Montag, 31. Oktober 2011

Reformationstag

translated (at the end)

Bach „Wachet auf, ruft uns die Stimme“, BWV 140
Kings College Cambridge
hier gefunden

Daran, daß dieser Tag im Osten Deutschlands, mit der Ausnahme Berlin, ein gesetzlicher Feiertag ist, mag man ablesen, daß dies hier einmal das Herzland der Reformation war, Spuren eben. Herr Roloff hat in Potsdam heute eine sehr protestantische Predigt gehalten, dem Anlaß angemessen. Und da dachte ich, würde sich als Gegenpol ein Beitrag anbieten, den der Herr Morgenländer verfaßt hat. Die Fragen, die er aufwirft, bedürften einer gründlichen Antwort, sofern man eine hat. Im Grunde würde es bei mir derzeit auf Gegenfragen hinauslaufen, etwa ob der zweifelsohne richtig gesehene trübsinnige Zustand des gegenwärtigen Protestantismus zwangsläufig ist etc., aber dann wird das alles noch viel länger, und wer liest schon gern diese langen Riemen. Dankbar aber bin ich dem Morgenländer, daß er mich an Bachs Kantate „Wachet auf, ruft uns die Stimme“, BWV 140, erinnerte, das war für lange Zeit einmal meine tägliche Aufstehmusik, etwas sehr profan, gebe ich zu. Es hat aber funktioniert, vor allem, wenn man sie recht laut hörte. Ich hatte etwas bei den verfügbaren Aufnahmen herumgesucht und fand diese des Tempos wegen ganz ansprechend, daß der englische Akzent ein wenig sehr durchdringt, nunja.


Predigt zum Reformationstag 2011
in St. Nikolai zu Potsdam


Matth 10, 26b-33

Gnade sei mit euch und Friede von Gott unserem Vater und unserem Herrn Jesus Christus. Amen.

Liebe Gemeinde,

es gab eine Zeit, in der konnte ich das Wort Reform nicht mehr hören. Alles musste reformiert werden. Die Verwaltungen wurden reformiert und die Sozialsysteme, der Arbeitsmarkt musste reformiert werden, und das Schulsystem, wenn man den Bildungsexperten glaubt, muss eigentlich immer reformiert werden. Die Universitäten mussten reformiert werden und die Polizeistruktur. Das Steuersystem muss reformiert werden und auch die öffentlichen Ausgaben. Wenn man als Politiker Aufmerksamkeit sucht, dann präsentiert man am besten eine ausgefeilte Reformidee. In den allermeisten Fällen bedeutet Reform dann, dass Regelungen geändert, Landkreise zusammengelegt, Polizeidirektionen aufgelöst werden, ganze Behörden verschwinden, Personal wird abgebaut, neue Schulformen entstehen und die Reform des Steuersystems endet eigentlich immer bei einer Mehrwertsteuererhöhung. Reform bedeutet Veränderung, Umbruch und oft auch einfach Abbruch.

Es gab eine Zeit, in der konnte ich das Wort Reform nicht mehr hören, und fast glaube ich, sie ist noch nicht ganz vorbei.

Der Begriff Reform, seinem Wortsinn nach, bedeutet aber im Grunde Wiederfinden und Wiederherstellen der ursprünglichen und damit der eigentlichen Form. Die wahre Reform sucht danach, wie die Dinge bestimmt waren und darum auch wieder sein sollten, und nur diese Reformatio ist das Thema unseres heutigen Festtages.

Ich will Ihnen deshalb auch die Geschichte einer wunderbaren Reformation erzählen. Es gibt in der Nähe von Magdeburg eine kleine wunderschöne Thomas-Kirche. Sie wurde 1140 durch die Prämonstratenser im romanischen Stil errichtet und erlebte in den Jahrhunderten vielfältigste Veränderungen. Das Alter und die DDR Zeit setzten ihr dann aber so sehr zu, dass sie wohl aufgegeben worden und heute ganz verschwunden wäre, wenn es nicht einen Pfarrer in das Dorf geführt hätte, der in Bausachen erfahren und mit einer Frau gesegnet ist, die den Beruf der Restauratorin ausübt. In den 70er Jahren begannen sie, das Gotteshaus zu retten, und das allein schon wäre löblich gewesen. Nun entdeckten sie aber auch noch wertvollste romanisch-byzantinische Ausmalungen und machten sich daran, diese unter Putz- und Farbschichten mühsam freizulegen und zu sichern und wieder sichtbar werden zu lassen. Nur, wer ein wenig von der Restaurierung solcher Kunstschätze versteht und zusätzlich eine Vorstellung davon hat, wie ideenreich das DDR-Regime war, wenn es darum ging, den Einsatz von Menschen für ihre religiöse Heimat zu behindern und zu diskreditieren, der kann ermessen, welches Werk diese beiden Menschen über Jahrzehnte hinweg mit vielen Helfern vollbracht haben. Schon lange ist diese Kirche in Pretzien nun wieder ein vielbesuchter einzigartiger Ort an der Strasse der Romanik, die durch ganz Sachsen-Anhalt führt.

Diese Kirche ist aber auch ein einzigartiger Ort, der erlebbar macht, wie eine gelungene Reformation aussehen kann. Die Geschichte von der Wiederentdeckung der Malereien von St. Thomas in Pretzien will ich im Sinn behalten, wenn ich mich nun dem Abschnitt des Matthäusevangeliums zuwende, der dieser Predigt zu Grunde liegt.
„Es ist nichts verborgen, was nicht offenbar werde, und ist nichts heimlich, was man nicht wissen werde.“

Es war die bedrückende Erfahrung der Reformatoren, dass die leuchtende Botschaft von der Erlösung durch Christus in den Jahrhunderten nicht nur ihren Glanz verloren hatte, sondern gleichsam durch viele Schichten aus Farbe und Putz, unter menschlichem Werk verdunkelt war. Die Reformation wollte wieder in den Mittelpunkt rücken, was durch den Glauben möglich ist, nämlich der freie Mensch, der aus Gnade vor Gott sein Heil findet, und das ohne die Werke des Gesetzes und ohne priesterliche Vermittlung. Der freie Mensch findet aus Gnade vor Gott sein eigenes Priestertum, wie alle Gläubigen.

Nun kann er aufrecht vor allem Volk zur Erfüllung dessen werden, was Christus uns im Predigttext weiter aufgibt: „Was ich euch sage in der Finsternis, das redet im Licht; und was euch gesagt wird in das Ohr, das predigt auf den Dächern. Und fürchtet euch nicht vor denen, die den Leib töten und die Seele nicht können töten; fürchtet euch aber viel mehr vor dem, der Leib und Seele verderben kann in der Hölle.“

Das ist die immer wiederkehrende Botschaft: Fürchtet euch nicht! Die Furcht vor irdischen Mächten und Gewalten ist die größte Hinderung an der Wahrheit. Die Wahrheit aber kann so leicht und einfach erkannt werden: „Kauft man nicht zwei Sperlinge um einen Pfennig?“ so fragt Jesus. „Dennoch fällt deren keiner auf die Erde ohne euren Vater. Nun aber sind auch eure Haare auf dem Haupte alle gezählt.“

Mit diesem so einfachen und jedem Menschen verständlichen Bild macht Christus die Allmacht seines Vaters deutlich, der doch das ganze All umschließt, der die Ewigkeit und die Endlosigkeit ganz selbstverständlich umgibt. Wer dieser Macht glaubt, wer auf sie sein ganzes Vertrauen setzt, der muss sich einfach sagen lassen: „Darum fürchtet euch nicht; ihr seid besser als viele Sperlinge.“

Fürchtet euch nicht, geht ans Werk! Predigt auf den Dächern, und wenn euch das nicht gegeben ist, dann tut die Arbeit, die euch aufgetragen ist zur Ehre Gottes. Mit allem unserem Tun können wir Christus vor den Menschen bekennen, wie er es von uns verlangt und werden erfahren, dass unser Tun dadurch auch Richtung und Sinn erhält.

Braucht Gott aber uns Menschen in der Weise, dass wir die verlorenen geglaubten Bilder freilegen oder anders sein Wort verkünden? Nein, natürlich nicht, sondern er erweist sich gerade darin als allmächtig, dass er sich unser bedient, und wir als freie Menschen seinem Willen gehorchen. Wer sich so als freier Mensch zu Gott bekennt, der erlangt eine einzigartige priesterliche Würde, durch die wir zur Gemeinschaft der Heiligen zusammengeschlossen werden. Hier wird auch die Würde des Freiheitsbegriffes gewahrt. Die Gott vergessende Moderne trägt ihn zwar immer gern wie eine Monstranz vor sich her, sein wahrer Gehalt droht ihr aber verloren zu gehen.

Friedrich Gogarten hat diesen Vorgang einmal wie folgt beschrieben und damit das Grundproblem der Säkularisation beschrieben: „ Es ereignet sich dieses: der neuzeitliche Mensch verstand das „er selbst“, in dem seine Freiheit vor der Welt begründet ist, nicht als das des Geschöpfes, sondern als das des Schöpfers seiner Welt. Das bedeutet, dass nun auf ihm nicht nur die Last lag, wissen zu müssen um Gut und Böse. Sondern er musste um Gut und Böse wissen, ohne es noch gründen zu können auf das Gut und Böse, das der Grund ist von allem Gut und Böse, das es gibt. Nämlich das Gute das die Freiheit für Gott ist; das ist Gottes eigenes Gutsein, sein Uns-gut-sein, seine Gnade.“

Einfacher hat es Martin Luther einmal sinngemäß so formuliert: Wer den freien Willen zum eigenen Willen macht, der nimmt ihm die Freiheit. Wahrhaft frei ist nur der Wille, der sich auf Gott richtet.

Wo diese Tatsache nicht mehr anerkannt wird, da verwandelt sich der freie Wille rasend schnell in bloßen Eigensinn. Freiheit vollendet sich im Bekenntnis zu dem Gott, durch den uns die Freiheit geworden ist. Das ist dann die Kirche aus wahrhaft evangelischem Geist. Das ist die zentrale protestantische Vorstellung, die nicht aufgegeben werden kann, die niemals aufgegeben werden darf.

Der Reformationstag und hoffentlich nicht nur er, erinnert uns daran, dass wir mit demütigem Selbstbewusstsein vor die Welt hinzutreten haben, um ihr das Heil zu verkündigen, um sichtbar zu machen, was verborgen war, um im Licht zu reden, was uns in der Finsternis gesagt worden war.

Mit dem Blick auf die Ökumene muss man darum auch sagen: Es gibt keine Einheit in der Undeutlichkeit! Manchmal nämlich gewinne ich den Eindruck, als würden zahlreiche Christen und sogar Menschen, denen die Leitung der Kirche anvertraut ist, das Verblassen konfessioneller Unterschiede als große Chance begreifen. Das ist aber nicht der Fall und vielmehr eine sehr trügerische Hoffnung, die in die Irre leitet. Es gibt keine Einheit in der Undeutlichkeit, und es gibt in Glaubenssachen auch keinen Kompromiss. Ich kann für mich an diesem Tag darum auch nur feststellen, dass ich es als heilsam angesehen habe, dass Benedikt XVI. dies bei seinem Besuch in Deutschland auch seinerseits festgestellt hat und betonte, über den Glauben könne man nicht verhandeln. Die Einheit unter Christen kann nur im Glauben selbst gefunden werden, weil und insofern sich der Glaube auf den einen Herren richtet.

Gerade darum ist es unserer protestantischen Kirche nicht würdig, wenn immer wieder nach der Anerkennung durch Rom verlangt wird, und Enttäuschung sich breit macht, wenn sie zum wiederholten Male nicht erfolgt. Ich will es klar und ehrlich für mich sagen:

Ich bewundere Benedikt XVI. als frommen, authentischen und unbeugsamen Zeugen Jesu Christi. Gern war ich unter den Tausenden, die mit ihm gemeinsam im Olympiastadion Gottesdienst gefeiert haben. Er ist ohne Zweifel einer der klügsten Männer unserer Zeit. Er ist ein Vorbild und Beispiel für die ganze Christenheit. Er ist wahrlich ein Fels in der Brandung des Relativismus unserer Tage. Es gibt keinen Grund, ihn nicht auch als Bruder zu lieben.

Aber als Protestant weiß ich mich unmittelbar vor Gott, umgeben mit der Fülle priesterlicher Würde und bekenne mich zu Jesus Christus meinem Herrn und Gott. Die Anerkennung des Papstes brauche ich dafür nicht!

Amen.

Und der Friede Gottes, welcher höher ist als alle unsere Vernunft, bewahre unsere Herzen und Sinne in Christus Jesus unseren Herrn.

Amen.
Thomas Roloff


Reformation Day

You might see from the fact that this day in Eastern Germany, with the exception of Berlin, is a legal holiday, this was once the heartland of the Reformation, just traces of course. Mr. Roloff held today in Potsdam a very Protestant sermon, well, appropriate to the occasion. And I thought (if you want) to see another point of view, just look at this. The questions he raises are in need of a thorough answer, if you have one. For my part there would be just counter questions about whether the undoubtedly correctly seen morose state of contemporary Protestantism is necessarily so, but then this all would become much longer, and who really likes to read endless stuff. But I am grateful the mentioned blogger reminded me on Bach's Cantata "Awake, the voice calls us", BWV 140, that was my daily waking up music a long time ago, a bit inappropriate I admit. But it worked quite well, especially when heard fairly loud. I had looked around a bit with the available recordings, and found this very appealing because of the pace; the English accent is a bit disturbing, though.


Sermon on Reformation Day 2011
in St. Nicholas at Potsdam


Matthew 10, 26b-33

Grace to you and peace from God our Father and our Lord Jesus Christ. Amen.

Dear parish,

There was a time when I did not care to hear the word “reform” any longer. Everything had to be reformed. The authorities were reformed and the welfare system, the labor market had to be reformed, and the school system if you believe the educational experts, must always be properly reformed. The universities had to be reformed and the police forces. The tax system has to be reformed and public spending. If you were looking for attention as a politician, you had to present the most sophisticated ideas of reform. In most cases, reform meant arrangements had to be changed, different counties, police departments were resolved, some authorities even disappeared, staff is reduced, new types of schools and the tax reforms actually end always with a tax increase. Reform here means change, transformation, and often simply destruction.

There was a time when I did not care to hear the word “reform” any longer, and I almost think it is not over yet.

The concept of reform, in its literal sense means basically relocating and restoring the original order and its true form. The real reform looks after the way things were determined, and therefore should be well again, and only this Reformation is the subject of today's feast day.

I therefore want you to tell the story of a wonderful reformation. There is near Magdeburg, a small beautiful Thomas Church. It was built in 1140 by the Premonstratensians in Romanesque style and it experienced many changes over the centuries. Age and the GDR time wasn’t that kind to it so much so it probably had been abandoned and now completely would have disappeared, if it hadn’t a priest coming to the village, experienced in building matters and blessed with a wife engaged in conservator exercises. In the Seventies they began to save the house of God, and that alone would have been laudable. But now they discovered also valuable Romanesque-Byzantine paintings and tried to uncover these under plaster and paint layers in a difficult way and secure them and make it visible again. Just who understands a bit about the restoration of such art treasures and also has an idea, how imaginative the East German Communist regime was, when it came to hinder the care of people for their religious home and discredit it, can measure, which work of these two people have done for decades with many helpers. This church in Pretzien has long been again now a popular unique place in the Romance street that runs through the whole of Saxony-Anhalt.

But this church is also a unique place that brings to life what is called a successful reformation. I want to keep in mind the story of the rediscovery of the paintings of St. Thomas in Pretzien when I now turn to the section of Matthew's Gospel, on which this sermon is based:

"… for there is nothing covered, that shall not be revealed; and hid, that shall not be known."

It was a depressing experience of the Reformers, that the luminous message of salvation in Christ had lost through the centuries not only their shine, but as with many layers of paint and plaster, was obscured by human work. The Reformation wanted to put into the center again of what is possible through faith, namely the free man who finds his salvation by grace of God, and that without the works of the law and without priestly mediation. The free man is by grace of God his own priesthood, like all believers.

Now he can fulfill upright before all the people for what Christ gives us as a duty preaching: "What I tell you in darkness, that speak ye in light: and what ye hear in the ear, that preach ye upon the housetops. And fear not them which kill the body, but are not able to kill the soul: but rather fear him which is able to destroy both soul and body in hell. "

This is the ever and ever recurring message: Do not be afraid! The fear of earthly powers and principalities is the greatest hindrance to the truth. The truth, though, can easily be found: "Are not two sparrows sold for a farthing?” Jesus is asking “and one of them shall not fall on the ground without your Father. But the very hairs of your head are all numbered. Are not two sparrows sold for a penny," said Jesus asks. "However, none of which falls to the ground without your Father. But the very hairs of your head are all."

With this picture, simple and understandable for everyone, Christ shows the omnipotence of his father who encompasses the whole universe that surrounds the eternity and endlessness so naturally. Those who believe in this power, who put their whole trust in it, just have to hear, “fear ye not therefore, ye are of more value than many sparrows."

Fear not, go to work! Preach from the roofs, and if you are not able to do this, do the work that is applied to you to the glory of God. With everything we do, we can confess Christ before men, as he demands it from us and we will recognize how what we do enables a way and a meaning.

But is God in need of us people in the way that we have to uncover the long-lost pictures or otherwise proclaim his word? Of course not, but he proves his power in using us, when as free people we obey his will. Who so as a free man committed to God, gained a unique priestly dignity, by which we are united to the communion of saints. Here also the dignity of the concept of freedom is respected. The God-forgotten modern time always also likes to wear it like a monstrance losing its real meaning.

Friedrich Gogarten once described this process and so the basic problem of secularization as followed: "It happened this: modern man understood that ‘he himself’ founding his freedom before the world becomes the creator, but not the creature of his world anymore. This means that now it was not only the burden of having to know about good and evil. But he had to know about good and evil & couldn’t still establish it on the good and evil, that is the reason of everything good and evil, that is. Namely the good, that is the freedom for God, God's own goodness, his being good for us, his mercy. "

Martin Luther once analogously wrote:”Who takes the free will as his own will, takes his freedom. Truly free is only the will that is directed to God.

Where this fact is ignored free will is rapidly transformed into obstinacy. Freedom culminates in the commitment to God, who created our freedom. That is the church founded by truly evangelical spirit. This is the central Protestant idea that can’t be abandoned, that must never be abandoned.
This day remembering the Reformation - and hopefully not only this day - reminds us that we have to come with a humble confidence to the world to preach and show it salvation, to make visible what was hidden, to speak in the light of what had been said to us in the darkness.

With a view of the ecumenical movement one has to say also: There is no unity in vagueness! Sometimes I get the impression that many Christians and even people whom the government of the Church is entrusted are seeing the fading of denominational differences as a great opportunity. But this is not the case and instead a very deceitful hope leading astray. There is no unity in obscurity, and there is also no compromise in matters of faith. I can confess this day I saw it as beneficial, that Benedict XVI when he visited Germany said this, too: there can’t be any negotiation about faith. The unity among Christians can be found only in faith itself, because, and insofar as the faith based on one Lord.

Precisely for this reason it is not worthy of our Protestant Church to ask repeatedly for approval by Rome, and to be disappointed, if this recognition once again is not taking place. I want to speak clearly and honestly for myself:

I admire Benedict XVI as a pious, authentic and unbending witness of Jesus Christ. I’m glad I was among the thousands who have celebrated service together with him in the Olympic stadium. He is without doubt one of the wisest men of our time. He is a role model and example for the whole Christianity. He is truly a rock in the surge of relativism in our days. There is no reason not to love him as a brother.

But as a Protestant, I know I’m standing immediately before the face of God, surrounded with an abundance of priestly dignity, and am committed to Jesus Christ my Lord and God. The recognition of the Pope, I do not need for it!

Amen.

And the peace of God, which passeth all our reason, our hearts and minds in Christ Jesus our Lord forbid.
Thomas Roloff

Kommentare:

jason shaw hat gesagt…

I could only work out about a third of this post, my German dictionary is old and the print so small my eyes fail me so much.

MartininBroda hat gesagt…

OMG Jason I forgot the warning sign!
This is an interesting but unfortunately also long winded sermon of my friend Thomas Roloff. I will try a short summary in an hour or so.

Walter A. Aue hat gesagt…

Reading the comments I thought this would be a good occasion to test the Google translation service. The result surprised me. It was instantaneous and so much better than, say, Babelfish.

Adding a bit of feeling for the context and re-arranging the sometimes quite German word order, one could easily hear "the message".

I thought that was remarkable and, more importantly, potentially useful.

MartininBroda hat gesagt…

Well, thanks for advise & with the help of a friend the promised translation.