht nur Ihre Kochkünste und deren "Ergebnisse", die Sie uns an jedem Sonntag präsentieren, sondern auch die Servietten mit den hübschen Rosenmustern ... nein, die sind mir nicht entgangen, wie auch ... schon so lange wollte ich Ihnen das mal sagen ... also, falls Ihnen mal nicht nach Heiligen und toten Dichern und Dichterinnen zumute ist, nur zu, Rosen sind immer gut, das ganze Jahr über :-) vielleicht hat ja Ihre Frau Mutter mittlerweile auch eine Papier-Rose fertiggestellt, die Sie uns zeigen könnten? ich warte ab ... und besuche Sie bald wieder, versprochen! alles Liebe von der Rosabella

naturgesetz hat gesagt…

I may not have understood every word, but I agree, and I think that's a perfect comment from someone named Rosabella!

MartininBroda hat gesagt…

Meinen besten Dank an beide Kommentatoren, ich werde später ausführlicher antworten, noch heute! :)

MartininBroda hat gesagt…

@Rosabella, wie Sie sehen, war ich Ihrer freundlichen Anregung umgehend gefolgt; ja dieser Zwang, irgendwie originell sein zu müssen, führt bei mir gegenwärtig oft dazu, daß ich eher nichts schreibe. Man kann es auch eine kleine Schreibblockade nennen. Aber ich kämpfe dagegen an, um so dankbarer bin, daß Sie diesen Ort so treu besuchen, vielen Dank. Auch Dank für das genaue Hinsehen :)

MartininBroda hat gesagt…

Sorry John, I still owe you an answer here, I have to admit I was impressed from the video, there was a certain warmth or better heartiness in heir voice I hadn't expected. It really changed my mental picture.
And well if I would cook only for myself, there would be much more experiment. But in some ways, life is just a series of compromises. :)