Sonntag, 10. Oktober 2010

Sonntag &

roughly translated



Wie unschwer zu erkennen, war es diesmal erneut ein Schweinebraten, der auch ganz ordentlich gelang, u.a. mit Hilfe von Oregano, Thymian, Majoran und Rosmarin. Zwei Dinge waren verschieden zu früheren Sonntagen: Zum einen es war ein herrlich sonniger Tag, nicht sehr warm, erklärlicherweise zu dieser Jahreszeit, aber dennoch angenehm, erfüllt von einem Licht, das alle Dinge förmlich in eine ätherische Klarheit tauchte. Zum anderen fragte mich meine alte Frau Mutter, warum ihre Heimatstadt Danzig heute polnisch, Hamburg aber nicht britisch sei, mit anderen Worten, sie war in Sinnierstimmung und fragte mich nach so etwas wie dem Sinn in der Geschichte. Ich bin mir inzwischen nicht mehr sicher, ob es den gibt, merkwürdig das alles.


As you can see, there was a pork roast again, which was also pretty good, with some help of oregano, thyme, marjoram and rosemary. Two things were different to previous Sundays: First, it was a glorious sunny day, not very warm, understandably at this season, but still comfortable, filled with a light that let appear all things in an ethereal clarity. Second, my old mother asked me why her home city of Danzig today is Polish, but Hamburg not British, in other words, she was in a pensive mood and asked me more or less for the reason of history. I am not quite sure anymore there is something like that, strange this all.

Kommentare:

Walter A. Aue hat gesagt…

Well, the obvious but superficial answer to your mother would be "Yalta", but that, of course, you know much better than I, and you also realize that nothing of essence is revealed by it. The question still remains "Why?"

"Why?" as a Nobel prize laureate in Physics once remarked, can never be answered, only "How?"

The best answer to "Why?" I have ever heard is a song for children by Pete Seeger (I think):

"Why, oh why, oh why, oh why?
Why, oh why, oh why?
Because, because, because because...
Good bye, good bye, good bye!"

Not to know the answer to "Why?" is self-preservation to the human...

MartininBroda hat gesagt…

Ich hatte wirklich begonnen, Englisch zu antworten, in diesem Zusammenhang fast, nun sparen wir uns die Fortsetzung, aber tatsächlich habe ich in dem realen Gespräch zuerst all diese Namen erwähnt, Jalta und Cecilienhof ..., als ob das irgendetwas erklären würde über die menschliche Natur, ihre Verstiegenheiten, ihre Abgründe; es war wirklich ein merkwürdiger Moment, denn nach all diesen Erfahrungen glaubt sie immer noch, es müsse eine Stimme der Vernunft und Gerechtigkeit geben, die mit Autorität ausgestattet wäre.

Walter A. Aue hat gesagt…

"...es müsse eine Stimme der Vernunft und Gerechtigkeit geben, die mit Autorität ausgestattet wäre."

Das ist ein sehr interessanter Gedanke, "frevelnd" vielleicht und gerade deshalb anziehend. Die nichtgestattete Antwort auf eine der wichtigsten "Warum?" Fragen von Homo sapiens.

Und weshalb glauben (die guten, jedoch nicht die mächtigen) Leute das? Ja sicher, es gibt ihnen ein gewisses Maß von Geborgenheit. "Üb' immer Treu und Redlichkeit", etc. Auch sicher ist, daß die Mächtigen dieser Erde solches an anderen gerne sehen (und etwaiges Fehlen bestrafen). Und daß uns dieses in frühster Jugend unentfernbar eingebrannt wurde.

Aber in der ethischen Entwicklung der Menschheit hat das auch eine nicht vorbedachte Komponente (mit Darwinischer Konsequenz), die Gene und Meme der Machtausübenden betrifft: Die Lügen, die wir den Kindern einbrennen, werden einst deren Verhalten entscheiden. DerenVerhalten in einer Wahlzelle oder in einem Aufstand, wenn die Manipulationen und die Übergriffe der Machtbesitzenden zu offensichtlich werden.

Und in dem Sinn kommt aller Fortschritt, wie G.B.S. einmal gemeint hat, nicht von den (guten) Gescheiten sondern von den (ehrlichen) Dummen...